20/20 Neue Chipsätze für den Sockel 939 im Test : ATi vs. nVidia vs. VIA

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Ranking

Zu guter Letzt wollen wir die Ergebnisse der Benchmarks in unseren Rankings zusammenführen. So lässt sich recht einfach ein Überblick darüber gewinnen, in welchem Bereich welcher Chipsatz Stärken oder Schwächen zeigt.

Performancerating
Angaben in Prozent
    • nForce 4 SLI (A8N SLI)
      98,4
    • nForce 3 Ultra (K8N Neo2-54G)
      97,8
    • K8T800 Pro (A8V Deluxe)
      97,5
    • K8T890 (Referenz)
      96,1
    • Radeon XPress 200 (Referenz)
      96,1

Betrachten wir das Ranking über alle Leistungs-Benchmarks, stehen alle Chipsätze recht nahe beieinander. Der nForce 4 SLI kann sich knapp an die Spitze setzen, nForce 3 und VIA K8T800 folgen dichtauf. Leicht abgeschlagen zeigen sich die beiden neuen Chipsätze von ATi und VIA, die sich den vierten Platz teilen. Hier sollte man natürlich bedenken, dass sowohl das Layout als auch das BIOS und die Treiber noch nicht ausgereift sind. Hier muss man Serienmodelle der Mainboard-Hersteller abwarten, die dann zeigen dürfen, was in den Chipsätzen steckt.

Schnittstellen-Rating
Angaben in Prozent
    • nForce 3 Ultra (K8N Neo2-54G)
      92,4
    • K8T800 Pro (A8V Deluxe)
      89,3
    • nForce 4 SLI (A8N SLI)
      84,9
    • Radeon XPress 200 (Referenz)
      72,5
    • K8T890 (Referenz)
      68,0

Bei den Schnittstellen sind die Unterschiede zwischen den Chipsätze wesentlich deutlicher ausgeprägt. Der ATi XPress 200 hat mit nicht ausgereiften Treibern keine Chance gegen die etablierten nForce 3 Ultra und K8T800. Die schwache Leistung des nForce 4 SLI ist auf die nicht rühmliche Leistung in den RAID-Tests zurückzuführen, sicherlich spielen hier Treiberprobleme eine Rolle.

Noch ein Wort zum VIA K8T890: durch die fehlende Möglichkeit eines FireWire-Tests fällt er auf den letzten Platz ab. Lässt man diesen Test aus dem Ranking heraus, steht der VIA K8T890 an erster Stelle und das Ranking der anderen Chipsätze verschiebt sich um einen Platz nach hinten. Auch hier muss man also Serien-Produkte abwarten und diese dann auf ihre Leistungsfähigkeit untersuchen.

Fazit

Auf Grund des zum Teil aus Referenzboards bestehenden Testfeldes können wir an dieser Stelle natürlich keinen Sieger festmachen. Allerdings zeigt sich deutlich, dass die AGP-Chipsätze für den Sockel 939 – hier vertreten durch K8T800 Pro und nForce 3 Ultra – tempomäßig noch lange nicht zum alten Eisen gehören – dem im Athlon 64 integrierten Speichercontroller sei dank. Alle Kandidaten liegen in ihrer Leistungsfähigkeit dicht beieinander. Viel hängt dabei von den Mainboard-Herstellern ab, inwieweit das BIOS und die Treiber tatsächlich das letzte Quentchen Leistung aus den Chipsätzen heraus holen. Dabei stehen die Referenzboards naturgemäß ganz hinten an, denn hier fehlen die monatelangen Erfahrungen aus den Testlabors.

Im Performancerating kann sich der nVidia nForce 4 SLI-Chipsatz zwar an die Spitze setzen, liegt jedoch nur knapp vor dem Vorgänger nForce 3 Ultra und dem VIA K8T800, die sich Dank ausgereifter Treiber immer noch gut halten können. Der neue VIA K8T890 zeigt zumindest bei den Schnittstellen, dass er viel Potential zu bieten hat. Lediglich der ATi XPress 200 kann sich nicht recht in Szene setzen und das trotz seiner On-Board-Grafik und eines exzellenten BIOS', das extrem viele Einstellungen zulässt.

Die Zeit wird zeigen, wem die Krone letztendlich gebührt. Einmal mehr dürften eher Features und Ausstattung als die pure Geschwindigkeit über Erfolg und Misserfolg richten.

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