News : Korrektur: GeForce 6800 mit Video-Support

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Bezüglich unser vor zwei Tagen publizierten Meldung „GeForce 6800 ohne Hardware-Video-Support?“ müssen wir einige dort als absolut angesehene Fakten an dieser Stelle zurück nehmen. Dies ergab eine Rücksprache mit der deutschen Niederlassung des Grafikkartenherstellers nVidia.

Bevor wir uns an die Analyse unserer Meldung machen, wollen wir uns zuerst nVidias offizieller Position zum Thema Hardware-Video-Beschleunigung auf NV40 und NV43 annehmen.

The GeForce 6800 models featured the 1st generation of our programmable video technology which includes support for high-definition MPEG2 video decode and standard definition MPEG2 encode, as well as advanced post processing features such as motion adaptive deinterlacing, and inverse 3:2 pulldown.

The GeForce 6600 models have the same 1st generation programmable video technology support as the GeForce 6800 models. However, the GeForce 6600 models also include hardware acceleration for high-definition Windows Media Video (WMV) decode.

In order to utilize the programmable decode and advanced post processing features of the GeForce 6800 and 6600, end users need to download an updated ForceWare driver as well as the NVIDIA DVD decoder.

The ForceWare driver will be available shortly on the NVIDIA.com and the NVIDIA's DVD decoder is already available for download from NVIDIA.com. For Windows Media Video decode on the GeForce 6600 models, end users will also need to download an update to Windows Media Player from Microsoft.

NVIDIA is also working with application vendors to take advantage of the programmable encode features of the GeForce 6800 and 6600. This feature just like programmable pixel shaders when they were first introduced, requires additional collaboration with application vendors. The first application that NVIDIA is targeting to support it's GPU encode capabilities is Windows Media Center Edition 2005.

Laut nVidia funktioniert die Hardware-Video-Beschleunigung des NV40 ohne Probleme, der NV43 (6600 (GT)) wurde darüber hinaus um die Fähigkeit der high-definition Windows Media Video (WMV)-Beschleunigung erweitert (Update des Windows Media Players erforderlich). Wundersam klingt in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass beide GPUs dieselbe Video-Technologie beheimaten, sich in den Features aber voneinander unterscheiden. Setzt man beim NV43 also doch auf eine 2. Generation? Beiden Chips sollen die Funktionen mittels in Kürze veröffentlichtem ForceWare-Treiber und dem bereits zum Download zur Verfügung stehenden, kostenpflichtigen NVIDIA DVD Decoder entlockt werden können. NV40 und NV43 unterstützen sowohl MPEG2/4 als auch DivX, wobei in Sachen DivX noch Lizenzverhandlungen geführt werden. Die Kollegen der x-bit labs haben der Videobeschleunigung in einem Test darüber hinaus bereits über die Schulter gesehen und konnten sich von ihrer Funktionalität überzeugen.

Die von uns aufgeführte Liste an defekten Funktionen war darüber hinaus aus dem Zusammenhang der eigentlichen Meldung gerissen und schlichtweg falsch. Folgende Features, die der Verbesserung der Darstellungsqualität des Video-Streams und nicht dessen Beschleunigung dienen, unterstützen NV40 und NV43 somit uneingeschränkt:

  • Inverse Telecine (3:2 Pulldown)
  • Motion Adaptive De-Interlacing
  • Color Space Conversion
  • Gamma correction
  • Processor Amplifier
  • WMV9/H.264 Motion Compensation
  • WMV9/H.264 In-Loop Deblocking
  • Noise Reduction
  • Frame Rate Conversion
  • MPEG 2 En- und Decoding
  • MPEG 4 En- und Decoding
  • DivX En- und Decoding
  • High Quality Scaling

nVidias Statement ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es eines 6600-Chips bedarf, um „HD-WMV“-Dateien per Hardware zu decodieren und somit die CPU zu entlasten. Dieses Feature wurde zur Produktvorstellung jedoch explizit in Verbindung mit dem NV40 (GeForce 6800) genannt. Meldungen, nach denen die komplette Video-Einheit des NV40 defekt und nicht einsatzbereit sei, sollte man also vorerst wieder mit Vorsicht genießen und so rücken auch wir von dieser Auffassung ab. Gewissheit wird es letztlich erst nach Veröffentlichung des von nVidia angekündigten Video-Treibers geben, der den Chips rund ein halbes Jahr nach deren Vorstellung die damals bereits beworbenen Funktionen mit Hilfe einer kostenpflichtigen Zusatzanwendung entlockt.