2/14 ATi Xpress 200 CrossFire im Test : Die Basis aller CrossFire-Systeme

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ATi Xpress 200 CrossFire-Edition

Kurz zum Lieferumfang: Da es sich um ein Vorserien-Modell handelt, liegt kein normales Zubehör bei und nicht einmal eine ATX-Blende hat den Weg in den Karton gefunden. Dies ist jedoch kein großer Mangel, da solche Zubehörteile ganz klar Sache der Vertriebspartner sind, die ihre Mainboards auf Basis des RD480 herstellen.

Schauen wir uns den Chipsatz genauer an. Der Codename lautet RD480 und er ist ein direkter Verwandter des RX480 und RS480. Letzterer weist zusätzlich die integrierte Grafikeinheit in Form des RV370 auf, welche auch als X300 bekannt ist. Neu beim RD480 ist die Unterstützung von HD-Audio und die Aufteilung der PCIe-Lanes. Erst durch die Teilung auf zwei x8-Lanes wird der Einsatz von CrossFire ermöglicht.

ATi RD480 Chipsatz
ATi RD480 Chipsatz
ATi RS/RX480 Chipsatz
ATi RS/RX480 Chipsatz
ULI M1575
ULI M1575

Im Gegensatz zu der Konkurrenz fehlen dem RD480 aber immer noch einige grundlegende Funktionen. So gibt es weder native LAN- noch SATA 300-Unterstützung. Eine hardware-basierte Firewall oder Cross-RAID über PATA und SATA, wie sie von nVidia geboten werden, sucht man ebenfalls vergeblich. Hier ist ATi ähnlich wie VIA im Zugzwang, denn selbst ULI bietet mit dem M1575, der übrigens als Southbridge mit dem RD480 verbunden werden kann, bereits SATA 300 und den RAID 5-Modus. Es wird also wahrscheinlich Hersteller geben, die nur die Northbridge bei ATi kaufen und als Southbridge auf die etwas besser ausgestattete Version von ULI setzen.

Layout

Auch hier wieder vorab der Hinweis auf die Vorserien-Version des Mainboards. Hersteller können das Layout natürlich aus Gründen der Kostenersparnis übernehmen, sind jedoch nicht dazu gezwungen. So kann es neben Ausstattungsunterschieden je nach Hersteller auch zu einer völlig unterschiedlichen Anordnung der Komponenten kommen.

Recht klassisch ist das Layout des ATi Mainboards gestaltet. Die RAM-Steckplätze weisen einen angenehmen Abstand von dem oberen PEG-Slot auf. Lange Grafikkarten können aber sowohl mit den PATA- als auch, zumindest im unteren PEG-Slot, mit den SATA-Anschlüssen ins Gehege kommen. So gelang es uns beim Testsystem nicht, den obersten SATA-Anschluss in Verbindung mit der MSI 6800 GT zu nutzen.

Ähnlich wie das EPoX-Mainboard verfügt auch das ATi Referenzboard über zwei Sieben-Segment-Anzeigen, die beim Booten Status-Angaben ausgeben. Die Anzeige ist unten links auf dem Board angebracht. Auffällig ist in jedem Fall das Fehlen sowohl der seriellen als auch der parallelen Schnittstelle in der ATX-Blende.

Die Northbridge verfügt über einen relativ großen Kühlkörper, der zusätzlich von einem erstaunlich leisen 40-mm-Lüfter aktiv gekühlt wird. Die Southbridge besitzt nur einen flachen passiven Kühlkörper, der Grafikkarten nicht im Wege steht. Insgesamt sind sechs Lüfteranschlüsse auf dem Board verteilt, je drei zweipolige und dreipolige. Die zweipoligen sind strategisch günstig bei Spannungsversorgung, North- und Southbridge angeordnet. Von den dreipoligen befinden sich zwei bei den RAM-Bänken und einer am unteren rechten Rand.

Eine Besonderheit stellen vier LEDs dar, die über anliegende Spannungen informieren. Zwei oberhalb des Prozessor-Sockels, eine neben dem Hauptstromanschluss, die vierte neben der CMOS-Batterie. Drei weitere LEDs befinden sich neben den vier SATA-Anschlüssen, je eine für zwei der SATA-Anschlüsse, die dritte ersetzt die IDE-Aktivitäts-LED. Power-On- und Reset-Taster sind als Mini-Taster rechts unten auf der Platine angeordnet.

Komponenten
Komponenten
Komponenten ATi Xpress 200 CrossFire Edition
Nr. Funktion Bezeichnung Info
1 Northbridge ATi Xpress 200 ATi
2 Southbridge ATi SB450 ATi
3 SATA/RAID-Controller SiI 3132CNU PCIe Datenblatt (engl. PDF)
4 GBit-Netzwerk Marvell 88E8052 PCIe Marvell
5 Soundchip Realtek ALC880 Realtek
6 FireWire 400 VIA VT6306 PCI VIA
7 Hardware-Monitor, Super-I/O ITE IT8712F-A Datenblatt (engl. PDF)
8 „Post Port“ Anzeige - -
ATi Radeon Xpress 200 CrossFire-Edition
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Interrupt-Tabelle
Dem ATi Radeon Xpress 200-Mainboard lagen keine Unterlagen zur Verteilung der Interrupts bei.

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