7/11 Sony PlayStation Portable : Teurer und besser als der Gameboy

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Software

Menü

Startet man die PSP, ohne eine UMD eingelegt zu haben oder drückt man während eines Spiels die Home-Taste, so gelangt man in das PSP-Menü. Von hier aus hat man Zugriff auf alle Funktionen und Optionen, die die Playstation Portable dem Benutzer bietet. Sony hat das Menü sehr intuitiv gestaltet. Unterschiedliche Anwendungsgebiete sind nebeneinander, deren einzelne Funktionen untereinander angeordnet. Navigiert wird über das Steuerkreuz, während mit der Kreis-Taste bestätigt und mit der X-Taste abgebrochen wird. Bei manchen Optionen dient die Dreieck-Taste dazu, ein Untermenü für weitere Einstellungen aufzurufen. Der Analog-Stick hat keine Funktion.

PSP_Februar
PSP_Februar
PSP_Mai
PSP_Mai
PSP_September
PSP_September

Kommt man zum Beispiel aus einem Spiel in das Menü, befindet man sich im „Bereich“ Spiel, auf der Funktion „UMD“. Drückt man das Steuerkreuz nun nach unten, kann man ein auf dem Memory Stick vorhandenes Spiel starten. Mit einem Druck nach oben hingegen kommt man auf die Verwaltung der Spielstände. Ein weiteres mal nach oben bringt den Benutzer auf die Game-Sharing-Funktion. Rechts vom Bereich „Spiele“ ist der „Netzwerk“-Bereich zu finden. Hier ist bis dato nur der Internet Browser der PSP aufrufbar. Links von „Spiele“ sind die Bereiche „Video“, „Musik“ und „Foto“ zu finden. Hier wird jeweils der Zugriff auf den Memory Stick angeboten, um die darauf enthaltenen Dateien zu öffnen.

Zu guter Letzt befinden sich am äußeren linken Rand die Einstellungen. Hier kann der Benutzer die PSP-interne Software über das Funknetz aktualisieren (unsere Version ist 2.0), den USB-Modus aktivieren und das System nach Belieben konfigurieren – etwa die Farbe des Menüs und ein eventuelles Hintergrundbild, Datum und Zeit, Energiespar-Funktionen, Video-, Foto-, Sound-, Sicherheits-, System- und Netzwerkeinstellungen festlegen. Auch eine Kindersicherung ist in den Sicherheits-Einstellungen vertreten.

Als besonders nützlich erweist sich darüber hinaus die Funktion, dass beim Ausschalten der PSP der letzte Stand, sei es im Menü oder in einem Spiel, gespeichert wird. Auf diese Weise kann man das Spiel unterbrechen und später an dieser Stelle weiterspielen, ohne die PSP in Betrieb halten und den Akku belasten zu müssen.

Browser

Hat man über Funk mit einem Access-Point Verbindung aufgenommen, der zudem noch über einen Internetzugang verfügt, kann man mit dem Browser der PSP online gehen. Die Oberfläche bietet alle vom Desktop gewohnten Schaltflächen, einschließlich „Vorwärts“, „Zurück“ und „Aktualisieren“. Diese sind übersichtlich am unteren Bildschirmrand in Dreiergruppen angeordnet. Neben den Standard-Schaltflächen sind auch diverse weitere Menüs aufrufbar. Hierzu zählen der Verlauf der besuchten Webseiten, welcher auf dem Memory-Stick gespeichert wird, die gesetzten Lesezeichen und das Werkzeuge-Menü, in welchem die Spuren der virtuellen Reise durch das Internet gelöscht werden können.

Der Analog-Stick dient im Browser als Ersatz für eine Maus. Mit ihm wird der bekannte Pfeil gesteuert. Mit dem Steuerkreuz kann zwischen den Funktionen der Benutzeroberfläche oder den Links auf den Webseiten gewechselt werden. Die X-Taste dient zum einen zum Abbrechen der Optionen und zum anderen zum Ausblenden der Oberfläche, so dass der Anwender den gesamten Bildschirm zum Anzeigen der aufgerufenen Webseite nutzen kann. Bei ausgeblendetem Menü kann mit ihr der Browser geschlossen und in das PSP-Menü zurückgekehrt werden. Mit der Kreis-Taste lassen sich Optionen bestätigen und Links auf den Webseiten „anklicken“. Hierbei ist anzumerken, dass der PSP-Browser Tabbed-Browsing unterstützt. Hält man die Kreis-Taste nach Betätigen eines Links gedrückt, so wird die gewünschte Seite in einem neuen Tab geöffnet. Hält man die Quadrat-Taste gedrückt und betätigt die linke oder rechte Schultertaste, kann man zwischen den einzelnen Tabs hin- und herschalten.

In Verbindung mit dem Steuerkreuz oder dem Analog-Stick ermöglicht die Quadrat-Taste das Scrollen auf der aktuell angezeigten Seite. Dies ist auch dringend nötig, da die physikalische Auflösung des Displays den sichtbaren Bereich stark einschränkt. Es ist zwar möglich, die Darstellung der Websites zu verändern, jedoch wirkt sich das Verändern negativ aus, wenn auf der darzustellenden Seite Bilder vorhanden sind, die die Auflösung des Bildschirms sprengen. Die Schultertasten selbst dienen als Ersatz für die Vor- und Zurück-Schaltflächen, während die Dreieck-Taste das Menü ein- und ausblendet. Über die Schaltfläche „Hilfe“ kann die Tastenbelegung aufgerufen werden, falls man sie vergisst.

PSP Browser Forum
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PSP Browser Google
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Als sehr umständlich erweist sich das Eingeben von URLs. Dazu wird die Software-Tastatur der PSP aufgerufen, die an die Tasten eines Handys erinnert. Nun wird auf einer Schaltfläche mehrfach die Kreis-Taste gedrückt, um zwischen den darin enthaltenen Buchstaben zu wechseln. Um beispielsweise das "s" zu erreichen, geht man auf die Schaltfläche "pqrs7" und drückt viermal die Kreis-Taste. Anschließend wechselt man mit der rechten Schultertaste zum nächsten Buchstaben. So wird die Eingabe einer längeren Webadresse zu einem umständlichen Unterfangen. Dankenswerterweise hat Sony die gängigsten Kürzel wie etwa „www.“, „.htm“ oder „.de“ ebenfalls mit in diese Tastatur integriert, so dass zumindest dieser Teil vereinfacht wird. Ein weiteres Problem bei der Adress-Eingabe besteht in der Groß- und Kleinschreibung. Der PSP-Browser unterstützt nämlich nur kleine Buchstaben, wodurch die Eingabe eines Direktlinks, der auch Großbuchstaben enthält, unmöglich wird.

PSP Browser URL Eingabe
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PSP Browser ComputerBase
PSP Browser ComputerBase
PSP Browser ComputerBase
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Ähnliche Probleme hat der Browser bei Flash-basierten Webseiten, da diese nicht dargestellt werden können. Keine Probleme gibt es hingegen mit Downloads. Diese werden in einem vorher festgelegten Ordner auf dem Memory Stick gespeichert. Beim Download stellt sich jedoch heraus, dass die PSP nicht die 11 Mbit/s des IEEE 802.11b-Standards nutzt. Trotz voller Signalstärke dauerte ein Test-Download von Microsofts 33 Megabyte großen „DirectX 9.0c“-Paket mehr als 20 Minuten. Zum Vergleich: Dieser Download dauert mit der vollen Geschwindigkeit eines DSL 1000 Anschlusses etwa fünf Minuten.

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