AOpen mit Sonoma-Desktop-Board

Frank Hüber
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Nachdem es fast 1,5 Jahre gedauert hatte, bis die erste Centrino-Generation durch die mutige Innovationskraft einiger weniger Boardhersteller den Sprung vom Notebook in den Desktop-PC geschafft hat, ist man bei der zweiten Generation „Sonoma“ diesmal deutlich schneller.

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So tauchen fast zeitgleich mit der offiziellen Vorstellung von „Sonoma“ seitens Intel bereits die ersten Informationen zu passenden Desktop-Motherboards mit Alviso-Chipsatz auf. Einmal mehr ist es der Hersteller AOpen, der die Portierung der vielversprechenden Mobiltechnologie in den heimischen Desktop-PC wagt.

Das auf den Namen „i915GMm-HFS“ getaufte Mainboard ist dabei der direkte Nachfolger der in Japan und Europa sehr erfolgreichen i855GMEm-LFS Platine, welche noch zum Ende der ersten Centrino-Chipsatz-Generation zusammen mit dem 855GME-MGF von DFI für reichlich Aufsehen in der IT-Welt gesorgt hatte.

AOpen i915GMm-HFS Überblick
AOpen i915GMm-HFS Überblick
AOpen i915GMm-HFS ATX Panel
AOpen i915GMm-HFS ATX Panel

Das i915GMm-HFS unterstützt Intels neueste Mobilprozessoren des Typs Pentium M mit 533 MHz Frontside-Bus und Intels „Data Execution Protection“ (NX-Bit) basierend auf dem Sockel 479M. Es warten jeweils zwei Memory-Slots für DDR1 und DDR2 auf ihre Bestückung, wobei letzter auch im Dual-Channel-Modus angesprochen wird. Ein gleichzeitiger Betrieb beider Speicherarten ist nicht möglich. Der Chipsatz wird durch einen zum i855GMEm-LFS vergleichbar großen Passivkühler gekühlt. Auf die Verwendung der Mounting-Holes für die Befestigung von anderen CPU-Kühlkörpern hat AOpen diesmal verzichtet.

Neben einer PCI Express x16 Schnittstelle bietet das Mainboard noch einen PCIe x1 und zwei herkömmliche PCI-Steckplätze. Für den Anschluss von Laufwerken stellt das Board insgesamt vier S-ATA und einen IDE-Anschluss bereit. AOpen verzichtet hier also auf einen weiteren P-ATA Controller, welcher mehr als den einen der ICH6-M zur Verfügung stehenden IDE-Kanal bereitstellen könnte. Auf der Rückseite werden neben 8-Kanal Audio, zwei LAN und vier USB2.0 Ports auch sehr viele Grafikschnittstellen (DVI, VGA, TV) direkt nach Außen geführt. Vermeintlich alte Schnittstellen wie PS/2-, COM- oder LPT-Anschlüsse vermisst man gänzlich auf der ATX-Leiste, werden aber höchstwahrscheinlich über zusätzliche Slotbrackets realisiert.

1x PCIe x16 - 1x PCIe x1 - 2x PCI
1x PCIe x16 - 1x PCIe x1 - 2x PCI
DDR1 und DDR2 DIMM Slots
DDR1 und DDR2 DIMM Slots

Entspricht das Mainboard zwar dem Micro-ATX Formfaktor, erinnert die Aufteilung der Komponenten jedoch sehr stark an den von Intel populierten BTX-Standard, welcher für eine effizientere Kühlung der neuen Desktop-Prozessoren entwickelt wurde. In Anbetracht des sehr flachen Boxed-Kühlers von AOpen, welcher sich auf den Fotos nur am Rand erahnen lässt, scheint jedoch die Kühlung trotz erhöhtem Frontside-Bus und der gestiegenen Thermal Design Power von maximal 27 statt 21 Watt weiterhin eher nebensächlich zu sein.

Das i915GMm-HFS soll ab März erhältlich sein - der Preis ist derzeit noch unbekannt.

Wir danken Simon Knappe für das Einsenden dieser Meldung.