2/6 Antec P160 Midi-Tower im Test : Ein Gehäuse aus feinstem Aluminium

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Ausstattung außen

Fangen wir gleich bei an der Oberseite der Frontpartie mit unserer Rundreise um das Gehäuse an: beim Portkit. Neben den schon erwähnten Anschlüssen befinden sich hier oben der Ein/Aus- und der Reset-Taster. Beide Schalter sind zwar nach innen gewölbt, so dass man sie mit den Fingern auch blind gut ertasten kann, allerdings ansonsten nicht gegen versehentliche Betätigung geschützt. Steht der Tower unter dem Schreibtisch, ist so schnell mit dem Knie einer der genannten Taster betätigt. Links neben dem Ein/Aus-Taster befinden sich die beiden LEDs für die HDD (rot) und Power (grün). Die zentral angeordnete Temperaturanzeige wechselt automatisch alle drei Sekunden zwischen den beiden Sensoren. Zwei rechts neben der Anzeige befindliche LEDs zeigen an, welcher Sensor gerade angezeigt wird. Welcher Sensor zu welcher LED gehört, muss leider ausprobiert werden; die Kabel der Sensoren sind nicht weiter gekennzeichnet. Im Inneren des Gehäuses befindet sich noch ein zusätzlicher Schalter, mit dem die Anzeige zwischen °Celsius und °Fahrenheit umgestellt werden kann. Der Clou des Portkits ist jedoch die Möglichkeit, es um 45° zu schwenken. Steht der Tower auf dem Tisch, zeigt das Portkit nach vorne, steht der Tower unter dem Tisch, kann man das Portkit um besagte 45° nach oben schwenken. Das Portkit rastet in diesen Positionen ein, erst nach dem Betätigen eines kleinen Hebels auf der linken Seite läßt sich das Portkit verstellen.

Frontblende oben
Frontblende oben

Unter dem Portkit befinden sich die Schächte für die 5,25"-Laufwerke. Zwei dieser Schächte sind mit so genannten „Stealth“-Blenden ausgerüstet. Damit wird das dahinter befindliche Laufwerk komplett verdeckt, eine aufwändige Lackierung der Laufwerksblende als Anpassung an das Gehäuse kann so entfallen. Auch die Lautstärke der Laufwerke wird so geringfügig reduziert. Antec verbaut je zwei Tasten in diesen Blenden und mit unseren beiden optischen Laufwerken kam es zu keinen Problemen im Testbetrieb. Um die Status-LEDs der Laufwerke sichtbar zu machen, die ja jeder Laufwerkshersteller anders platziert, hat man beim P160 einfach einen klaren Plexiglasstreifen integriert, durch den die LEDs sichtbar werden. Die beiden weiteren Laufwerksblenden sind normale Blenden, wie sie auch bei anderen Gehäusen eingesetzt werden. Sie sind eingeklippt, lassen sich aber erst nach der Demontage der Frontblende abnehmen.

Auch bei den beiden externen 3,5"-Laufwerksblenden setzt Antec zumindest bei einer auf eine „Stealth“-Blende. So kann sich die Floppy hinter dieser Blende gut verstecken, ohne, dass die Funktion eingeschränkt wird. Damit der Blick des Benutzers ohne den Einbau eines Floppy-Laufwerks nicht ungehindert in das Innere des Gehäuses dringt, befindet sich hinter ihr noch einen weitere Blende. Auch der Geräuschpegel aus dem Inneren des Rechners nach vorne wird so wirkungsvoll reduziert.

Im unteren Drittel des Gehäuses befinden sich drei Öffnungen in Form von „Langlöchern“, hinter denen ein Filter das Eindringen von Staub verhindert. Für diese Öffnungen hat sich Antec noch etwas Besonderes einfallen lassen. So befinden sich oben auf der Innenseite jeweils eine blaue LED, die nach unten strahlt und das untere Ende der Öffnungen ist mit einer verchromten Lasche versehen, die das blaue Licht der LEDs nach vorne streut. Dadurch entsteht ein interessanter Leuchteffekt, der allerdings durch einfaches Weglassen der Stromverbindung ausgeschaltet werden kann.

Frontblende unten
Frontblende unten
Innenseite Frontblende
Innenseite Frontblende
Staubfilter ausgebaut
Staubfilter ausgebaut

Um den bereits angesprochenen Luftfilter reinigen oder wechseln zu können, muss die Frontblende komplett entfernt werden. Jedoch ist sie nicht verschraubt sondern wird mit Kunststoffhaltern am Gehäuse festgehalten. Um ein einfaches Abziehen zu verhindern, ist an der Frontblende vorne zentral eine Öse angebracht, die in das Gehäuseinnere ragt. Ist die linke Seitenwand des Gehäuses geschlossen, schiebt sich eine Metallstange durch diese Öse und verhindert so das Abziehen. Mit dem Öffnen der Seitentür wird per Feder die Metallstange zurück gezogen und die Frontblende kann mit leichter Mühe abgezogen werden. Der Filter selber besteht aus einem Metallgitter, das in einem Kunststoffrahmen sitzt und so sehr gut im Waschbecken vom Staub befreit werden kann.

Die Frontblende des Antec P160 besteht aus Kunststoff, der silbern lackiert ist und sehr gut zu der restlichen Gehäusefarbe passt. Der äußere Rahmen der Blende, die Druckknöpfe an den „Stealth“-Blenden, die Taster im Portkit und die Umrandung des Portkits sind chromfarben, dadurch erhält die ganze Frontpartie einen recht edlen Touch. Auch der ganz unten eingravierte Schriftzug von Antec trägt dazu bei.

Die rechte Seitenwand, der Deckel und der Boden des Gehäuses weisen keine Besonderheiten auf. Die Gehäusefüße bestehen komplett aus Hartgummi, dadurch rutscht das Gehäuse auch auf glatten Böden wie Linoleum oder Laminat nicht weg. Zusätzlich werden damit Schwingungen des Gehäuses gedämpft und nicht einfach an den Boden übertragen.

Die linke Seite weist einen bisher einmaligen Öffnungsmechanismus auf. Am oberen Rand befinden sich zwei Drehriegel, mit denen die Seitenwand am Platz gehalten wird. Der hintere Riegel ist abschließbar, so ist das Innenleben des Gehäuses vor unberechtigtem Zugriff geschützt. Sind die Verschlüsse durch eine 90°-Drehung entriegelt, wird die Tür als erstes oben vom Gehäuse weggezogen, bevor sie unten ausgehangen wird. Die Tür kann so beim Öffnen nicht einfach nach unten fallen, da sie dann immer noch vom Gehäuse festgehalten wird. Schäden am empfindlichen Aluminium werden so wirkungsvoll verhindert. Zusätzlich ist die Seitentür auf der Rückseite noch mit zwei Rändelschrauben befestigt. Diese Schrauben sind normale Metallschrauben, die jedoch über einen recht großen Aluminiumkörper verfügen und sich so sehr gut schrauben lassen.

Verschluß Seitentür
Verschluß Seitentür
Rückseite
Rückseite

Kommen wir noch zur Rückseite des Gehäuses, das auf eine Netzteilblende verzichtet. Stattdessen sind acht Bohrungen für die Befestigung des Netzteils vorhanden, so kann das Netzteil auch auf dem Kopf stehend befestigt werden. Ob und für welche Netzteile das sinnvoll ist, bleibt dem Benutzer selbst überlassen. Darunter befindet sich die große Lüfteröffnung, die mit einem 120-mm-Gehäuselüfter versehen werden kann. Ansonsten befinden sich auf der Rückseite keine weiteren Lüftungsöffnungen, was neben der Lautstärke auch dem Luftstrom im Gehäuseinneren zuträglich ist. Für Erweiterungskarten stehen sieben Slots zur Verfügung und unsere Reise um das Gehäuse herum ist hier zu Ende, weiter geht es im Inneren.

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