News : Grafikschnittstelle OpenGL 2.0 verabschiedet

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Das OpenGL Architecture Review Board (ARB), hinter dem unter anderem prominente Namen wie SGI, ATi, nVidia und Intel stehen, gab gestern auf der SIGGRAPH 2004 die Spezifikationen für OpenGL 2.0 bekannt.

Im Gegensatz zu Microsofts DirectX ist OpenGL nicht auf Windows beschränkt. Entsprechende Programme lassen sich somit ohne große Schwierigkeiten auf verschiedene Plattformen portieren. Daraus resultiert die führende Stellung von OpenGL im Bereich professioneller Software. Auch die Aqua-Oberfläche in Mac OS X basiert auf OpenGL. Im Games-Bereich spielt OpenGL in erster Linie durch den Erfolg der diversen Engines aus dem Hause id Software noch eine Rolle, während die meisten anderen Engines auf DirectX setzen.

Das wichtigste Feature von OpenGL 2.0 ist die nun in die Spezifikation integrierte „OpenGL Shading Language“ zur Programmierung der Pixel- und Vertex-Shader auf modernen Grafikkarten. Diese wurde zwar bereits im Juni 2003 als Erweiterung zu OpenGL 1.4 vorgestellt, ist aber erst jetzt fester Bestandteil der vollen Spezifikation. Die Pressemitteilung gibt es – wie immer – in englischer Sprache im Klapptext.

Die weiteren Features lesen sich wie folgt:

  • Programmable shading – With the new release, both OpenGL Shading Language and its APIs are now core features of OpenGL. New functionality includes the ability to create shader and program objects; and the ability to write vertex and fragment shaders in OpenGL Shading Language.
  • Multiple render targets that enable programmable shaders to write different values to multiple output buffers in a single pass.
  • Non-power-of-two textures for all texture targets, thereby supporting rectangular textures and reducing memory consumption.
  • Two-sided stencil with the ability to define stencil functionality for the front and back faces of primitives, improving performance of shadow volume and constructive solid geometry rendering algorithms.
  • Point sprites which replace point texture coordinates with texture coordinates interpolated across the point. This allows drawing points as customized textures, useful for particle systems.
OpenGL 2.0 offiziell vorgestellt (englisch)