Razer Copperhead im Test : Ein würdiger Nachfolger für die Diamondback

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Razer Copperhead im Test: Ein würdiger Nachfolger für die Diamondback

Razers Mäuse stehen seit geraumer Zeit für Qualität, Geschwindigkeit, Design und Performance. Nach dem Erfolg der hochauflösenden Boomslang-Kugelmaus hatte die Firma kurzzeitig Probleme mit der Pleite des Abtasttechnik-Herstellers kärna precision. Mit der Diamondback und einem neuen optischen Sensor unter dem Hut der eigenen Razer Precision-Marke konnte dann allerdings wieder aufgetrumpft werden.

Die Copperhead basiert auf einem ähnlichen Grunddesign wie der Vorgänger – es wurden nur kleine Änderungen an der Optik vorgenommen. Sie ist etwa 12,8 cm lang, 6,4 cm breit und circa 4 cm hoch.

Die Maus besitzt ein über zwei Meter langes Kabel, zwei große und gummierte Buttons, das bei Spielern gern genutzte Mausrad und vier Seitenknöpfe. Sie wird in der finalen Verkaufsversion mit einer Teflon-Transporttasche, einer Treiber-CD sowie einer multilingualen Anleitung geliefert. Integriert ist eine blaue LED, die den selben optischen Effekt wie den der Diamondback Plasma Edition erzeugt. Außerdem wurde eine zweite LED unter dem Razer Logo platziert, die ab und an pulsiert und auf den auf der nächsten Seite beschriebenen „Button 8“ reagiert.

Details

Die an der Seite angebrachten „Antirutsch-Stege“ sind halbdurchsichtig und werden von der integrierten LED beleuchtet. Die beiden Hauptknöpfe sind gummiert und dadurch sehr griffig. Sie sind wie die seitlichen Buttons mit dem mitgelieferten „Advanced Driver Control Panel“ frei programmierbar und haben durchgängig einen angenehmen Druckpunkt. Das Mausrad selbst besitzt einen eigenen Druckpunkt, der dann als Button 3 agiert. Es dreht sich nicht freilaufend sondern über eine Art Raster, welches für eine gute Ergonomie beim Bildlauf sorgt.

Copperhead Gesamtansicht
Copperhead Gesamtansicht
Copperhead Seitenansicht
Copperhead Seitenansicht
Copperhead seitlich
Copperhead seitlich
Copperhead top
Copperhead top
Copperhead Unterseite
Copperhead Unterseite
USB-Stecker
USB-Stecker

Der USB-Stecker am Verbindungskabel ist vergoldet, was zumindest in der Theorie für eine höhere elektrische Leitfähigkeit sorgt. An der Unterseite ist neben dem Serienaufkleber der Laser-Sensor angebracht, der von der Firma Agilent stammt, von Razer vermutlich wieder mit einer eigenen Linse ausgestattet wurde und sich „ADNS-6010 LaserStream Sensors for High Performance Gaming Applications“ nennt. Er gehört zu den modernsten, auf dem Markt erhältlichen Präzisionslasern und besitzt eine maximale Auflösung von 2000 dpi. Es wurde außerdem ein Onboard-Speicher namens „Razer Synapse“ integriert, in dem die Firmware, die aktualisierbar ist, gespeichert wird.

1000 Hz Abfragefrequenz – „Ultrapolling“ – und eine Antwortzeit von einer Millisekunde sprechen für sich. Der Laser arbeitet genau bei einer Mausbeschleunigung von bis zu 20 g (20 x 9,81 m/s²). Er verarbeitet bis zu 7800 Bilder pro Sekunde und bleibt präzise bei einer Geschwindigkeit von maximal 45 IPS (Inch pro Sekunde, 114,3 cm pro Sekunde). Die Auflösung des Sensors lässt sich zwischen 400, 800, 1600 und 2000 dpi einstellen.

Die beiden Buttons an der rechten Seite der Copperhead sind standardmäßig mit „Increase DPI“ und „Decrease DPI“ belegt und ermöglichen somit das dynamische Umschalten der Sensorauflösung auch beim Spielen. Dieses Feature ist von der Logitech MX518 bereits bekannt.

Copperhead Unterseite Detail
Copperhead Unterseite Detail
Copperhead Vergleich seitlich
Copperhead Vergleich seitlich
Copperhead Vergleich top
Copperhead Vergleich top
Copperhead Vergleich Unterseite
Copperhead Vergleich Unterseite

An der Unterseite hat Razer eine weitere Taste angebracht, die sich im Treiber „Button 8“ nennt. Über diesen Knopf lässt sich ohne Umwege über die Treibersoftware zwischen den fünf definierbaren Treiberprofilen wechseln. Die LED unter dem Razer-Logo auf der Oberseite bestätigt den Wechsel der Profile mit einem Blinken. Sie blinkt so oft, wie die interne Nummer des aktuell gewählten Profils lautet.

Im Vergleich zum Vorgänger, der Diamondback, haben sich einige Details geändert. Neben dem Laser ist auch die Optik eine neue. Die Copperhead ist etwas voluminöser und stärker an der Oberseite gewölbt. Die Seitenknöpfe wurden aus dem Profil der Antirutsch-Leisten entfernt, etwas nach unten gesetzt und völlig neu konzipiert. Der schwammige Druckpunkt der alten Buttons wurde entfernt und wichen einem sehr definierten, angenehmen Druckpunkt.

Die Seitenstreben haben sich ebenfalls etwas verändert – diese sind ergonomischer geformt als vorher und ermöglichen so eine angenehmere Lage des Daumens. Durch die beidseitig ergonomische Form ist die Maus wie ihre beiden Vorgänger für Links- und Rechtshänder geeignet.

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