22/23 TurboCache und HyperMemory im Test : Sinnvoll oder TurboHype?

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Leistungsaufnahme und Temperatur

In Anlehnung an unseren älteren Stromverbrauch-Artikel wollen wir die Leistungsaufnahme auch weiterhin als Bestandteil unserer Tests pflegen. Im Gegensatz zu älteren Artikeln hat sich das Testsystem allerdings wieder einmal geändert, so dass die aktuellen Werte nur untereinander vergleichbar sind.

Kurz zur Methodik: Mit einem ELV EM600-Energiemonitor haben wir vor dem Netzteil die gesamte Leistungsaufnahme des Testrechners gemessen. Die angegebenen Werte sind also nur in Relation zu sehen und stellen keinesfalls die Leistungsaufnahme der Grafikkarte alleine dar.

Wie sie sehen, sehen sie nichts. Zumindest nichts nennenswertes zeigt sich bei der Analyse unserer Werte. Erwartungsgemäß liegen die in die Northbridge integrierten Lösungen knapp vor den externen Chips. Im 3D-Betrieb lassen sich so knappe 10 Watt sparen. Die beiden Karten mit 32 respektive 64 MB Grafikspeicher erreichen eine geringfügig geringere Leistungsaufnahme, als die 128-MB-Boards von ATi und bleiben dabei Kopf an Kopf. Die Leistungsaufnahme sollte bei diesen geringen Unterschieden keine kaufentscheidende Rolle spielen – höchstwahrscheinlich sind die Unterschiede zwischen den Board verschiedener Hersteller ähnlich groß, wie die zwischen unterschiedlichen Chips und Speicherausbaustufen. Wer absoluten Wert auch auf das letzte gesparte Watt legt, wird sich sowieso mit der integrierten Lösung zufriedengeben.

Temperatur i915G
Temperatur i915G
Temperatur i945G
Temperatur i945G
Temperatur X300 SE HM-128
Temperatur X300 SE HM-128
Temperatur GF6200 TC
Temperatur GF6200 TC

Von Links nach rechts haben wir mittels direkter Kühlkörpermessung an den passiven Kühlblechen der Probanden die Temperatur festgehalten, die sich nach einer Stunde Dauerlauf des „Mother Nature“-Tests im 3DMark03 einstellte. Um den Hauptteil der Rechenlast auch auf die Grafikkarte zu legen und somit auch eine möglichst hohe Temperatur erzielen zu können, reduzierten wir die Auflösung auf 800x600 Bildpunkte und reduzierten die Texturfilterung auf bilinear. Gleichzeitig wollten wir möglichst alle Teile des Chips fordern und aktivierten noch 2-Sample-FSAA, so dass auch die ROPs unter Volllast liefen.

Spitzenreiter in Sachen Temperaturentwicklung ist Intels eigenes Board mit i945G und großem Passivkühler. Dieser erreichte, auch dank des Luftstromes des CPU-Kühlers nur 59° C. Den zweiten Platz teilen sich mit 66° C die integrierte Grafik in MSIs Mainboard mit relativ kleinen Kühlrippen und die mit einem großügig dimensionierten Passivkühler ausgestattete Radeon-Karte von Connect 3D. Platz Nummer drei geht an die GeForce 6200, die mit ihrem großen, aber recht einfachen Kühlkörper runde 73° C erreichte. Den Spitzenplatz im negative Sinne erhielt die von Ati gelieferte Radeon X300, die kochend-heiße 103° C erreichte – trotz allem aber keine Bildfehler im Test produzierte.

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