News : Umsatz mit Videospielen steigt rasant

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Die ersten neun Monate des Jahres 2005 verheißen gute Zeiten für den deutschen Markt der Computer- und vor allem Videospiele. Der Umsatz legte um 10 Prozent von 572,1 auf nunmehr 622 Millionen Euro zu. Damit legte Deutschland im Vergleich zum europäischen Ausland stärker zu und holte auf.

Großbritanniens und Frankreichs Märkte wuchsen im gleichen Zeitraum langsamer. Interessant ist jedoch die Entwicklung, dass der Markt für Videospiele mittlerweile mehr Umsatz generiert als der Markt der Computerspiele, wie Jens-Uwe Intat, Europa-Geschäftsführer des amerikanischen Spieleproduzenten Electronic Arts, gegenüber der FAZ erläuterte. Mitverantwortlich hierfür sind auch die mobilen Spielekonsolen wie Sonys PlayStation Portable (PSP) und der Nintendo DS. Seit dem 1. September hat Sony rund 100.000 PSPs in Deutschland verkaufen können. Electronic Arts gibt an, dass in den ersten acht Wochen nach dem Verkaufsstart bereits 218.000 Spiele abgesetzt werden konnten. Nintendo hingegen hat insgesamt bisher rund 200.000 Nintendo DS an den Mann bringen können. Intat geht zudem davon aus, dass das Weihnachtsgeschäft den Absatz der mobilen Konsolen noch einmal beschleunigen wird.

Durch eine Kooperation mit dem Funknetzbetreiber „The Cloud“, welche es den Kunden ermöglicht miteinander über das Funknetz des Unternehmens zu spielen, möchte Nintendo den Absatz weiter ankurbeln. Zudem steht der Start von Microsofts Xbox 360 Anfang Dezember auf dem Plan, welcher von der Branche mit Spannung erwartet wird. Microsofts Zeitvorsprung gegenüber Sonys PlayStation 3 und Nintendos Revolution, soll unterstützt durch ein aggressives Marketing den gewünschten Erfolg bringen, der aufgrund aktueller Zahlen bitter nötig ist, da der Umsatz mit Spielen für die derzeit noch aktuelle Xbox in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 6 Prozent auf 44,3 Millionen Euro gefallen ist.

Im gleichen Zeitraum konnten die Spiele für die PlayStation 2 ihren generierten Umsatz von 167,1 auf 183,3 Millionen Euro steigern, während die Computerspiele lediglich von 260 auf 277,1 Millionen Euro zulegen konnten. Der Umsatz der sonstigen Videospiele stieg von 98,2 auf 117,9 Millionen Euro.