4/8 Vier S-ATA Festplatten im Test : Samsung, WD, Seagate und Maxtor im Vergleich

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Testsystem

Um den Festplatten auf den Zahn zu fühlen, haben wir uns als Testplattform für einen Intel i865PE-(Springdale-)Chipsatz mit ICH5/R entschieden. Im Gegensatz zu onboard Controllern oder PCI-Steckkarten besteht hier nicht der Flaschenhals des PCI-Bus' mit seiner Bandbreite von 133 MByte/s. Die ICH5/R unterstützt S-ATA nativ und ist mit einer Bandbreite von 266 MByte/s an die Northbridge und damit den Memorycontroller angebunden. Vor allem beim Burstlesen direkt aus dem Cache der Festplatte kann das schon zu Leistungssteigerungen führen. Ganz interessant wird dies dann beim Thema RAID-Verbund, wo schon mal mehr als 130 MByte/s übertragen werden können. Die nötige Systemfestplatte wird als P-ATA Festplatte ebenfalls an die ICH5/R angeschlossen, behindert den S-ATA Controller dadurch jedoch nicht.

Benchmarks

Neben den bisher eingesetzten Benchmarkprogrammen haben wir zusätzlich den HDD-Test des PCMark04 und das recht neue HD-Tune 1.00 benutzt. Nicht dokumentierte Kontrollmessungen wurden mit HD-Tach 2.70 und h2benchw durchgeführt. Letzteres wird auch während der Lautstärkemessungen genutzt, genauer der enthaltene Test der Zugriffszeiten. Die Temperaturmessungen werden per HD-Tune 1.00 bzw. Motherboard Monitor durch Auslesen der Smartwerte vorgenommen. Das AAM (Automatic Accoustic Managment) der Festplatten wurde, sofern möglich, auf den Wert „254“ gesetzt, was der schnellsten Stufe entspricht.

Nach einigen Anregungen aus dem Forum haben wir auch einen praxisnahen Test durchgeführt: Der komplette Inhalt einer Windows XP SP1 CD wurde auf die Systemfestplatte kopiert. Das sind 6.606 Dateien in 141 Ordnern, die zusammen 513 MB belegen. Als Erstes wurden diese Dateien von der P-ATA Systemplatte auf die leere Testplatte kopiert und die benötigte Zeit gemessen. Dann wurde auf der Testplatte ein neues Verzeichnis angelegt und die Dateien aus dem ersten in das zweite Verzeichnis kopiert, sprich auf den Testkandidaten. Wie auch bei allen anderen Tests führen wir diesen dreimal durch und mitteln die gemessenen Werte. Dadurch fallen besonders gute oder schlechte Werte (Ausreißer) sofort auf und verfälschen die Testergebnisse nicht.

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