6/8 Vier MP3-Player im Test : Zwergenaufstand für die Hosentasche

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Fakten, Fakten, Fakten

Bevor wir nun die letzten Abschnitte noch einmal Revue passieren lassen, noch einige Angaben im direkten Vergleich. Letztendlich sind es doch die kleinen Vorteile, die ein Produkt gegenüber den Konkurrenten hat, die das Waagschälchen in die eine oder andere Richtung kippen lassen. Der Drang nach immer höher, schneller, weiter bestimmt in vielen Lebenslagen unsere Entscheidungen. Auch wenn es manchmal nur ein paar MHz, FPS oder auch Sekunden sind, so sind es doch Faktoren, denen wir uns nicht verschließen können. Weltbewegende Unterschiede darf man bei unseren Kandidaten natürlich nicht erwarten, jedoch einige ernüchternde Ergebnisse.

Die jeweilige Testreihe begann immer mit dem Formatieren der Kontrahenten, um immer gleiche Voraussetzungen zu schaffen. Danach wurden 30 ausgesuchte Musikdateien im MP3 Format per Drag&Drop auf den Stick kopiert. Hierbei handelte es sich um einen typischen Mix aus verschiedenen Qualitäten, die meisten davon mit 128 kbps kodiert, einige mit 192 kbps. Eine höhere Bitrate macht wenig Sinn, da man den Unterschied nicht hört, wenn man die Player in ihrer zugedachten Umgebung benutzt, nämlich beim Sport, auf der Strasse, in der Bahn oder ganz einfach zu Hause im Garten. So kamen wir auf knapp 2:10 Stunden Musik und 121 MB, die wir auf dem jeweiligen Medium unterbringen mussten.

Hier hat eindeutig der Boom'n Pro die Nase ganz weit vorne, er schaffte es als einziger die Dateien in einer Zeit unter drei Minuten zu kopieren. Während der MSI Megastick1 und der InnoAX identische Werte lieferten, war in dieser Disziplin der MuVo NX abgeschlagen.

Übertragungszeit
Angaben in Minuten, Sekunden
    • Z-Cyber
      2:56
    • Megastick1
      3:15
    • InnoAX
      3:15
    • MuVo NX
      3:22

Nach dem Überspielen wurden sämtliche Geräte mit neuen Batterien ausgestattet. Da es sich um einen Vergleichstest handelt, haben wir ganz normale Billigbatterien aus dem Baumarkt Mikro AAA LR03 mit 1,5V genutzt. Auf längere Sicht bleibt der Erwerb von wiederaufladbaren Akkus sicherlich die bessere Alternative.

Dann wurden die MP3 Sticks alle angeschaltet und in den Wiedergabemodus versetzt. Erstaunlich und ernüchternd zugleich ist, dass Ergebnis der Abspieldauer ausgefallen. Ist in den jeweiligen Spezifikationen noch die Rede von elf, zwölf oder gar dreizehn Stunden, zeigt die Praxis dort Werte, die diese Versprechungen nicht einmal annähernd erfüllen.

Abspielleistung
Angaben in Stunden, Minuten
  • Mit H&H MKZ Premium:
    • Z-Cyber
      4:08
    • Megastick1
      4:09
    • InnoAX
      4:25
    • MuVo NX
      4:34

Da wir das nicht so ganz nachvollziehen und glauben konnten, haben wir den gleichen Test mit anderen Batterien durchgeführt, die mehr als das doppelte der Billigvariante kosten. Und die ernüchternde Erkenntnis, es hat sich gelohnt. Man soll eben doch nicht am falschen Ende sparen, denn dieses Mal erfüllten die Player die Vorgaben der Hersteller. Eigentlich hatten wir hier den InnoAX iMX-100 ganz weit vorne erwartet, hat er doch kein Display mit Strom zu versorgen. Aber er musste sich durch den MuVo NX geschlagen geben, der das größte Durchhaltevermögen besaß.

Abspielleistung
Angaben in Stunden, Minuten
  • Mit VARTA High Energy:
    • Z-Cyber
      10:48
    • Megastick1
      10:51
    • InnoAX
      11:33
    • MuVo NX
      11:57

Zu guter Letzt haben wir noch einen Schreib/Lesetest mit SiSoftware Sandra durchgeführt. Auch hier ernüchternde Ergebnisse. So richtig schnell sind die Sticks nicht, aber das ist ja auch nicht ihr primärer Auftrag. Fast alle liegen gleichauf, nur der Boom'n Pro ragt bei den Schreibvorgängen etwas heraus. Das ließ aber auch schon die Übertragung der MP3 Dateien erahnen.

Read/Write Angaben
  • Read:
    • MuVo NX
      887
    • Megastick1
      887
    • InnoAX
      887
    • Z-Cyber
      887
  • Write:
    • Z-Cyber
      444
    • MuVo NX
      410
    • Megastick1
      410
    • InnoAX
      410

Man sollte diesem Test aber nicht zuviel Gewicht beimessen. Wer nur Daten übertragen will, der sollte dann doch lieber zu einem reinen USB Stick greifen. Wir haben ja schon einige dieser nützlichen Helfer bei ComputerBase unter die Lupe genommen.

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