News : AMD nimmt Stellung zu Intels Klage-Reaktion

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AMD veröffentlichte heute folgende Stellungnahme zu Intels Reaktion auf die Kartellrechtsklage, die AMD am 27. Juni 2005 beim US-Bundesgericht in Delaware eingereicht hatte. In der Klageschrift werden Intel Verletzungen des Kartellrechts vorgeworfen, die das Unternehmen angeblich einsetzt, um dem fairen Wettbewerb zu schaden.

„Intels Antwort ist nicht überraschend, bedenkt man, was sie zu verbergen suchen. Aber die Fakten, wonach ein illegaler Monopol-Missbrauch vorliegt, sind eindeutig und nicht zu leugnen. Intels gegen den Wettbewerb gerichtete Geschäftspraktiken sind Gegenstand genauer Prüfungen von Regierungen in aller Welt. So befand die japanische Wettbewerbskommission Intel der Verletzung von Kartellrechten für schuldig, die den Kunden Nachteile bringen und die direkt nachgewiesen werden konnten. Intel weigert sich weiterhin anzuerkennen, dass dieses Verhalten unrechtmäßig ist. Diese unrechtmäßigen Maßnahmen zwingen die Konsumenten, künstlich hochgehaltene Preise zu bezahlen und schränken die Wahlmöglichkeit ein, die besten am Markt verfügbaren Produkte zu erhalten.“

Thomas M. McCoy, AMDs Executive Vice President

Am 27. Juni 2005 hat AMD bei dem US-Bundesgericht des Bezirks Delaware eine Kartellrechtsklage gegen Intel gemäß §2 des Sherman Antitrust Act, den §§ 4 und 16 des Clayton Acts sowie den Bestimmungen des California Business and Professions Code erhoben. In der 48-seitigen Klageschrift wird detailliert beschrieben, wie Intel nach Ansicht von AMD in rechtswidriger Weise seine Monopolstellung auf dem Markt für x86-Mikroprozessoren dadurch aufrechtererhielt, dass es weltweit auf ihre Kunden einen Zwang ausgeübt hat, keine Geschäftsbeziehungen mit AMD einzugehen. Der vollständige Text der Klage ist direkt bei AMD abrufbar.

„Wir freuen uns darauf, unsere Beweise vor der gesamten Industrie und vor aller Welt darzulegen. Wir werden die Wahrheit auf den Tisch bringen, damit das Gericht entscheiden kann.“

Thomas M. McCoy, AMDs Executive Vice President

Wie immer sind beiden Seiten von ihren Standpunkten überzeugt und argumentieren entsprechend für ihre Ziele. Es ist somit einmal mehr Sache des Gerichts über die Angelegenheit zu entscheiden. Wann dies geschehen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.

AMD steht zu fairem und offenem Wettbewerb sowie zu den Werten und den Auswahlmöglichkeiten, die dieser den Kunden zu bieten hat. Unternehmen und Konsumenten sollten die Freiheit haben, aus einer Palette von Wettbewerbsprodukten wählen zu können, die auf kontinuierlicher Innovation basieren und auf Märkten angeboten werden, deren Spielregeln alle Hersteller befolgen. Wenn die Kräfte des Marktes funktionieren, haben die Verbraucher die Wahl und alle Beteiligten gewinnen.

AMDs Position zum Thema „Fairer und offener Wettbewerb“