9/16 Asus P4P800 Deluxe, EPoX 4PDA2+, Intel D865PERL und D865GBF im Test : Neue Chipsätze von Intel

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Bios/Kompatiblität

Beim Intel D865PERL kommt ein Bios zum Einsatz, das dem von AMI sehr ähnlich ist.

Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL

Leider lassen sich im Bios nicht alle onboard Komponenten deaktivieren. So ist der Firewire-Controller beispielsweise grundsätzlich aktiv, für den onboard Ethernet-Controller ist zwar eine Option im Bios vorhanden, wenn man den Controller allerdings deaktiviert, so bootet das Mainboard leider nicht mehr. Die Ursache hierfür ist uns leider unbekannt, Intel wurde darüber jedoch bereits in Kenntnis gesetzt. Hier sollte ein Bios-Update die Probleme bereinigen, wenn es sich hierbei nicht nur um eine Ausnahme handelte. Besonders für Unternehmen interessant ist das Event-Log, das sonst keiner der anderen Testteilnehmer bietet.

Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL

Der im Bios integrierte Hardware-Monitor arbeitet zügig und auch die angezeigten Temperaturen scheinen uns sehr realistisch zu sein. Ein nettes Feature des Intel Bios': Es können persönliche Default-Settings gespeichert werden, die nach einem CMOS Clear automatisch geladen werden. Wie beim Asus Mainboard sollte man auch bei Intel das Bootlogo aktiviert lassen.

Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL
Intel D865PERL

Das Tabu-Thema für Intel schlechthin ist sicherlich das Overclocking, dennoch erlaubt man hier dem User den Prozessor bis zu 4 Prozent außerhalb seiner Spezifikationen zu betreiben. Auch das manuelle Einstellen der Speichertimings ist erlaubt. Wie beim EPoX 4PDA2+ hat man allerdings nur die nötigen Optionen ins Bios integriert. Erfreulicherweise werden auch hier, wie bei EPoX, die vom SPD vorgegebenen Speichertimings angezeigt.

Da sich der Support für DDR400 Speichermodule gegebenenfalls als problematisch erweisen kann, haben wir Kompatibilitätstests mit einigen DDR400 Speichermodulen durchgeführt, von denen demnächst ein ausführlicher Test folgen wird.

Speicher für Kompatibilität
Speicher für Kompatibilität

Zum Test haben wir alle Optionen auf Auto gestellt und haben die Timings per SPD auslesen lassen. Dabei konnten wir Folgendes feststellen:

Speicherkompatibilität im Vergleich
Modul SPD Intel Timings Stabilität
2x256 Corsair TWINX3200 DDR400-6-2.0-2-2 DDR400-6-2.0-2-2 Kein Boot
2x256 Corsair TWINX3200 Platinum DDR400-6-2.0-2-2 DDR400-6-2.0-2-2 Kein Boot
2x256 Corsair XMS3200v1.1 DDR333-7-2.0-3-3 DDR333-7-2.0-3-3 Ok
2x256 Crucial DDR400 DDR400-8-3.0-4-4 DDR400-8-3.0-4-4 Ok
2x256 Infineon DDR400 DDR400-8-3.0-3-3 DDR400-8-3.0-3-3 Ok
2x256 Kingmax DDR400 DDR400-8-2.5-3-3 DDR400-8-2.5-3-3 Ok
2x256 Kingston HyperX PC3500 DDR400-8-2.0-3-3 DDR400-8-2.0-3-3 Ok
2x256 Kingston ValueRAM DDR400 DDR400-8-3.0-3-3 DDR400-8-3.0-3-3 Ok
2x256 OCZ PC3200 EL DDR DDR400-7-2.5-4-4 DDR400-7-2.5-4-4 Ok
2x256 Samsung DDR400 DDR400-8-3.0-3-3 DDR400-8-3.0-3-3 Ok
2x512 Samsung DDR400 DDR400-8-3.0-3-3 DDR400-8-3.0-3-3 Ok
2x256 takeMS DDR400 DDR400-8-2.5-3-3 DDR400-8-2.5-3-3 Ok
2x256 Twinmos DDR400 DDR400-8-2.5-3-3 DDR400-8-2.5-3-3 Ok

Als einziger Hersteller scheint Intel die SPDs der Speichermodule richtig auslesen zu können. Bei jedem der verwendeten Speichermodule wurden die Timings korrekt ausgelesen. Da man jedoch mit RAS to CAS Delay und RAS Precharge Werten von 2 hat, war mit den Twinx-Modulen von Corsair leider kein Boot möglich. Hier hilft nur das manuelle Setzen moderater Timings.

Speicherkompatibilität im Vergleich
Modul SPD Intel Timings Stabilität
2x256 Crucial DDR400
2x256 Corsair TWINX3200
DDR400-8-3.0-4-4
DDR400-6-2.0-2-2
DDR333-7-2.5-4-4 Ok
2x256 Corsair TWINX3200
2x256 Crucial DDR400
DDR400-6-2.0-2-2
DDR400-8-3.0-4-4
DDR333-7-2.5-4-4 Ok
2x256 Crucial DDR400
2x256 Corsair XMS3200
DDR400-8-3.0-4-4
DDR333-7-2.0-3-3
DDR333-7-2.5-4-4 Ok
2x256 Corsair XMS3200
2x256 Crucial DDR400
DDR333-7-2.0-3-3
DDR400-8-3.0-4-4
DDR333-7-2.5-4-4 Ok
2x256 Corsair TWINX3200
2x256 Kingston HyperX PC3500
DDR400-6-2.0-2-2
DDR400-8-2.0- 3-3
DDR400-8-2.0-3-3 Ok
2x256 Crucial DDR400
2x256 Twinmos DDR400
DDR400-8-3.0-4-4
DDR400-8-2.5-3-3
DDR333-8-2.5-4-4 Ok
2x256 Crucial DDR400
2x256 Kingston ValueRAM DDR400
DDR400-8-3.0-4-4
DDR400-8-3.0-3-3
DDR400-8-3.0-4-4 Ok
2x256 Crucial DDR400
2x256 Infineon DDR400
DDR400-8-3.0-4-4
DDR400-8-3.0-3-3
DDR400-8-3.0-4-4 Ok
2x256 Crucial DDR400
2x256 Kingston HyperX PC3500
DDR400-8-3.0-4-4
DDR400-8-2.0- 3-3
DDR333-7-2.5-4-4 Ok

Was die Speichertimings angeht, so hat sich Intel für den sichersten Weg entschieden, wenngleich wir hier das Handeln des Bios nicht ganz nachvollziehen können. Sobald alle DIMM-Bänke mit Modulen unterschiedlicher CAS Latency bestückt sind, schaltet Intel aus Sicherheitsgründen auf DDR333 runter. Nur wenn die CL aller Module übereinstimmt, werden diese auch mit DDR400 betrieben. Unserer Meinung nach nicht ganz sauber, aber immer noch besser als zu scharfe Timings zu wählen.

Neben der Speicherkompatibilität haben wir darüber hinaus überprüft, in wie weit ein Teil der Funktionen auch genutzt werden können. Während es mit Keyboard Power on (keine Bios-Option bei Intel), Suspend to RAM (S3) oder dem Einsatz von AGP 8x Karten allgemein keine Probleme gab, wenn die Funktionen vorhanden sind, so erwies sich der Einsatz von USB Sticks unter DOS schon etwas problematischer unter unseren Testkandidaten. Intel hatte hier wie EPoX einige Probleme:

Auswertung
32MB USB1.1 Speicherstick
unter MS-DOS
Volle Größe von 32 MB
32MB USB1.1 Speicherstick
unter PC-DOS
Es stehen nur 8 MB
(fehlerhaft) zur Verfügung

Ansonsten hat sich das D865PERL von Intel als sehr stabiles Mainboard in unseren Tests behaupten können. Es traten sonst keine Probleme auf.

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