5/6 Samsung SyncMaster 193P im Test : Für Spiele oder Photoshop?

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Spieletauglichkeit

Für Spieler ist es natürlich wichtig, dass der TFT-Monitor für solche Applikationen bestens geeignet ist. Wir wollen uns anhand einiger Spiele einen Eindruck davon verschaffen, wie sich der SyncMaster 193P bei bewegten Bildern schlägt. Dazu nutzen wir Unreal Tournament 2004, Half-Life 2, Quake 3 und Need for Speed Underground. Falls auf den Fotos Motion Blur auftritt, kann dies auch an der Verschlusszeit der Kamera liegen. Neben dem Text, in dem wir unsere subjektiven Eindrücke schildern, sind die Fotos somit mit Vorsicht zu genießen!

Die größte Schlierenbildung trafen wir in Unreal Tournament 2004 an. Hier scheinen der häufige Farbwechsel bzw. die relativ bunten Farben dem Monitor gar nicht zu schmecken. Besonders bei umherfliegenden Projektilen kann man deutlich erkennen, dass sie eine Art Motion Blur erzeugen. Horizontale und vertikale Bewegungen mit der Maus hinterließen hingegen weniger starke Schlieren, so dass man alles in allem doch ganz gut auch Unreal Tournament 2004 auf diesem Monitor spielen konnte.

Unreal Tournament 2004
Unreal Tournament 2004

Weiter geht es mit Half-Life 2. Hier hinterließ der SyncMaster 193P schon ein besseres Bild. Schlieren bildeten sich während einer Partie im Deathmatch-Modus weitaus weniger und das trotz eher düsteren Maps, die allerdings weniger „bunte“ Farben zu bieten haben als die in Unreal Tournament 2004.

Half-Life 2
Half-Life 2

Auch Quake 3, mittlerweile ein Klassiker unter den Multiplayerspielen, ließ sich mit dem SyncMaster 193P recht gut spielen. Ganz ohne Schlieren ging es hier aber leider auch nicht. Allerdings sind diese – wie schon bei Half-Life 2 – eher selten präsent und stören nicht extrem. Nach längerer Zeit und als TFT-gewohnter Anwender wird man diese sicherlich kaum mehr wahrnehmen. Präsent sind sie aber dennoch.

Quake 3 Arena
Quake 3 Arena

Leider ist auch bei Need for Speed Underground eine eindeutige Schlierenbildung erkennbar. Ungestört spielen sollte man aber dennoch können, denn massiv treten diese wiederum nicht auf, so dass sich das Auge schnell an diesen Umstand gewöhnt haben sollte.

Need for Speed Underground
Need for Speed Underground

Im Großen und Ganzen kann man dem SyncMaster 193P eine eher mittelmäßige bis relativ grundsolide Spieletauglichkeit zurechnen. Relativ deshalb, weil er als Spiele-Monitor nicht die erste Wahl sein dürfte, für Gelegenheitsspieler aber vollkommen ausreichend ist. Glanzleistungen kann man von PVA-Panels auf diesem Terrain leider nicht erwarten, so dass uns dieses Ergebnis auch gar nicht weiter überrascht.

SyncMaster 193P+

Wenn es um die Spieletauglichkeit geht, sollte man sich auf den legitimen Nachfolger des SyncMaster 193P, den 193P+, freuen. Dieser wurde bereits auf der diesjährigen CeBIT der Öffentlichkeit vorgestellt und soll die PVA-Technik endlich voll kompatibel zu Spielen machen. Ein ähnliches Produkt hat Eizo mit dem L778 schon längere Zeit im Angebot. Er verfügt über die von Samsung entwickelte Overdrive-Technologie, die auch im SyncMaster 193P+ zum Einsatz kommen wird.

Diese Technik basiert auf einer intelligenten, vorausberechnenden Umschaltung der einzelnen Pixel des Displays. Als Basis dient - zusammen mit einer dosierten Übersteuerung – eine kurze Spannungserhöhung, die den Flüssigkeitskristallen in den Pixeln des Panels helfen soll, sich schneller ausrichten zu können. Salopp formuliert könnte man sagen, dass die einzelnen Pixel übertaktet werden, um eine schnellere Reaktionszeit zeigen zu können.

Dass dieses Konzept auch in der Realität funktioniert, konnten wir auf der CeBIT bereits bewundern. Vom SyncMaster 193P+ kann man also neben einer exzellenten Bildqualität eines PVA-Panels auch eine sehr gute Spieletauglichkeit erwarten, die sicher auch Hardcore-Spieler und Grafikfetischisten zufrieden stellen sollte. Wann der 193P+ auf den Markt kommen soll, ist noch nicht bekannt. Eizos L778 ist in drei Farbvarianten bereits erhältlich, kostet allerdings stolze 750,- Euro. Ob von Samsungs SyncMaster 193P+ ein ähnlicher Preis zu erwarten ist, steht zwar noch nicht fest, ist aber durchaus wahrscheinlich, schließlich bewegt sich Samsung – genau wie Eizo – im Premiumsegment und verbaut dasselbe Panel.

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