12/13 Drei passive Grafikkarten im Test : GeForce 6600, 6600 GT und X800 XL von Gigabyte und AOpen

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Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakteten – in unserem Fall mit Hilfe der neuesten Version des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Far Cry, Half-Life 2 sowie Doom3. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte des selben Typs übertagen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit
Angaben in Punkten
  • Doom 3 - 1280x1024 4xAA/16xAF:
    • X800 XL - Übertaktet (420/540)
      46,2
    • X800 XL - Standard (400/490)
      43,3
    • 6600 GT - Übertaktet (550/625)
      30,6
    • 6600 GT - Standard (500/500)
      27,6
    • 6600 - Übertaktet (385/440)
      21,6
    • 6600 - Standard (300/350)
      16,8
  • Half-Life 2 - 1280x1024 4xAA/16xAF:
    • X800 XL - Übertaktet (420/540)
      51,5
    • X800 XL - Standard (400/490)
      48,1
    • 6600 GT - Übertaktet (550/625)
      26,4
    • 6600 GT - Standard (500/500)
      24,3
    • 6600 - Übertaktet (385/440)
      20,3
    • 6600 - Standard (300/350)
      16,7
  • Far Cry - 1280x1024 4xAA/16xAF:
    • X800 XL - Übertaktet (420/540)
      55,2
    • X800 XL - Standard (400/490)
      51,7
    • 6600 GT - Übertaktet (550/625)
      30,4
    • 6600 GT - Standard (500/500)
      27,4
    • 6600 - Übertaktet (385/440)
      21,4
    • 6600 - Standard (300/350)
      16,8

Obwohl die drei Grafikkarten alle mit einem Passivkühler bestückt sind, haben wir nicht gescheut, die Übertaktbarkeit zu testen. Am meisten Erfolg hatten wir bei der AOpen GeForce 6600, bei der sich vor allem der Chip mit einer Steigerung von 85 MHz recht gut übertakten lässt. In Verbindung mit einem um satte 90 MHz angehobenen Speichertakt – für das gute Ergebnis kann man sich bei dem GDDR3-Speicher bedanken – konnte so in allen drei Testspielen eine recht eindeutige Verbesserung erzielt werden, auch wenn der Chip von Grund auf zu langsam für diese Qualitätsmodi ist.

Während sich der NV43 auf der GeForce 6600 GT von Gigabyte mit 550 MHz noch mit einer passablen Steigerung übertakten lässt, trumpft die Karte beim VRAM besonders auf. Und das, obwohl der Speicher bereits von Haus aus mit einem höheren Takt als von nVidia angedacht läuft. So erreicht VRAM einen Takt von satten 625 MHz, bevor es zu Bildfehlern kommt. Trotz jener doch recht beachtlichen Taktsteigerungen erhöht sich die Performance in den Spielen nicht allzu sehr – dazu müsste schon ein anderes Kaliber an Grafikkarte ran.

Die Radeon X800 XL der Marke Gigabyte lässt sich insgesamt am schlechtesten Übertakten. Den Speicher kann man noch um angemessene 50 MHz in die Höhe schrauben, der Chip macht jedoch bereits nach 20 MHz schlapp und erreicht somit keinen guten Wert. Nichtsdestotrotz fällt das Ergebnis prozentual ähnlich dem der kleineren Gigabyte-Karte aus.

HDTV-Wiedergabe

Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia und ATi, den Media Player in der Version 10 und ein spezielles Hotfix, damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während der Wiedergabe mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.

Der Gewinner im Kampf um die niedrigste CPU-Auslastung bei Wiedergabe eines HDTV-Videos ist in unserem Vergleich recht eindeutig die GeForce 6600 GT, dicht gefolgt von der kleineren GeForce 6600. Die Radeon X800 XL unterstützt stellenweise die CPU weniger kräftig als die nVidia-Chips. Allerdings wird auch hier das Video durchgehend flüssig dargestellt.

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