7/43 Server-Mainboards im Test : Asus SK8N vs. MSI K8T Master1-FAR

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Layout (Fortsetzung)

Ein Blick auf die Ausgänge des SK8N verdeutlicht, dass man es hier bei Asus trotz der ursprünglichen Auslegung der Platine für den Server-Markt nicht so eng gesehen hat. Neben den üblichen Anschlüssen (2x PS/2, 1x Seriell, 1x Parallel) führt man vier USB 2.0-, ein FireWire- und den LAN-Port nach Außen. Darüber hinaus sorgen LineIn, LineOut und Mikrofon für den richtigen Klang. Gameport und eine zweite, serielle Schnittstelle sucht man indes vergebens und auch eine entsprechende Slotblende ist dem Board nicht beigelegt. Zumindest für den 2. COM-Anschluss ist der Steckplatz auf dem Board jedoch vorhanden. Unter uns: Die Zeiten dieser Art der Datenübertragung sind eigentlich schon seit USB 1.1 gezählt. Die passende Blende für dieses doch recht ungewöhnliche Boardlayout liegt der Platine bei.

Anschlüsse
Anschlüsse

Obwohl der Opteron - und hierfür wurde das SK8N ursprünglich entworfen - eher in Server-Umgebungen sein Zuhause hat, setzt man bei Asus, anders als in der jüngsten Vergangenheit, auf einen normalen AGP-Slot. Den Endanwender wird dieser Umstand jedoch kaum stören, setzen die Grafikkartenhersteller aufgrund der geringern Verbreitung der Pro-Variante doch weiterhin lieber auf einen zusätzlichen Stromanschluss auf der Renderplatine. Zum Grafik-Steckplatz gesellen sich auf dem Board fünf der vom nForce 3 Pro unterstützten sechs PCI-Slots.

Rund um den CrushK8, der zu Gunsten kürzerer Leiterbahnen in der unmittelbaren Umgebung zum AGP-Slot seinen Platz gefunden hat, tummeln sich eine ganze Reihe an Zusatzchips, die die Feature-Liste des SK8N trotz den eher mageren Chipsatz-Voraussetzung dann doch noch gehörig aufmöbeln. Zum einen wäre da der FireWire-Controller aus dem Hause Texas Instruments, der die zwei optionalen Ports des nForce 3 Pro bereit stellt. Neben dem fest verdrahteten kann der zweite Anschluss mittels beigelegter Blende jeder Zeit nachgerüstet werden.

nForce 3 Pro
nForce 3 Pro
Texas Instruments FireWire
Texas Instruments FireWire
USB-Port
USB-Port

Neben dem fünften PCI-Slot befindet sich der altbekannte Serial-ATA Chip PDC20378 aus dem Hause Promise. Der Promise Serial ATA150 Raid-Controller erlaubt zumindest theoretisch den Raid 0/1 Betrieb von zwei Serial-ATA Festplatten. Zusätzlich führt der Raid-Controller noch einen weiteren ATA133 IDE-Port nach außen, der es erlaubt, ein Raid aus IDE- und Serial-ATA Festplatten aufzubauen. Der Promise ATA133 IDE-Anschluss unterstützt aber nur den Betrieb einer einzigen IDE-Festplatte als Master. Eine Master-Slave-Konfiguration, wie man sie von normalen IDE-Ports kennt, ist hier nicht möglich. Im Raid 1 kann die ATA133 IDE-Festplatte mit einem beliebigen der zwei zur Verfügung stehenden S-ATA Anschlüsse verbunden werden. Ein Raid 1 Array darf jedoch nur aus entweder zwei S-ATA Festplatten oder aber einer S-ATA Festplatte und einer IDE-Festplatte bestehen! Entscheidet man sich für Raid 0, können sogar drei Festplatten (2x S-ATA und 1x ATA133) im Array betrieben werden. Im späteren Review sollten wir hier jedoch vor eine vorerst nicht zu überspringende Hürde laufen.

Promise-RAID
Promise-RAID

Die Lage des Floppy-Anschlusses haben wir schon in der Vergangenheit oftmals bemängelt, da sich hier insbesondere in Big-Towern schnell das Kabel als zu kurz erweist. In Zeiten der Brenner und USB-Sticks sehen wir dieses Randproblem jedoch als wenig tragisch. Dafür hat Asus das Bios nicht fest verlötet sondern gesockelt, was im Notfall eine Menge Geld sparen kann. Der Anschluss für die USB-Ports Fünf und Sechs befindet sich ebenfalls am Platinenende. Eine Slotblende liegt hier leider nicht bei - Schade. Den CMOS-Clear hat Asus mit einem Platz zwischen Battery und 3. EIDE-Port ungünstig platziert. Nur mühsam ist der kleine Jumper dort zu erreichen.

Promise EIDE-Kanal
Promise EIDE-Kanal
Gesockeltes Bios
Gesockeltes Bios

Die Ausgabe des AC'97-Sound übernimmt auf dem SK8N der altbekannte Realtek ALC650, der mit akzeptabler Leistung und niedriger Prozessorbelastung durchaus eine gute Figur macht. Auch der Netzwerkcontroller stammt aus dem selben Haus.

Realtek ALC650
Realtek ALC650
Realtek-LAN
Realtek-LAN

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