11/11 EIZO FlexScan L557 im Test : 17"-TFT im Alltagstest

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Fazit

Hardware-Hammer Auch mit dem FlexScan L557 aus dem Hause EIZO erreichte uns ein sehr interessanter TFT-Monitor, der uns vor allem durch seinen Kampfpreis und seine guten Leistungen überzeugen konnte. Um einen besseren Überblick im Fazit über die beiden Testgegner - der NEC 1701 und der Samsung SyncMatser 172T - zu geben, teilten wir unser Resume kurzerhand in zwei Teile, die jeweils genauer über die verschiedenen Vorzüge der Testkandidaten eingehen. Den Anfang macht das Duell NEC - EIZO, welches sich von vorne herein als ungleich erweisen sollte. Betrachtet man die beiden Modelle und deren Zielgruppen einmal genauer, so fällt schnell auf, dass man es hier mit zwei ungleichen Kontrahenten zu tun hat. Während NEC mit dem 1701 vor allem die TFT-Einsteiger ansprechen will, zielt EIZO direkt auf die finanzkräftige Premiumkundschaft ab, die vor allem eines will: Leistung ohne Kompromisse.

Und so war es auch nicht weiter verwunderlich, dass der NEC 1701 nur in zwei Kategorien gegenüber dem L557 punkten konnte. Letztendlich sollte sich nur der knappe Geldbeutel oder der Hardcore-Gamer für den 1701 entscheiden, da in den restlichen Kategorien stets der FlexScan L557 mit großem Vorsprung die Nase vorn hatte und den Konkurrenten des öfteren in die Schranken verwies. Hier bewahreitete sich unser Postulat, dass TN+ Film-Panels vor allem durch einen niedrigen Preis und eine niedrige Reaktionszeit überzeugen können, qualitativ hochwertigen MVA-Panels jedoch in Bildqualität unterlegen sind, voll und ganz. Letztendlich sollte man lieber die knapp 100 Euro Mehrpreis für einen EIZO L557 gerne in Kauf nehmen, denn die gebotene Leistung übertrifft die des NEC 1701 bei Weitem.

Während der Ausgang des Vergleiches zwischen dem günstigen NEC 1701 und dem EIZO-TFT vielen von vorne herein klar war, stellte sich der Kampf um die Spitze zwischen dem Samsung SyncMaster 172T und dem heutigen Testkandidaten als weitaus enger heraus. Mal hatte der eine Kontrahent, mal der andere die Nase vorn, so dass wir keinen wirklichen Gewinner küren können und letztendlich nur die Fakten noch einmal auflisten. So verfügen beide Monitore über eine hervorragende Bildqualität und nahezu identische Leistungswerte. Für Design-Fetischisten ist der SyncMaster 172T erste Wahl, während der FlexScan L557 eher den Minimalisten anspricht und seinen Platz auf dem Schreibtisch eines jeden Otto-Normal-Deutschen finden sollte ohne großartig aufzufallen. Beide Hersteller lösten die Umsetzung eines multifunktionalen Standfußes gut, jedoch mit leichten Vorteilen für Samsung. Diesen Nachteil macht der FlexScan L557 jedoch mit seiner Fülle von Einstellungsmöglichkeiten wieder wett. Auch die Spieleperformance liegt bei beiden Kandidaten auf gleichem Niveau. Zu guter Letzt kommen wir zum vielleicht entscheidenden Argument, dem Preis. Während der Samsung SyncMaster 172T mit knapp 600 Euro doch recht hart zu Buche schlägt, kann der EIZO FlexScan L557 mit seinem Kampfpreis von rund 520 Euro einen klaren Vorteil herausarbeiten. Legt man also nicht so viel Wert auf Design und besitzt einen nicht ganz so großen Geldbeutel, stellt der L557 definitiv die erste Wahl dar, während der SyncMatser 172T eher als Avantgarde-Modell zu bezeichnen ist.

Natürlich gibt es auch Negatives über den FlexScan L557 zu berichten. So konnte uns die etwas hakelige Aufhängung am Standfuß nicht so ganz überzeugen und auch die leichte Schlierenbildung während des Spielens versetzte unserer Euphorie einen kleinen Dämpfer. So liegt der vom Hersteller angegebene Wert zur Reaktionszeit mit 25ms zwar im grünen Bereich, jedoch muss der Monitor mit einer panelspezifischen Eigenschaft kämpfen, die ihm ein besseres Ergebnis verwehrt. Während die Hersteller in ihren Angaben das Minimum stets angeben, verschweigen sie jedoch oftmals das Maximum, welches bei MVA-Panels leider weit über dem angegeben Wert für die schnellste Schaltzeit liegt. Dies fiel uns bei einem ausführlichen Vergleich zwischen einem TN+ Film-Panel und einem MVA-Panel - beide jeweils mit 25ms Reaktionszeit - auf.

Ähnlich wie beim Fazit des Samsung SyncMaster 172T, fiel es uns auch nicht weiter schwer dem FlexScan L557 den heiß begehrten Hardware-Hammer zu verleihen. So überzeugten uns letztendlich die gebotenen Eigenschaften voll und ganz, so dass wir gerne über die wenigen negativen Eigenschaften hinwegsehen. EIZO hat auch mit diesem Monitor seinen Ruf als Ferrari unter den TFTs verteidigt und präsentiert dieses Modell zudem zu einem Kampfpreis, der bei der gebotenen Leistung seines Gleichen sucht. Jedoch wollten wir dem L557 keinen Preis/Leistungs-Award verleihen, da auch 520 Euro noch immer eine ganze Menge Geld sind und sich nicht jeder ein solches Stück Hardware leisten kann, auch wenn es nicht ganz so exklusiv sein mag wie der SyncMaster 172T aus dem Hause Samsung.

EIZO FlexScan L557
EIZO FlexScan L557

<em>Anmerkung d. Red.: Leider wird uns der SyncMaster 172T für unsere zukünftigen Tests nicht mehr zur Verfügung stehen, so dass von nun an der EIZO FlexScan L557 unsere Referenz im oberen Preissegment darstellt - eine Hürde, an der sich andere TFT-Monitore zukünftig messen werden müssen.</em>

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