2/12 Vorschau auf nVidias GeForce FX5950 Ultra : Höhere Taktraten und sonst?

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Die FX5950 Ultra

Wie schon in der Einleitung erwähnt, taktet der Chip der Karte im Vergleich zum nV35 auf der FX5900 Ultra mit 475MHz wieder etwas höher und kommt damit schon sehr nah an die Bestmarken von FX5800 Ultra und Radeon 9600 XT, die jeweils 500MHz bieten, heran.

GeForce FX 5950
GeForce FX 5950
GeForce FX5950 RAM-Kühler
GeForce FX5950 RAM-Kühler
GeForce FX5950 Rückseite
GeForce FX5950 Rückseite

Wie auf den Bildern zu sehen, kommt hierzu wieder eine Kühlung zum Einsatz, die an das vielgescholtene FX-Flow der FX5800 Ultra, auch bekannt als 'Der Fön', erinnert. Hier hat man bei nVidia aber seine Lektion gelernt und obwohl nicht völlig geräuschlos, dreht der Lüfter von Delta Electronics, der mit maximal 2900 Umrehungen pro Minute bei 38dB(A) spezifiziert ist, doch verhältnismäßig gesittet seine Runden und ging während unseres Tests nie auf volle Laufstärke, soweit das mittels Hörprobe zu sagen ist. Auf jeden Fall kein Vergleich zum lärmenden FX-Flow der FX5800 Ultra, sogar die recht leisen Lüfter einiger FX5900-Modelle wirken lauter.

nV38 vs nV30 II
nV38 vs nV30 II
nV38 vs nV30 Slotblenden
nV38 vs nV30 Slotblenden
nV38-Lüfter
nV38-Lüfter
GeForce FX5950 Kühlsystem
GeForce FX5950 Kühlsystem
GeForce FX5950 GPU-Kühler
GeForce FX5950 GPU-Kühler

Die Luft wird, wie beim FX-Flow, von ausserhalb des Gehäuses mittels des geregelten Radiallüfters angesogen, durch das Führungsteil aus transparentem Plastik über den an die sog. skived fin-CPU Kühler erinnernden Kühlkörper geführt und in das Gehäuse verteilt. Leider wird für diese Bauweise noch immer der Platz des ersten PCI-Slot benötigt, so dass man die FX5950 Ultra in beengten Barebone-Gehäusen oftmals nicht unterbringen kann, obwohl das Kühlprinzip optimal dafür geeignet wäre.

nV38 vs nV30 Vogelperspektive
nV38 vs nV30 Vogelperspektive
GeForce FX5950 Rückseite II
GeForce FX5950 Rückseite II
nV38 Vorderseite ohne Aufbau
nV38 Vorderseite ohne Aufbau
Hynix 2ns-BGA-RAM
Hynix 2ns-BGA-RAM

Auch die 256MB verbauten RAMs werden gekühlt, allerdings mittlerweile durch entkoppelte Kühlbausteine. Auf der Rückseite kommt der schwarze, schon von der FX5900 Ultra bekannte, RAM-Kühler zum Einsatz, der einen großen Teil der Fläche einnimmt.

Vorderseits ist ein nVidia-grünes Kühlblech verschraubt, welches nach oben hin noch einmal um 90° abgewinkelt ist und damit quasi ein Dach für die restliche Kühlkonstruktion bildet. Inwieweit dies nur der Optik dient oder ob realer Nutzen dahinter steckt, wird die Adaption der Boardhersteller zeigen.

Da der Kühler verschraubt war (und leider dem Vorbenutzer unseres Testsamples eine der Schrauben abhanden gekommen zu sein scheint), war es relativ einfach und risikolos, die gesamte Konstruktion bis auf den eigentlichen Kühlkörper zu demontieren.

Zum Vorschein kam Hynix-BGA-RAM mit einer spezifizierten Zugriffszeit von 2,0ns, was 500MHz entspricht. Getaktet auf 475MHz (DDR) ergibt sich bei einem Speicherinterface von 256Bit Breite eine nominelle Transferrate von 30,4GB/s - neuer Rekord!

BIOS vom nV35?
BIOS vom nV35?
BIOS vom nV30!
BIOS vom nV30!
Boot-Screen mit nV35-BIOS
Boot-Screen mit nV35-BIOS

Ein Aufkleber auf der Karte, der die BIOS-Revision zu bezeichnen schien, machte uns indes etwas stutzig. Die Nummer 04.35.20.32.16 kam uns zunächst wie ein Fehler vor, da sie stark auf ein nV35-BIOS, zu erkennen an der zweiten Zweiergruppe, hindeutet. Zum Vergleich noch ein Foto des BIOS-Aufklebers auf der FX5800 Ultra. Ein Shot des Boot-Screens brachte jedoch Gewissheit: Das BIOS scheint wirklich keine große Anpassung seit dem nV35 benötigt zu haben oder nVidia bricht seit kurzem ihre eigene Nomenklatur.

TV-In-Chip von Phillips
TV-In-Chip von Phillips
nV38 vs nV30 II
nV38 vs nV30 II
nV38 Vorderseite ohne Aufbau
nV38 Vorderseite ohne Aufbau

Zum Abschluß der Foto-Session noch ein kurzer Blick auf den, wie üblich durch einen Phillips-Chip (SAA7108AE) realisierten, TV-In, mit dem - ebenfalls üblich - das Referenzmodell ausgestattet war. Der TV-Out wird seit der FX-Serie bei nVidia durch einen internen Encoder übernommen, der in ähnlicher Form auch schon in der GeForce4 MX-Reihe zu finden war und der qualitativ gegenüber den externen Chips enorm zugelegt hat.

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