42/43 Server-Mainboards im Test : Asus SK8N vs. MSI K8T Master1-FAR

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Fazit

nVida vs. VIA

Betrachten wir beide Chipsätze und deren Platinen vorerst in Sachen Performance, denn hier fällt ein Fazit relativ leicht. Konnten in den Speichertests beide Parteien ihre Vorteile aufzeigen und entweder in Speicherlatenz oder -bandbreite leicht in Führung gehen, hat das MSI K8T Master1 mit VIAs K8T800 in den darauf folgenden Praxisbenchmarks schlussendlich 20 von 23 für sich entscheiden können. Nur in Lame, den Windows Media Encoder (Audio) und TMPEGEnc konnte das Asus SK8N mit nForce 3 Pro die Führung übernehmen. Wirklich deplatzieren konnte nVidia die auf dem Sockel A so gescholtene Konkurrenz jedoch nicht und wurde selber zwei Mal arg an die Wand gespielt. Der herbe Patzer in Spec, einer Benchmarksuite, die insbesondere die Grafikleistung potenter Workstations simulieren soll, ist für eine auf dieses Segment ausgelegte Platine mehr als ein Schönheitsfehler. Und auch die deutlich schlechtere Packleistung hat einen klaren Beigeschmack.

Versagt haben beide Boards in Sachen ECC, auch wenn uns ob der Tatsache, dass beide Chipsätze das selbe Problem zeigen, obwohl sie eigentlich mit dem Speicher nichts mehr zu tun haben, eher ein Problem im FX-51 vor Augen schwebt. Zum Thema Speicherkompatibilität können wir uns nur eingeschränkt äußern. Zwar standen uns nur zwei verschiedene Module zur Verfügung, diese liefen jedoch ohne zu Murren. Sowieso konnten beide Platinen durch eine hervorragende Stabilität glänzen. Der K8T800 lief bis auf die ECC-Tests ohne einen Aussetzer. Der nForce 3 Pro tat es ihm nach einem Update auf das Bios 1003.003 gleich. Zuvor wollte die Platine das ein oder andere Mal nicht mit DDR400 booten.

Wie wir bereits nach der Analyse der Chipsätze kurz angemerkt hatten, bietet der K8T800 nicht zuletzt dank der eingesetzten Southbridge VT8237 die interessanteren Features. Insbesondere der native Serial ATA-Support und ganze acht USB2.0-Ports sprechen für sich. Dass man es bei VIA beim Hypertransport auf 6,4 GB/s geschafft hat, ist zwar eher als Marketingssieg anzusehen, da die Southbridge auch weiterhin über den 533 MB/s breiten V-Link angebunden ist. Einen leichten Performance-Vorsprung gegenüber der von nVidia gewählten Variante mit 3,6 GB/s konnten wir allerdings doch feststellen (wie in Spec Viewperf gezeigt).

Während VIA den K8T800 jedoch sowohl für den professionellen Einsatz als auch den Heimgebrauch konzipiert hat, wird nVidia mit dem nForce 3 150 eine Alternative vorstellen. Ob diese zumindest für den Otto-Normal-Verbraucher an Attraktivität zulegen kann, wird sich zeigen - auch hier haben wir bereits einen Test in Arbeit. Zumindest in Sachen Sockel 940 scheint man die Fahne vorerst an VIA abgeben zu müssen. Der Sockel A dämmert von der Bühne, die die Welt bedeutet - die Karten werden neu gemischt.

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