5/23 TurboCache und HyperMemory im Test : Sinnvoll oder TurboHype?

, 0 Kommentare

Testsystem

Zum Test kommt ein aktuelles Testsystem auf Pentium 4-Basis mit HT-Support zum Einsatz. Wir haben uns mit Absicht nicht für die höchsten verfügbaren Ausbaustufen des Pentium 4 entschieden, sondern die Leistung im eher gemäßigten und in Komplettsystemen häufig anzutreffenden Bereich gehalten.

Hier ein kleiner Überblick über das System:

  • CPU:
    • Pentium 4 540 (3,2 GHz Prescott-Kern, 1 MByte Level2-Cache, 200MHz FSB QDR)
  • Motherboard:
    • MSI i915G Neo2 Platinum (MS-7028) mit i915G-Chipsatz (int. Grafik: Intel GMA900)
    • Intel D945GTP mit i945G-Chipsatz (int. Grafik: Intel GMA950)
  • Arbeitsspeicher:
    • 2*512MB Samsung PC4200 DDR2-533 mit 4.0-4-4-10 Timings
  • Grafikkarten:
    • ATi Radeon X300 SE 128 MB HyperMemory 32 MB DDR-RAM (BGA), 338 MHz GPU / 311 MHz VRAM*
    • Connect3D Radeon X300 SE 256 MB HyperMemory 128 MB DDR-RAM (TSOP), 325 MHz GPU / 300 MHz VRAM
    • Emulierte Radeon X300 SE 256 MB HyperMemory 128 MB DDR-RAM (TSOP), 325 MHz GPU / 200 MHz VRAM**
    • GeForce 6200 TurboCache 64 MB DDR-RAM (BGA), 350 MHz GPU / 275 MHz VRAM
    • GMA900, kein eigenes VRAM, bis zu 128 MB des Hauptspeichers, 333 MHz GPU-Takt
    • GMA950, kein eigenes VRAM, bis zu 128 MB des Hauptspeichers, ~400 MHz GPU-Takt***

    Alle Grafikkarten waren per PCI Express-Verbindung mit 16 Lanes an Northbridge, Hauptspeicher und CPU gekoppelt.
  • Peripherie
    • 160 GB Hitachi-SATA-Festplatte mit 7200 rpm, 8 MB Cache)
    • Pioneer DVD A03S
    • Onboard-Audio (MSI: Soundmax; Intel: Realtek ALC880)
    • Onboard GBit-LAN (MSI: Broadcom/ Intel: Intel)
  • Software
    • WindowsXP Professional SP2
    • Managed DirectX 9.0c
    • .NET-Framework 1.1
  • Treiber
    • ATi: Catalyst 5.6 mit CCC
    • nVidia: ForceWare 71.89
    • Intel: Treiber v. 6.14.10.4299

* Die Karte lief mit den ausgelieferten Taktraten nicht stabil, schon der erste Durchlauf durch den 3DMark03 brach reproduzierbar ab. Wir takteten dieses Modell auf die im Handel erhältliche Frequenz von 325/292 MHz herunter, womit sie stabil zu betreiben war.

** Zum Recherchezeitpunkt gab das Internet keinerlei Hinweise auf HyperMemory-Karten, die mit den angegebenen Taktraten dieser Karte ausgeliefert würden. Erst nach einer Anfrage an ATi wurden wir auf eine zwischenzeitlich aktualisierte Version der Connect3D-Website verwiesen, die die Karte mit den gelisteten Taktraten aufwies. Laut ATi habe man an die Boardpartner deutlich kommuniziert, dass HyperMemory-Karten mit 128 MByte über eine Speichertaktrate von 300 MHz verfügen sollen. Im Handel scheinen sich jedoch auch noch Versionen mit nur 200 MHz zu befinden, so daß wir diese Version hier in der Emulation mittesteten, indem die Connect3D-Karte schlicht heruntergetaktet wurde.

*** Die uns zur Verfügung stehenden Tools konnten die Taktraten der GMA950 nicht zweifelsfrei auslesen. Die Taktrate sollte jedoch eigentlich 400 MHz betragen haben.

Testbedingungen

Um insbesondere die integrierten Lösungen nicht gleich zu überfordern, haben wir in den Gametests zwei Testläufe gemacht. Einen mit zumeist reduzierter Detailstufe und einen mit höheren Details. Letzterer war jedoch den externen Lösungen vorbehalten, da teilweise Effekte genutzt wurden, die die GMA-Lösungen von Intel nicht darstellen konnten. Ziel dabei war es, Spielbarkeit und Performance in der niedrigsten getesteten Auflösung weitgehend zu erhalten. Details hierzu sind bei den jeweiligen Benchmarks vermerkt.

Zudem wurde auf die gewohnten FSAA- und AF-Benchmark aus dem Grunde verzichtet, weil neben der integrierten Grafik auch die Turbo-Cache und HyperMemory-Lösungen in zu vielen Fällen kaum ausreichende Frameraten zu liefern im Stande wären. Und mit Vergleichen von einstelligen Fps dürfte niemandem gedient sein. Stattdessen haben wir exemplarisch ein Spiel mit ausreichend hohen Fps und ein paar synthetische Benchmarks herausgegriffen und hier das volle AA- und AF-Programm durchexerziert.

Im Gegensatz zu High-End Karten darf angenommen werden (wir tun es jedenfalls), dass Käufer im Preissegment zwischen 40 und 70 Euro eher bereit sind, ein paar Einsparungen an der Filterqualität in Kauf zu nehmen, wenn dadurch das eine oder andere Spiel zusätzlich mit spielbaren Frameraten gesegnet wird (sonst würden sie vermutlich auch mehr Geld für die Grafik zu investieren bereit sein). So ließen wir in diesem Falle, ausser in einigen Qualitätstests, die Treibereinstellungen auf „default“ (Werkseinstellung) und somit die aktivierten Optimierungen. Shaderreplacements, Bugfixes und Cheats unangetastet. Dies soll jedoch keinesfalls bedeuten, daß wir das, was aktuell im High-End Bereich in dieser Sache geschieht, für gut oder auch nur hinnehmbar befinden!

Unsere Screenshots zeigen eine Auswahl der verwendeten Grafikeinstellungen uns sollten nicht allein als der Weisheit letzter Schluss in dieser Hinsicht angesehen werden.

Auf der nächsten Seite: Synthetische Benchmarks