16/16 Vorabtest der nVidia GeForce FX5900 Ultra : First Look At A New Dawn

, 177 Kommentare

Fazit

Die GeForce FX5900 Ultra hätte ein großer Treffer von nVidia sein können, aber leider machen ausgerechnet die fortschrittlichen Shader und die Treiber dem noch einen Strich durch die Rechnung. Trotz deutlicher Überlegenheit auf dem Papier vermag die FX5900 Ultra es nicht, sich entscheidend von der Radeon 9800 Pro zu distanzieren. Mehr noch, sie wird ein ums andere Mal auf die Plätze verwiesen - kann zwar auf- aber nicht überholen.

Positiv ist anzumerken, dass man offenbar in der Lage war, den Chip so zu überarbeiten, dass keine exorbitanten Kühllösungen mehr nötig sind, um ihn auf Temperatur zu halten und im Gegenteil sogar wieder Single-Slot Lösungen denkbar sind. Allerdings handelt es sich hierbei um kein Alleinstellungsmerkmal sondern eher um die Rückkehr zur Normalität.

Die Geschwindigkeit, gerade im FSAA- und AF-Bereich, konnte deutlich gesteigert werden. Allerdings ist man als sinnvollsten Modus immer noch auf 2xFSAA beschränkt, da 4xFSAA keinen in Relation zum Leistungsverlust stehenden Schub bei der Bildqualität mehr bringt. 2xFSAA ist dafür aber, wie bei der Radeon 9800 Pro auch, bis in höchste Auflösungen problemlos nutzbar.

Inwieweit zukünftige Treiber, Ultra-Shadow (welches wohl u.a. in Doom3 Anwendung finden wird) und das The Way It's Meant To Be Played-Programm, in dessen Verlauf die Eigenheiten der FX-Reihe bei der Entwicklung von Spielen berücksichtigt werden sollen, hier noch eine Veränderung mit sich bringen, ist Spekulation. Wir gehen davon aus, dass die FX bei zukünftigen Spielen verhältnismäßig besser abschneiden wird, als es z.B. der 3DMark03 nahelegt.

Zu was die FX-Reihe in der Lage ist, wenn die Programme auf die Architektur optimiert sind (oder der Treiber diese Arbeit erledigt), sieht man an den optimierten Werten im 3DMark03 mit dem 44.65er Treiber und in UT2003. Hier kann sie tatsächlich ein wenig Mehrleistung als das Flaggschiff von ATi entfalten.

Alles in allem ist die GeForce FX5900 Ultra das, was die FX5800 Ultra hätte werden sollen. Gegen die Radeon 9700 Pro würde sie deutlich besser abschneiden, aber so ist sie den Aufpreis von ca. 150€ gegenüber einer Radeon 9800 Pro nur in Ausnahmefällen wert.

Bessere Chancen dürften die kleineren Versionen der FX5900 haben, die zwar nur über 128MB RAM und auch über geringere Taktraten verfügen, aber dafür zu konkurrenzfähigen Preisen erhältlich sein dürften. Nur wer auf Texturfilterung mehr Wert legt als auf Kantenglättung und sich beispielsweise mit einer Auflösung von 1600x1200 bei zweifacher Kantenglättung und achtfach anisotroper Filterung glücklich schätzt, für den wird kaum ein Weg an einer GeForce FX5900 vorbeigehen, auch wenn es dazu nicht zwingend die Ultra-Version sein muss.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.