2/13 nForce 2 Ultra 400 im Test : EPoX und Leadtek im direkten Duell

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Das K7NCR18D

Mit dem K7NCR18D ProII Deluxe begrüßen wir erstmals ein Mainboard des Herstellers Leadtek in unseren vier Wänden. Nach etlichen Tests der bekannten Marktführer schien es uns an der Zeit zu sein, den Marktüberblick auszuweiten und insbesondere einmal die mit einem guten Ruf bedachten nForce 2 Platinen aus dem Hause Leadtek etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Ob wir diese Reputation unterstreichen können oder abwinken müssen, werden wir auf den kommenden Seiten genauer zu klären versuchen. Vorweg jedoch noch kurz ein Statement aus der damals erschienenen Pressemitteilung:

Mit dem WinFast K 7 NCR 18D Pro II Deluxe Limited Edition wenden wir uns in erster Linie an Modder, die neben höchsten Ansprüchen an die Performance ihrer Bauteile auch auf das Design Wert legen. Wir sind stolz darauf, uns mit dem neuen Board wieder ganz oben in der Performance-Liga zu platzieren. Mit der umfangreichen Liste an Features geht Leadtek mit diesem Board weiter den Weg der multifunktionellen Mainboards, die die Basis für neue digitale Multimediaplattformen bilden.

Lieferumfang

Wie es sich für eine Deluxe Variante in der bereits mehrmals angesprochenen Limited Edition gehört, teilt sich das Mainboard den Verkaufskarton mit einer ganzen Schar an Zusatzkomponenten.

So fliegt einem neben der obligatorischen ATX-Blende zur Anpassung artfremder Tower auch die Slotblende für die digitale Audioausgabe mittels koaxialem SPDIF entgegen. Sicherlich eine reizvolle Ergänzung zum typischen, optischen Ausgang.

ATX-Blende & coaxial, digitaler Ausgang
ATX-Blende & coaxial, digitaler Ausgang

Ein weiteres Accessoir hört auf den kryptischen Namen "WinFast K7NFAL ACR interface multi-function add-on card" und weckte in uns Erinnerungen an die Asus-Beigabe zum nForce der ersten Generation. Denn damals wie heute wird über die im ACR-Format gehaltene Karte einer ganze Fülle an Schnittstellen fernab jeglicher Slotblenden nachgereicht. Im Falle des K7NCR18D Pro2 Deluxe werden drei FireWire-Ports, ein 10/100 MBit/s Netzwerkadapter (3Com), ein digitaler, optischer Dolby AC3 SPDIF sowie Anschlüsse für Rear- und Bass-Channel aus dem Gehäuse geführt. Der optische Ausgang sorgt im übrigen dafür, dass das Board in Zusammenarbeit mit der verbauten MCP-T das SoundStorm-Zertifikat von nVidia erhalten hat und somit offiziell für Dolby Digital 5.1 tauglich erklärt wurde.

ACR-Karte
ACR-Karte
ACR-Karte
ACR-Karte

Auch für den Anschluss interner Laufwerke ist bestens gesorgt. Zwei knallrote AirFlow-Kabel für Laufwerke bis ATA133 respektive Floppy sowie zwei ebenso feuerrote Serial-ATA Kabel und die passenden Serial-ATA-Stromkabel liegen dem Karton bei. Auf das Floppy-Kabel hätte man unsere Meinung nach allerdings zu Gunsten eines zweiten EIDE-Kabels verzichten können. Die Zeiten der USB-Sticks sprechen hier eine deutliche Sprache.

Round IDE Kabel
Round IDE Kabel
Optisches Kabel & SATA-Power-Kabel
Optisches Kabel & SATA-Power-Kabel

Vermisst haben wir allerdings eine Blende für weitere USB-Ports. Zwar besitzt das Mainboard bereits vier fest verdrahtete Buchsen, doch der Peripherie liebende Tester hat an seinem Privat-PC desöfteren mehr Geräte per USB angeschlossen und würde hier schnell vor einem Problem stehen.

Das Bios

Das Bios macht schon auf den ersten Blick einen ausgereiften Eindruck. Der Bootscreen gibt nicht nur Auskunft über CPU- und RAM-Takt, auch der FSB so wie PCI- und AGP-Takt finden Erwähnung. Wie für ein Markenboard üblich verfügt das Board über eine Notabschaltung, die die Temperatur der internen Diode des Athlon XP auslesen kann. Auf die Fähigkeit der Software, das Board auch beim Ausfall eines Lüfters abzuschalten, gehen wir im nächsten Abschnitt noch genauer ein.

Leadtek bewirbt das Leadtek Winfast K7NCR18D ProII Deluxe Limited Edition insbesondere mit einem umfangreichen Angebot für Overclocker. Gerade hier hatte man sich mit den ersten Varianten der nForce 2 Boards keine Freunde gemacht, konnten diese doch als einzige am Markt nicht den Multiplikator der CPU verändern. Und in der Tat stehen dem Benutzer nun fast alle nur erdenklichen Einstellungsmöglichkeiten bereit. Außer der VDimm, die über ein Jumper auf dem Board von 2,6-2,8V justiert werden darf, können alle Veränderungen bequem im Bios vorgenommen werden. So darf der Multiplikator bis zu maximal üblichen 24 geschraubt werden und in einem Test vermochte es das Board ohne Probleme, unserem XP3200+ sowohl den Multi acht als auch den Multi 20 zuzuweisen.

BIOS
BIOS
POST Screen
POST Screen
POST Screen
POST Screen
WCPUID Screenshot
WCPUID Screenshot
WCPUID Screenshot
WCPUID Screenshot

Den FSB kann man auf dem Leadtek-Board zumindest theoretisch auf 300MHz jagen - theoretisch, wohlgemerkt. In einem kurzen Overclocking-Versuch kamen wir stabil allerdings nur bis ca. 215 Mhz bei synchron taktendem Speicher und auch sonst war bei 218MHz in 3D-Anwendungen nichts mehr zu machen. Egal wie der Speicher nun lief. Lediglich bei einer Chipsatzspannung von 1,9Volt konnte das Board zu einem stabilen Betrieb bei 220MHz FSB überredet werden. Auch die restlichen Einstellungen zeigen sich von ihrer besten Seite, sind jedoch für eigentlich jede nForce 2-Platine typisch. Allerdings hatten wir beim 8RDA3+ die Einstellung "Aggressive" beim CPU-Interface vermisst. Das Winfast K7NCR18D ProII besitzt diese Tuning-Option auch weiterhin.

Neben der bereits erwähnten Möglichkeit zur Anhebung der VDimm dürfen im Bios zudem die VCore (maximal 2,0V) und die AGP-Voltage (bis +0,2V) angehoben werden. Eine Funktion zur Anhebung der Chipsatzspannung (bis 1,9V) bietet das Board ab der Bios Version vom 21.07.2003.

BIOS
BIOS
BIOS
BIOS

Und der Vollständigkeit halber noch die restlichen Bios-Screens mit Monitoring und Power-Management Einstellungen.

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