29/30 5950/5700 Ultra gegen 9800/9600XT im Test : Rendern um den Gabentisch

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Fazit

nVidia

Von drauß', vom Walde komm ich her und ich muss euch sagen, dass uns die finalen Entscheidungen letztendlich wieder recht schwer gefallen sind. Um bei dieser Masse an verglichenen Grafikkarten den Überblick zu behalten, entschieden wir uns auch dieses Mal dafür, das Fazit in zwei separate Teile zu teilen. Nachdem wir ja im Vorfeld bereits auf den Kampf der einzelnen Grafikchips eingegangen sind, wollen wir nun die Karten untereinander vergleichen. Den Anfang machen die Produkte aus dem Hause nVidia.

Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra
Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra

Mit der Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra erreichte uns ein wahrlich gewichtiges Stück Hardware. Entgegen vieler Konkurrenten entschied sich InnoVision für das Referenzdesign von nVidia und wird mit dieser Entscheidung sicherlich die Lager spalten. Design hin oder her. Das, was letztendlich übrig bleibt und zählt, ist die Performance dieser Grafikkarte. Wie auch die anderen GeForce FX 5950 Ultra-Karten kann die Tornado FX vor allem in älteren Spielen gegenüber der Konkurrenz von ATi überzeugen. Schaltet man Anti-Aliasing oder anisotrope Filterung hinzu, so verliert sie überdurchschnittlich viel Performance und auch die Shaderleistung spricht eine deutliche Sprache. Trotz alledem ist die Inno3D Tornado GeForce FX 5950 Ultra eine höllisch schnelle Grafikkarte, die auch beim Lieferumfang durchaus überzeugen kann. Die Konkurrenz bietet hier zwar oftmals mehr, aber auch zu einem höheren Preis.

Leadtek WinFast A380 Ultra TDH
Leadtek WinFast A380 Ultra TDH

Hardware-Hammer Die Leadtek WinFast A380 Ultra TDH konnte vor allem aufgrund ihrer innovativen Kühlung punkten. Diese ist mit einem Geräuschpegel von unter 30db alles andere als laut und somit auch ohne weiteres für das eine oder andere Silent-System zu gebrauchen. Es muss also nicht immer passiv sein, denn auch verhältnismäßig große Lüfter können bei niedrigen Umdrehungszahlen genug Luft befördern, um selbst eine GeForce FX 5950 Ultra im Zaum zu halten. Weiterhin gab es auch an der Performance wenig zu meckern. Wie alle anderen Grafikkarten dieses Typs konnte die Leadtek WinFast A380 Ultra TDH durch ihre sehr gute Rohleistung überzeugen, hat bei der Shaderperformance gegenüber der Konkurrenz allerdings klar das Nachsehen. Gegenüber der Konkurrenz kann sie zudem noch mit einem relativ niedrigen Preis von rund 440 Euro auf sich aufmerksam machen und verfügt dennoch über einen ansehnlichen Lieferumfang, der kaum einen Wunsch offen lässt. Aufgrund der sehr guten Kühlleistung und der durchaus guten Spieleperformance verleihen wir der WinFast A380 Ultra TDH den Hardware-Hammer im nVidia-Lager.

AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra
AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra

Die AOpen Aeolus GeForce FX 5700 Ultra könnte für nVidia-Fans durchaus eine gute Wahl darstellen. Sie verbindet gute Performance mit einem akzeptablen Preis, der aber leider immer noch über dem Niveau der ATi Radeon 9600 XT liegt. Gegenüber der getuneten GeForce FX 5700 Ultra von Gainward verliert das Modell von AOpen zwar etwas, ob dieser Vorsprung den Mehrpreis allerdings wert ist, muss jeder für sich selbst klären. Leider bietet AOpen dem Kunden nur einen sehr spärlichen Lieferumfang, der jedoch in etwa mit dem der Gainward-Karte zu vergleichen ist. Die Konkurrenz von ATi bietet hier oftmals mehr und dies zu einem günstigeren Preis. Den recht hohen Preis von rund 210 Euro können wir uns eigentlich nur durch den schnellen und teuren DDR2-Speicher erklären. Trotz alledem bietet AOpen mit der Aeolus GeForce FX 5700 Ultra eine durchaus gute Grafikkarte mit einer absolut überzeugenden Performance, leider aber mit einer relativ schlechten Shaderleistung. Hinter der Zukunftssicherheit einer GeForce FX 5700 Ultra steht also weiterhin ein großes Fragezeichen, das vor allem von einer überarbeiteten DirectX 9.1 Version abhängt, die auch den Shadercode von nVidia beschleunigt.
Update: Ein DirectX9.1 wird es nach derzeitigem Stand der Dinge nicht geben und die FX-Serie wird darauf angewiesen bleiben, daß die Entwickler zumindest den aktuellen MS-Compiler verwenden, der 2.X-Shaderprofile generieren kann. Für wirklich optimale Ausnutzung der Hardware muss aber wohl gute alte Handarbeit herhalten.

MSI GeForce FX 5950 Ultra
MSI GeForce FX 5950 Ultra

Hardware-Hammer Unter den schnellsten GeForce FX-Karten nimmt die MSI GeForce FX 5950 Ultra wohl eine ganze besondere Position ein. Nicht zuletzt dank ihrer sehr opulenten und schicken Kühllösung kann diese Grafikkarte nicht nur optisch Punkte gut machen. So bringt die von MSI entwickelte D.O.T.-Funktion das letzte Extra an Performance gegenüber den zahlreichen Konkurrenten und verhilft der MSI-Grafikkarte zum ersten Platz unter den nVidia-Karten. Auch der umfangreiche Lieferumfang ist immer wieder eine gern gesehen Beilage, die unsere Entscheidung sicherlich mit beeinflusst hat. Leider spiegelt sich diese Exklusivität auch im Preis nieder. Satte 550 Euro muss man für die MSI GeForce FX 5950 Ultra ausgeben. Ob die Grafikkarte diesen Preis wert ist, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden. Wir waren jedoch von dem Gesamtkonzept der MSI-Grafikkarte durchaus beeindruckt - in Zeiten der Referenz-Design-Adaptionen einer der wenigen Lichtblicke. Unsere Euphorie wurde allerdings von der im Vorfeld bereits beschriebenen Kollision zwischen dem rückseitigen Lüfter und dem Northbridge-Kühler gebremst. Hier sollte man im Voraus klären, ob beim eigenen Mainboard Probleme auftreten könnten.

Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960
Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960

Die schnellste GeForce FX 5700 Ultra in unserem Test kam aus dem Hause Gainward. So hat man es wieder einmal geschafft, sich mit einer vom Hersteller subventionierten Übertaktung von der Konkurrenz abzuheben und die Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 zu einer der schnellsten Mittelklasse-Grafikkarten auf dem Markt zu machen. Leider hat dieses Plus an Leistung auch seinen Preis, da die 5700 Ultra aus dem Hause Gainward mehr kostet als die Grafikkarten der Konkurrenz. Dennoch stellte die Gainward FX PowerPack! Model Ultra/960 dank ihrer 500 MHz Speichertakt einen neuen Speicherbandbreiten-Rekord in der Mittelklasse auf und konnte vor allem in OpenGL-Anwendungen und durch eine sehr hohe Rohleistung glänzen. Wie alle 5700 Ultras verliert auch dieser Kontrahent leider unter Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung viel Performance und muss sich oftmals einer Radeon 9600 XT geschlagen geben. Auch die schlechte Shaderleistung sollte nochmals erwähnt werden, ist sie doch für die Zukunft sehr wichtig. Auch der gebotene Lieferumfang präsentierte sich im Hinblick auf den recht hohen Preis recht spartanisch und hinterlässt einen faden Beigeschmack.

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