2/5 Wärmeleitpasten im Test : Neun Mal Hokuspokus oder Heilsbringer im Vergleich

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Die Testkandidaten (Fortsetzung)


CoolerMaster Premium
Die dunkelgraue, mit 8,50 Euro für gerade einmal 1,6 g teuerste Paste im Testfeld ist auch gleichzeitig die zäheste. In der Packung findet sich neben einem Kunststoffspachtel in Form einer Kreditkarte noch ein Aufkleber, der Masken für Sockel A (370 & 7) sowie Sockel 423, also den alten P4 Willamette, trägt. Diese sollen auf dem Kühler aufgeklebt und anschliessend mit der WLP zugespachtelt werden. Nun zieht man den Aufkleber / die Maske ab, und zurück bleibt die WLP auf dem Kühler. Der Sinn dieser Massnahme bleibt uns allerdings verschlossen, schließlich sollte man die CPU nicht mit WLP zuspachteln. Desweiteren ist die Premium zu zäh, um sie mit dem Spachtel gleichmässig verteilen zu können. Die Spritze hat einen etwas größeren Durchmesser, als bei Arctic Silver oder Titan, was die Dosierung erschwert. Die Konsistenz erinnert eher an Fensterkitt, denn an Wärmeleitpaste. Dementsprechend ist auch die Handhabung und Verarbeitbarkeit relativ miserabel: Ob mit dem Finger oder dem mitgelieferten Spachtel, es ist ausgesprochen schwierig sie gleichmässig und dünn zu verteilen.

CoolerMaster High Performance
Diese weiße Paste kostet 3,40 Euro für 2,0 g Inhalt. In der Packung finden sich neben der Paste ebenfalls Masken und ein Kunststoffspachtel, wie schon bei der Premium. Im Gegensatz zur Premium funktioniert die Verteilung mit Hilfe der Maske ausgezeichnet, allerdings viel zu großflächig und auch zu dick. Die Spritze ist für eine exakte Dosierung zu groß, dafür lässt sich die Paste perfekt verteilen. Ein Klecks auf die CPU genügt auch hier, die Verteilung übernimmt der Kühler.

CoolerMate CNT-TCP
Mit 3,90 Euro für 1,5 g ist die silberfarbige CoolerMate die zweitteuerste Paste im Test. Ihre ebenfalls recht große Spritze erschwert ihre Dosierung stark. Dafür lässt sie sich sehr gut verteilen, ihre Konsistenz ist der Titan ähnlich.

OCZ Ultra²
Die silberne OCZ Ultra gehört mit etwa 5,00 Euro für 3,0 g in das mittlere Preissegment des Testfeldes. Die sehr große Spritze lässt sich denkbar schlecht dosieren. In Farbe und Konsistenz ist sie der Titan recht ähnlich.

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