9/11 Die Grundlagen zu 925X und 915 Express : Zu modern für das Hier und Jetzt?

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Graphics Media Accelerator 900

Auch an der integrierten Grafik des i915G und i915GV hat Intel kräftig gearbeitet und so bietet der „Intel Graphics Media Accelerator 900“ (GMA 900) erstmals DirectX 9 Hardwarebeschleunigung in einer integrierten Grafikeinheit. OpenGL 1.4 wird ebenfalls hardwareseitig unterstützt. ATi beispielsweise unterstützt im intergrierten Sektor bisher „nur“ DirectX 8.1, nVidia gar nur DirectX 7. Mit einer zusätzlichen ADD2 (Advanced Digital Display 2) Karte ist nun auch unabhängiges Dual-Display möglich. Diese Karte wird in den PCI Express x16 Slot gesteckt und ermöglicht den Herstellern bei einem einfachen Design des Mainboards die Unterstützung für viele verschiedene Display-Optionen. Beispielsweise nur für CRT, DVI, CRT und TFT, S-Video TV-Out und viele andere Kombinationsmöglichkeiten. Eine Unterstützung für 16:9 Auflösungen fehlt Intels Lösung ebenso wenig wie für HDTV-Displays, so dass man für jeden Monitortyp gerüstet ist.

Intel selbst gibt den Faktor des Leistungszuwachses etwa im 3DMark 2001 SE mit etwa 1,5 an.

Die Speicherverwaltung der integrierten Grafik hört bei Intel auf den Namen „Dynamic Video Memory Technology“ (DVMT) und sorgt dafür, dass der Großteil des Speichers den generellen Programmen des Systems zur Verfügung steht, die Grafikeinheit jedoch jederzeit auf zusätzlichen Grafikspeicher zugreifen kann, wenn es verlangt wird.

Intern arbeitet der Intel GMA 900 mit einem 256-bit breiten Pfad, der bis zu acht Texturen pro Pixel in einem einzigen Durchgang für realistische Oberflächen oder atmosphärische Effekte ermöglicht. Techniken wie Pixel Shader 2.0, Volumetric Textures, Shadow Maps, Two-Sided Stencil und Slope Scale Depth Bias sind dem Intel GMA 900 ebenfalls keine Fremdworte.

Zur besseren Übersicht sei auch hier wieder eine Tabelle genutzt, welche die Features der letzten integrierten Grafikeinheiten von Intel gegenüberstellt:

Intels integrierte Grafik im Vergleich
Features/
Spezifikationen
Intel 845G Intel 865G Intel 915G
DirectX DirectX 7.1 DirectX 7.1 DirectX 9
OpenGL Version 1.2 1.3 1.4
Kerntakt 200 MHz 266 MHz 333 MHz
Pixel pro Takt 1/Takt 1/Takt 4/Takt
Single Texture
Fill Rate
200 MT/s 266 MT/s 1,3 GT/s
Display Pipe Single Single Dual Independent
Grafikspeicher
(maximal)
64 MB 64 MB 224 MB
Speicherbandbreite
(maximal)
2,1 GB/s 6,4 GB/s 8,5 GB/s
Display Unterstützung RGB, DVI,
Composite, S-Video
RGB (QXGA), DVI,
Composite, S-Video
RGB (QXGA), DVI,
HDTV (1080i, 720p),Composite,
Component, S-Video
Max. Auflösung QXGA 60 Hz QXGA 60 Hz QXGA 85 Hz

Anbei stellen wir noch einmal die veränderten 3D-Features des i915G im Vergleich zu Intels letztem integrierten Grafikchip, dem i865G mit Intels Extreme Graphics 2, gegenüber. Dass wir in diesem Bericht nicht auf die Theorie jedes einzelnen Features eingehen können, bitten wir zu entschuldigen. Es soll in diesem Artikel jedoch eher auf die Theorie hinter den Chipsätzen und nicht um die Funktionsweise einzelner Grafikfeatures gehen. Dies würde den Rahmen bei weitem sprengen.

3D Unterstützung im Vergleich
3D Grafik Features Intel 865G Intel 915G
Pixel Shader Nicht unterstützt Pixel Shader 2.0
(hardwareseitig)
Vertex Shader Nicht unterstützt Vertex Shader
(softwareseitig)
Transform and Lighting per Software mittels DirectX per Software mittels DirectX
DirectX DirectX 7 DirectX 9
OpenGL Unterstützung OpenGL 1.3 OpenGL 1.4
Shadow Maps Nicht unterstützt hardwareseitig
Volumetric Textures Nicht unterstützt hardwareseitig
Slope Scale Depth Bias Nicht unterstützt hardwareseitig
Two-Sided Stencil Nicht unterstützt hardwareseitig

In der Theorie hat sich somit einiges getan, doch ob diese Vorteile auch in die Realität umgesetzt werden können, müssen unsere Benchmarks zeigen. Und eines ist am heutigen Tage erneut sichergestellt: Jede Menge Tests zu Intels neuen Plattformen, so dass wir auf eine Vielzahl von Vergleichswerten zurückgreifen werden können.

Eins darf jedoch trotz aller Änderungen und Verbesserungen nicht vergessen werden. Intels integrierte Grafik ist nach wie vor keine Konkurrenz zu den absoluten High-End Grafikkarten der neuesten Generation und als solche auch nicht ausgelegt. Der Fokus liegt weiterhin im Office-Bereich mit mehr Hang zum Wohnzimmer-PC, der als integrierte Lösung den leisen und zuverlässigen Betrieb eines Multimedia-PCs ermöglicht, der für das ein oder andere Spielchen gerüstet ist. Das primäre Einsatzgebiet liegt dennoch nicht im 3D-Sektor.

Seit jeher sind die integrierten Chipsätze aus dem Hause Intel das stärkste Zugpferd mit den höchsten Absatzzahlen. Nicht von ungefähr liegt Intel bei den Verkaufzahlen von Grafikchips noch vor nVidia und ATi. Der Hauptabnehmer, die Industrie, benötigt in den meisten Fällen keine hoch entwickelten Grafikchips und setzt deshalb auf integrierte Lösungen, meistens von Intel. Im Zuge von Longhorn scheint für das wohl auch weiterhin begehrte Microsoft-Logo allerdings ein wenig mehr an Features und Leistung gefragt, worauf Intel mit dem i915G bereits jetzt reagiert.

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