nForce 4 - nVidias SLI-Chipsatz nun offiziell

Parwez Farsan
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Seit geraumer Zeit kursierten nun schon Gerüchte zu den angeblichen Spezifikationen von nVidias erstem PCI Express-Chipsatz für AMDs K8-Plattform durch die Weiten des Netzes. Heute ist es nun soweit - der offizielle Startschuss ist gefallen und die Details des neuen Chipsatzes mit SLI-Support sind für jedermann zugänglich.

Drei Versionen gibt es von nVidias neuestem Chipsatz:

  • nForce 4 für den Mainstream- und Value-Markt
  • nForce 4 Ultra für anspruchsvollere Spieler
  • nForce 4 SLI für High-End-Systeme

Die Feature-Liste des nForce 4 umfasst unter anderem Unterstützung für Sockel 754, 939 und 940, HyperTransport mit einem GB/s, natives Gigabit-LAN, zehn USB 2.0-Ports, PCI Express, SLI, S-ATA (2)- und P-ATA-Controller, gemischte S-ATA/P-ATA-RAIDs, Erstellen, Überwachen und Verwalten von RAID-Arrays (0, 1, 0+1) auf dem Desktop, das Identifizieren defekter Festplatten im RAID-Verbund, zwei Festplatten-Controller, eine CPU-schonende integrierte Firewall und die nTune-Funktion zum Übertakten einzelner System-Komponenten.

nForce 4
nForce 4

Die Leistung der drei nForce 4-Varianten wird sich nicht unterscheiden, den Unterschied machen hier - wie bei Athlon 64-Chipsätzen dank im Prozessor integriertem Memory-Controller mittlerweile üblich - die Features. So fehlen der Standard-Version die hardwareseitige Unterstützung der Firewall durch Active Armor - woraus sich eine höhere CPu-belastung ergibt - und der S-ATA 2-Support - hier werden nur S-ATA und P-ATA unterstützt. Die SLI-Version hebt sich vom nForce 4 Ultra, wie der Name schon sagt, durch die Unterstützung für nVidias „neue“ SLI-Technologie ab. Bei ihr lassen sich die 20 PCI Express-Lanes frei belegen - dabei werden jeweils acht Lanes für die beiden Grafikkarten-Slots gebraucht. Die beiden günstigeren Varianten sind hingegen auf einen PCIe x 16-Slot sowie drei PCIe x 1-Slots festgelegt. Auch wenn der PCIe x 16-Slot die höhere Bandbreite bietet, sollte die Bandbreite der PCIe x 8-Slots für heutige Grafikkarten vollkommen ausreichen, so dass hier keine Engpässe zu befürchten sind. VIA hat sich bei der Verdrahtung des K8T890 Pro für eine 16/4-Kombination entschieden.

Die Features der verschiedenen Chipsatz-Versionen im Vergleich auf dem linken Bild sowie die nötigen Umbauten zur Nutzung des SLI-Modus auf dem rechten:

Feature-Vergleich der verschiedenen nForce 4-Varianten
Feature-Vergleich der verschiedenen nForce 4-Varianten
SLI-Modus
SLI-Modus

Wie man sehen kann, muss vor dem Einsetzen der zweiten Grafikkarte eine „Weiche“ umgelegt werden.

Ansonsten sind alle drei Versionen absolut identisch. Die unterschiedlichen Features spiegeln sich natürlich auch im Preis wider. nForce 4-Boards für Athlon 64 und Sempron sollen bereits für 55 bis 80 US-Dollar erhältlich sein. Angesichts der Preisregionen für Sempron-Käufer eher uninteressant, müssen für ein nForce 4 Ultra Board dann bereits zwischen 100 und 150 US-Dollar bezahlt werden, während die Preise für die High-End-Boards mit nForce 4 SLI-Chipsatz noch unter 200 US-Dollar beginnen sollen. Vor November dürften entsprechende Boards jedoch kaum im Handel erhältlich sein.

nForce 4-Board
nForce 4-Board
nForce4 Ultra-Board
nForce4 Ultra-Board
MSI K8N Diamond SLI
MSI K8N Diamond SLI