2/6 Drei externe Wasserkühler im Test : Der Turmbau zu Babel

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Zalman Reserator 1 Plus

Der Reserator 1 Plus wird in einer recht imposanten, für den Transport gut gepolsterten Verpackung geliefert. Im Lieferumfang befinden sich eine ausführliche Anleitung, der große, schwarze Kühlturm aus Aluminium, ein vergoldeter CPU-Kupferkühlblock „ZM-WB3 Gold“ sowie ein recht klein wirkender GPU-Kühler „ZM-GWB2“. Beide sind in Blau gehalten. Außerdem ist eine Plastikflasche mit Wasserzusatz gegen Korrosion und Algenbildung, ein „Flow-Indikator“ für den Wasserdurchlauf und weiteres Zubehör für den Anschluss beigelegt.

Zalman Packung
Zalman Packung
Zalman Übersicht
Zalman Übersicht
Zalman Übersicht2
Zalman Übersicht2

Merkmale

Mit 15 cm im Durchmesser (ohne Kühlfins) und circa 59 cm in der Höhe ist die Hauptkomponente, der Reserator, etwas höher als ein standardkonformes Midi-ATX-Gehäuse. Er ist komplett in Schwarz gehalten und wiegt relativ geringe 6,5 kg. Mit maximal 2,5 Litern Füllmenge fasst er das in diesem Test wenigste Wasser. Zum Befüllen besitzt der Reserator einen abdrehbaren Deckel mit Dichtungsring. Auch der Boden des Geräts, auf dem die Pumpe angebracht ist, ist abnehmbar.

Zalman einzel
Zalman einzel
Zalman top
Zalman top
Zalman seitlich
Zalman seitlich
Zalman Körper
Zalman Körper
Zalman innen
Zalman innen
Zalman Pumpe
Zalman Pumpe

Die im Boden integrierte, modifizierte Aquariumpumpe schafft eine Pumphöhe von einem halben Meter, verbraucht etwa fünf Watt und schaufelt maximal 300 Liter pro Stunde. Sie wird mit dem integrierten Stecker an einer handelsüblichen Steckdose angeschlossen und besitzt einen Ein-/Ausschalter. Um den Transport eines verbauten Reserator-Systems zu erleichtern, sind die beiden Ein- bzw. Ausgänge unterhalb des Turms mit „Quick-Coupling“-Anschlüssen der Firma CPC ausgestattet, die durch einen ausgeklügelten Aufbau mit Ventilen das absolut tropfenfreie Entkoppeln des Kühlturms vom Rest des Kreislaufs ermöglichen.

CP QuickCoupling
CP QuickCoupling

Als nette Dreingabe zum Lieferumfang zeigt sich der „Flow-Indicator“, der an einem beliebigen Punkt des Kühlkreislaufs integriert wird und durch ein freiliegendes Plastikstäbchen, welches sich bei einer optimalen Durchlaufgeschwindigkeit bewegt, die Wasserzirkulation anzeigt. Der beigelegte, sehr leicht biegbare und vier Meter lange Schlauch ist einfach teilbar und besitzt einen Innendurchmesser von 8 mm. Um den Schlauchkonstrukt zwischen CPU und GPU zum Reserator zu führen, wurde ein „I/O Bracket“ beigelegt, welches in einen PCI-Slot am Gehäuse eingesetzt wird, durch den die Schläuche dann einfach über einen Durchschleif-Adapter nach Außen geführt werden.

Slotblende
Slotblende
Anti-Korrorionsmittel
Anti-Korrorionsmittel
Zalman Schlauch
Zalman Schlauch
Flow-Indicator
Flow-Indicator

Ein Abdichtstutzen, der beim Austausch der integrierten Pumpe zum Einsatz kommt, wurde ebenfalls mitgeliefert.

Sehr positiv zeigt sich der Standfuß des Reserators. Dieser ist wie der restliche Aufbau sehr stabil und erfüllt seinen Zweck vorbildlich. Um der Leckbildung vorzubeugen hat Zalman genügend so genannte „Tube-Clamps“ beigelegt, die mit einer gehörigen Portion Kraft und einer Spitzzange über den gestülpten Schlauch und den Anschluss geschoben werden.

Blickpunkt Kühler

Der für den Abtransport der Wärme des Prozessors zuständige „ZM-WB3 Gold“-Kühlkörper mit gefrästem Laufkanal und einer vergoldeten, hochwertig polierten Vollkupferbasis wirkt sehr mächtig und wird mit Halterungen für alle aktuellen Sockel geliefert. Die Schläuche werden auf die vormontierten Anschlüsse aufgesetzt und mit einer großen Außenschraube fixiert. Der Kühler wird in einer separaten Blisterverpackung mit eigener Anleitung und Silikon-Wärmeleitpaste geliefert.

Packung CPU-Kühler
Packung CPU-Kühler
CPU-Kühler Übersicht
CPU-Kühler Übersicht
CPU-Kühler einzel
CPU-Kühler einzel
CPU-Kühler reflect
CPU-Kühler reflect

Für die Grafikkarte ist der „ZM-GWB2“ zuständig, der genauso wie der CPU-Kühlblock in Blau gehalten ist, allerdings aus Aluminium besteht. Er besitzt (anders als sein Prozessor-Bruder) fest vorinstallierte, nicht abnehmbare und ungewinkelte Stufenanschlüsse, die mit den Tube-Clamps kombiniert werden. Über eine Haltebrücke aus Stahl, die mit der Platine der Grafikkarte variabel verschraubt wird, ist ein fester Halt des Blocks garantiert. Durch die geringe Baugröße des ZM-GWB2 dürfte es keine Einbauprobleme geben. Eine gut gepflegte Liste der vom ZM-GWB2 unterstützten Grafikkarten hält die Webseite von Zalman bereit.

Packung GPU-Kühler
Packung GPU-Kühler
GPU-Kühler einzel
GPU-Kühler einzel
GPU-Kühler reflect
GPU-Kühler reflect

Die Bodenplatte des GPU-Blocks ist zwar nicht derart sauber poliert wie die der CPU-Variante. Dies sollte jedoch für die Wärmeabfuhr aufgrund der mitgelieferten Wärmeleitpaste und der vergleichsweise geringeren Wärmeabgabe der GPU kein Problem darstellen.

Montage-Auffälligkeiten

Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Installation des Reserator 1 Plus stellt Zalman – abgesehen von der beiliegenden Dokumentation – auch im Internet als Flash-Video zur Verfügung. Um den Kühler auf dem CPU-Sockel zu befestigen wird zuerst etwas Wärmeleitpaste auf den Prozessor aufgetragen und danach der Kühlblock aufgesetzt. Anschließend werden zwei Stege in das Retention-Modul eingesetzt und mit einem gebogenen Klemmsteg verschraubt, der den nötigen Anpressdruck aufbaut. Nach dem gleichen Prinzip wird auch bei der Grafikkarte vorgegangen. Als nette Dreingabe sind acht Passivkühler für den Videospeicher beigelegt, die einen selbstklebenden Boden besitzen.

Zalman assemble
Zalman assemble
Flow-Indicator assemble
Flow-Indicator assemble
Zalman Schlauch-assemble
Zalman Schlauch-assemble
Zalman CPU-Kühler-assemble
Zalman CPU-Kühler-assemble

Nachdem die Kühler fixiert worden sind, müssen die Silikonschläuche passend zugeschnitten werden, was mit einer Schere oder besser mit einem Teppichmesser zu bewerkstelligen ist. Nun wird die CPU mit der GPU verbunden und der Schlauch mit den Tube-Clamps befestigt. Ein schwieriger Akt, der nur mit viel Kraft zu meistern ist. Nach dem Hindurchschleifen der Schläuche über die Anschlüsse der Slotblende wird noch der Durchlaufindikator zwischengeschaltet. Nun können die CPC Quick Couplings an den Schlauchenden angebracht werden. Diese machen beim Zusammenstecken einen gut hörbaren „Bestätigungs-Klick“ und haben sich während unserer Tests als hervorragend dicht bewiesen.

Nach der Befüllung mit destilliertem Wasser und dem beigelegten Anti-Korrorionszusatz wird, um der Gefahr von Wasser im laufenden Computer vorzubeugen, der Reserator ohne laufenden PC eingeschaltet und einige Stunden lang im Betrieb auf Lecks überprüft.

Die Montage verlief grundsätzlich reibungslos, was vor Allem auf die ausführlichen und vorbildlich bebilderten Anleitungen zun den Kühlern und dem Reserator zurückzuführen ist. Das einzig Ärgerliche waren die schwer anzuschließenden Tube-Clamps.

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