20/21 nVidia GeForce 7800 GTX 512 im Test : ATis Radeon X1800 XT ist chancenlos

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Stromverbrauch

Für die Messungen der Stromaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Stromaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb, letzterer wird erneut durch Verwendung des 3DMark05 simuliert.

Stromverbrauch
Angaben in Watt (W)
  • Idle (Windows-Desktop):
    • nVidia GeForce 6800
      103
    • ATi Radeon X800
      105
    • nVidia GeForce 7800 GT
      105
    • ATi Radeon X800 GTO
      106
    • ATi Radeon X700 Pro
      106
    • nVidia GeForce 6600 GT
      107
    • ATi Radeon X800 XL
      107
    • ATi Radeon X850 XT
      109
    • nVidia GeForce 6800 GS
      109
    • ATi Radeon X800 GT
      110
    • ATi Radeon X850 Pro
      111
    • ATi Radeon X1300 Pro
      115
    • nVidia GeForce 7800 GTX
      119
    • ATi Radeon X1600 XT
      120
    • nVidia GeForce 7800 GTX 512
      122
    • nVidia GeForce 6800 Ultra
      128
    • ATi Radeon X1800 XL
      137
    • ATi Radeon X1800 XT
      152
  • Last:
    • ATi Radeon X1300 Pro
      149
    • ATi Radeon X700 Pro
      156
    • nVidia GeForce 6800
      160
    • ATi Radeon X1600 XT
      164
    • nVidia GeForce 6600 GT
      167
    • ATi Radeon X800 GT
      167
    • ATi Radeon X800
      169
    • ATi Radeon X800 XL
      176
    • ATi Radeon X800 GTO
      176
    • nVidia GeForce 7800 GT
      177
    • nVidia GeForce 6800 GS
      178
    • ATi Radeon X1800 XL
      186
    • ATi Radeon X850 Pro
      190
    • ATi Radeon X850 XT
      192
    • nVidia GeForce 7800 GTX
      204
    • ATi Radeon X1800 XT
      206
    • nVidia GeForce 6800 Ultra
      208
    • nVidia GeForce 7800 GTX 512
      236

Unter Windows gibt es bei der GeForce 7800 GTX 512 bezüglich des Stromverbrauches keinerlei Überraschungen. Die Grafikkarte liegt auf dem Niveau einer GeForce 7800 GTX und begnügt sich somit mit einem Platz im oberen Mittelfeld. Im Gegensatz zur Radeon X1800 XT verbraucht die GeForce-Karte deutlich weniger Strom, allerdings konnten wir von ATi erfahren, dass bei dem Launch-Treiber zur Radeon X1800 XT noch nicht alle Stromsparmechanismen im 2D-Modus aktiv waren.

Im 3D-Betrieb sieht es für die 7800 GTX 512 dagegen weniger rosig aus, was unter anderem an einer um 0,05 Volt gesteigerten Chipspannung (1,4 V auf 1,45 V) gegenüber einer 7800 GTX liegt – dies erhöht den Stromverbrauch zwar nur geringfügig, ist aber dennoch messbar. So benötigt die Karte unter Last in Kombination mit der Spannungserhöhung, dem gesteigerten Chiptakt sowie dem leistungshungrigen VRAM (2,0 V anstatt 1,8 V) zirka 30 Watt mehr als die GeForce 7800 GTX. Auch gegen die X1800 XT der Konkurrenz sieht man kein Land. Diese liegt auf dem Level der einfachen GeForce 7800 GTX.

Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakteten – in unserem Fall mit Hilfe der neuesten Version des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Far Cry, Half-Life 2 sowie Doom3. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit
Angaben in Punkten
  • Doom 3 - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • 7800 GTX 512- Übertaktet (600/900)
      73,9
    • 7800 GTX 512- Standard (550/850)
      68,9
  • Half-Life 2 - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • 7800 GTX 512- Übertaktet (600/900)
      73,3
    • 7800 GTX 512- Standard (550/850)
      68,8
  • Far Cry - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • 7800 GTX 512- Übertaktet (600/900)
      67,6
    • 7800 GTX 512- Standard (550/850)
      63,8

Da die GeForce 7800 GTX 512 von nVidia von Haus aus mit sehr hohen Taktraten daherkommt, war uns klar, dass die Übertaktungsergebnisse recht mäßig ausfallen werden – und so kam es auch. Es war möglich, den Chiptakt um 50 MHz auf 600 MHz und den Speichertakt von 850 MHz auf 900 MHz anzuheben. Damit arbeitet letzterer genau am Limit der Spezifikationen eines 1,1-ns-Speichers. Bereits bei einer geringen Erhöhung auf 602 MHz erzeugte die Grafikkarte unschöne Pixelfehler.

Interessanterweise beobachteten wir mit dem Tool RivaTuner, dass alle drei Takt-Domänen des G70-Chips – die Geometric-Domain, ROP-Domain und die Shader-Domain – immer um die identische Frequenz beim Übertakten angehoben werden. Bei den GeForce-7800-GTX-Karten fielen die Werte aufgrund der internen Teiler unterschiedlich aus. Ob dieser Effekt nun wirklich auftritt oder ein Fehler des RivaTuners ist, konnten wir bisher leider nicht in Erfahrung bringen.

HDTV-Wiedergabe

Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia und ATi, den Media Player in der Version 10 und ein spezielles Hotfix, damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.

Da auf der nVidia GeForce 7800 GTX 512 derselbe Chip wie auf der langsameren GeForce 7800 GTX verbaut wird, arbeitet die WMV-HD-Wiedergabe auf identischem Niveau. Es gibt Ausreißer nach oben sowie auch nach unten, insgesamt geben sich die beiden Grafikkarten jedoch nicht viel. Gegen den neuesten High-End-Chip aus dem Hause ATi, den R520, setzt man sich mit dem G70 problemlos in dieser Disziplin durch und erklimmt prompt den Spitzenplatz.

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