15/15 ATis Radeon X700-Serie im Test : X700 gegen nVidia 6600 GT

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Catalyst A.I.

A.I. - Artificial Intelligence, so bezeichnet ATi ein neues Feature seines Catalyst-Treibers. Es kann bestimmte Anwendungen erkennen und analysiert in 3D-Anwendungen - ausgenommen synthetischen Benchmarks - jede einzelne Textur während des Ladevorgangs, um sie dann optimal und mit bestmöglicher Performance darzustellen. Die Bildqualität soll dabei der ohne den Einsatz von A.I. mindestens ebenbürtig sein. Der Kunde kann hier zwischen dem Standard-Algorithmus und einem Advanced-Mode wählen, der die Performance nochmals steigern soll. Wie genau die Nachteile des Advanced-Mode aussehen, ist uns bisher leider nicht bekannt.

Über den Namen der exe-Datei können außerdem für ausgesuchte Spiele - momentan sind dies Doom 3, Unreal Tournament 2003 und 2004, die Half-Life 2-Engine, Splinter Cell, TOCA - Race Driver, Prince of Persia und Crazy Taxi 3 - spezifische Optimierungen und Tweaks geladen werden, die für mehr Performance und Stabilität sorgen sollen. Besonderes Augenmerk sollte man auf Doom 3 legen, denn hier macht man es nun nVidia gleich und nutzt eine Art Shader-Replacement, um eine bessere Performance erzielen zu können. Bei Splinter Cell, Race Driver, Prince of Persia und Crazy Taxi 3 handelt es sich aber um keine Optimierung. Hier verhindert Catalyst A.I. lediglich die Benutzung von Anti-Aliasing, wenn der User dies im Control Center aktiviert hat.

Catalyst A.I.
Catalyst A.I.

Wer von alldem nichts hält, hat diesmal gute Karten. Im Gegensatz zu anderen Optimierungen stellt ATi es dem User frei das komplette Feature zu deaktivieren, so dass weder die Texturen analysiert noch Anwendungs-spezifische Einstellungen geladen werden. Dank dieser Option kann man also nun endlich auch auf ATi-Karten volles - wenn es die Applikation verlangt - trilineares Filterung nutzen.

Catalyst A.I. wird erstmal mit dem Catalyst 4.10-Treiber der breiten Öffentlichkeit zugänglich sein.

Fazit

Radeon X700 PRO
Radeon X700 PRO

Da dieser Artikel erst ein ausführlicheres Preview ist, wollen wir mit dem endgültigen Fazit zu dieser Grafikkarte noch vorsichtig sein. Dies liegt in erster Linie wohl daran, dass das uns zur Verfügung gestellte System keineswegs ausgereift war und noch einiger Verbesserungen bedarf. So waren die von uns in Augenschein genommenen Karten - wie bereits erwähnt - erst vor wenigen Tagen produziert worden. Die sprichwörtliche Jungfräulichkeit „sah“ man dann auch spätestens, als man das Geräusch des verhältnismäßig kleinen Lüfters vernahm. Dieser lärmte unüberhörbar. Ein Umstand, der laut ATi beim Serienmodell allerdings noch verbessert werden soll.

Auch die Treiber machten einen eher unausgereiften Eindruck. Beispiele gefällig? Man nehme die Ergebnisse in Far Cry in 1280x1024 und in 1600x1200 Pixeln. Hier besteht also noch ein recht großes Potential, so dass mit kommenden Treibern durchaus noch Performancesprünge zu erwarten sind.

Ein endgültiges Fazit gibt es von uns also erst, wenn wir eine solche Grafikkarte in unserem System testen konnten. Bis dahin können wir nur sagen, dass ATis Radeon X700 XT der GeForce 6600 GT wohl nahezu ebenbürtig ist. In manchen Fällen ist sie langsamer als diese, in manchen Fällen hingegen wieder etwas schneller.

Ein großes Dankeschön geht auch an dieser Stelle nochmals an Anton Shilov von den xBit Labs, der uns bei diesem Artikel tatkräftig unterstützt hat.

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