6/6 iriver PMP-120 im Test : Mehr als nur ein einfacher MP3-Player

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Preis und Fazit

Abschließend gilt es, einen weiteren, wichtigen Faktor in Sachen Kaufentscheidung anzusprechen. Denn wie man bei der Aufzählung der Features hat erahnen können, ist der PMP-120 preislich nicht gerade im unteren Segment angesiedelt. Bei Mindfactory kostet die 20-GB-Version 436,98 Euro (zzgl. Versand: 10,61 Euro bei Vorkasse, 16,61 bei Nachnahme, inkl. Versicherung) - allerdings scheint das Gerät derzeit noch nicht lieferbar. Bei MediaMarkt zahlt man derzeit 459 Euro bei sofortiger Lieferbarkeit. Für den Preis erhält man insgesamt betrachtet ein Gros an Features. Um beim Kauf allerdings richtig zu entscheiden, bedarf es einer ganz individuellen Analyse der persönlichen Wünsche und Ansprüche.

Diesbezüglich sei gesagt, dass der PMP für all jene, die ein Allround-Multimedia Gerät suchen, die meisten Anforderungen erfüllen dürfte und somit eine gute Wahl sein sollte. Die Features gestalten sich insgesamt als eine Runde Sache. Der Lieferumfang ist, abgesehen von der fehlenden Fernsteuerung, ordentlich und gerade weil man die Fähigkeiten des PMP schätzt, lässt sich leicht über die größere Dimension hinwegsehen. Für Benutzer, die den PMP nicht „nur“ zum Musik hören einsetzen wollen und keinen allzu großen Wert auf Flexibilität und Mobilität legen und mehr AVI- als MPEG-Videos konsumieren, lohnt sich die Investition sicherlich.

Outro
Outro

Denjenigen, die in der Hauptsache nach einem MP3-Player suchen, sei in jedem Fall ein anderes Produkt angeraten. Sicher, die vielen Features klingen zur „Bei-Bedarf-Nutzung“ verlockend. Für ein Nicht-Ausreizen der vorhandenen Funktionen lohnt der Kauf aber nicht, da der Preis und insbesondere die Handlichkeit für diese Gruppe von Benutzern schnell zur Ernüchterung beziehungsweise Enttäuschung führen dürfte.

Alles in allem sind irivers erste Schritt auf dem Segment der Multimedia-Player durchaus gelungen. Wirklicher Euphorie oder eine 100-Prozent-Wertung stehen allerdings die von uns aufgeführten Kritikpunkte entgegen. Zusammenfassend fehlt dem iriver PMP zur absoluten Vollendung die MPEG-Unterstützung und eine Fernsteuerung. Dann würde sich über die kleineren Mankos wie die Größe und die analoge Lösung des Radiobetriebes (Kopfhörer an Buchse halten) leichter hinwegsehen lassen. Würde der Hersteller schlussendlich noch einen Flash-Kartenleser zum direkten Einspielen oder gar eine PCMCIA-Schnittstelle (um beispielsweise eine DVB-T TV-Karte nutzen zu können) integrieren, so wäre der PMP-120 ein wahrlich unschlagbarer Multimedia-Allrounder. So aber geht er „nur“ als Pionier mit angemessener Funktionalität in die Annalen der Geschichte ein.

Ein jeder muss sich also überlegen, wie multimedial er außerhalb der eigenen vier Wände denn sein will. In seiner Consumer-Electronics-Sparte als Allround-Gerät muss sich der PMP sicherlich vor keiner Konkurrenz verstecken. Somit läßt sich abschließend sagen: Der iriver PMP-120 ist für Interessenten, die an einem Allrounder interessiert sind und über das nötige Kleingeld verfügen, eine solide Wahl.

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