15/15 Asus A8N32-SLI Deluxe im Test : Höchstleistung dank nForce 4 SLI X16

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Ranking

Zu guter Letzt wollen wir die Ergebnisse der Benchmarks in unseren Rankings zusammenführen. So lässt sich recht einfach ein Überblick darüber gewinnen, in welchem Bereich welches Mainboard Stärken oder Schwächen zeigt.

In das Performance-Rating fließen die Ergebnisse von Worldbench, Sandra 2005, PCMark05 und aller Spiele ohne den SLI-Modus ein.

Performance-Rating
Angaben in Prozent
    • Asus A8N-SLI Premium
      99,4
    • Gigabyte GA-K8NXP-SLI
      99,4
    • MSI K8N Diamond
      99,3
    • Gigabyte GA-K8N Pro-SLI
      99,1
    • Asus A8N32-SLI Deluxe
      98,8
    • ATi Xpress 200 CF-Edition
      97,8
    • EPoX 9HEAI
      97,0

Das Schnittstellen-Rating setzt sich aus den Werten der Messungen der PCI Express-Leistung, Netzwerk-, USB-, FireWire-Anschlüsse, sowie der Ergebnisse der Controller im RAID-0- und RAID-1-Modus zusammen. Die CPU-Last bleibt dabei unberücksichtigt.

Schlechter ausgestattete Mainboards haben hier natürlich Nachteile. Die Platzierung wird im Text unter dem Diagramm ausstattungsbereinigt angegeben.

Schnittstellen-Rating
Angaben in Prozent
    • MSI K8N Diamond
      89,3
    • Gigabyte GA-K8NXP-SLI
      85,6
    • Asus A8N-SLI Premium
      84,0
    • Asus A8N32-SLI Deluxe
      62,4
    • Gigabyte GA-K8N Pro-SLI
      60,7
    • ATi Xpress 200 CF-Edition
      49,9
    • EPoX 9HEAI
      40,0

Da wir den zweiten SATA-Controller nicht auf seine Fähigkeiten hin überprüfen konnten, fällt das A8N32-SLI Deluxe erwartungsgemäß im Ranking zurück. Lässt man die Bewertung des zweiten Controllers außen vor, würde es den dritten Platz belegen.

Im letzten Rating kommen die Werte der Spiele im SLI-Modus zur Bewertung. Mainboards ohne SLI-Technik werden nicht aufgeführt.

SLI-Rating
Angaben in Prozent
    • Asus A8N32-SLI Deluxe
      99,6
    • Gigabyte GA-K8N Pro-SLI
      99,4
    • Gigabyte GA-K8NXP-SLI
      98,9
    • MSI K8N Diamond
      98,7
    • Asus A8N SLI Premium
      98,2

Fazit

Bleibt die abschließende Zusammenfassung hier im Fazit. Das Asus A8N32-SLI Deluxe strotzt nur so vor Ausstattung. Das Wenige, was fehlt, ist für die meisten potentiellen Besitzer zu verkraften. Der neue nVidia nForce 4 SLI X16-Chipsatz, der bekanntlich keine echte Neuentwicklung ist, weiß sich zu behaupten und gerade im SLI-Betrieb ist er das Quäntchen schneller als die Konkurrenten. Wohl bemerkt, obwohl die PEG-Link-Funktion, welche die Grafikkarte übertaktet, deaktiviert war.

Die passive Kühlung schont nicht nur die Ohren, sie ist schon fast zu schade, um sie im geschlossenen Gehäuse zu verstecken. Selbst nach einigen Stunden Benchmarkparcours gab es keine Wärmeprobleme. Kühler und Wärmetauscher konnten angefasst werden, ohne Brandblasen davon zu tragen. Die Installation des Mainboards, der Komponenten und der Betrieb liefen ohne Beanstandung ab. Die „SATA on the go“-Schnittstelle ist ein Alleinstellungsmerkmal bei Asus, mit dem man sich von den Mitbewerbern absetzt.

Asus A8N32-SLI Deluxe
Asus A8N32-SLI Deluxe

Aber es gibt auch Punkte, die uns nicht gefallen haben. So empfiehlt Asus die Verwendng des Aufstecklüfters beim Einsatz von passiven CPU-Kühlern. Der von uns eingesetzte zwar aktive, aber dennoch weit ausladende Zalman CNPS 7000B verhinderte dies wirkungsvoll, reicht er doch bis an den Wärmetauscher der beiden Heatpipes heran. Ebenfalls völlig unverständlich ist das Bündeln der vier nativen SATA-Schnittstellen zu zwei Kanälen im BIOS. Einzelne Geräte lassen sich nicht mehr als einfaches SATA-Gerät ansprechen und müssen per JBOD-Funktion eingebunden werden. Der Wegfall der Cross-RAID-Funktionalität des nForce 4 SLI X16 ist ebenfalls unverständlich. In jedem Fall erwähnenswert ist die sehr minderwertige Qualität das Onboard-Sounds, der deutlich schlechter ist als bei den bisherigen Probanden.

Völlig unbefriedigend ist die rudimentäre Lüftersteuerung Q-Fan, die nur zwei Lüfter steuern kann. Was nützt da die wunderschöne passive Kühlung von North- und Southbridge, wenn die Gehäuselüfter ihrer Arbeit ungeregelt nachgehen und munter eine störende Geräuschkulisse als akustischen Abfall produzieren. Der Kunde ist somit quasi zum Kauf einer zusätzlichen Lüftersteuerung gezwungen.

Am Layout ist nichts auszusetzen, der abgewinkelte, primäre PATA-Stecker ist ungewohnt, erlaubt andererseits aber den unproblematischen Einsatz auch sehr langer Grafikkarten im oberen PEG-Steckplatz. Der interne Anschluss des zweiten SATA-Controllers liegt ungünstig oberhalb des ersten PCIe-Slots, so dass das Anschlusskabel quer über das Mainboard geführt werden muss. Allerdings haben hier die Signalwege ihre Grenzen, sonst hätten die Ingenieure bei Asus den externen SATA-Anschluss nicht realisieren können.

Kurz vor Redaktionsschluss haben wir von ASUS ein neues BIOS erhalten, das weitere Leistungssteigerungen verspricht. Unsere kurzen Tests haben hauptsächlich eine Erhöhung der Bandbreite des PCIe-Rückkanals auf 989 MByte/s ergeben, im PCMark05 und den Spiele-Benches lagen die Ergebnisse kaum über den bisherigen. Allerdings wurden auch die RAM-Timings (TRC und TRFC) verschärft, was natürlich ebenfalls eine leicht bessere Leistung nach sich zieht.

Das Overclocking-Ergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen. Doch auch ohne Overclocking ist das Asus A8N32-SLI Deluxe ein sehr schnelles Mainboard. Wer auf eine integrierte WLAN-Lösung Wert legt, sollte beim Kauf auf die Ausstattungsoption achten. Das A8N32-SLI Deluxe ist ab etwa 180 Euro gelistet.

Hardware-Hammer Wer das letzte Quäntchen SLI-Leistung braucht, dem ist ein genauerer Blick auf das Asus A8N32-SLI Deluxe, auch trotz kleiner Kritikpunkte, die eher als Jammern auf hohem Niveau zu verstehen sind, nahe zu legen. Eine komplette Ausstattung in gewohnter Asus-Qualität, die durchdachte passive Kühlung und das reichhaltige Zubehör runden das Paket ab. All dies ist uns, zusammen mit dem technisch aufwendigen, neuen nVidia nForce 4 SLI X16-Chipsatz, eine Empfehlung wert. Wir vergeben daher unseren Hardware-Hammer für besondere Produkte.

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