WiMax noch zu teuer für den Einsatz

Hannes Tismer 19 Kommentare

Die neue Worldwide Interoperability for Microwave Access (WiMax) Standard, der als IEEE 802.16 definiert ist, wird derzeit bei mehreren Internet-Providern ausgiebig auf Massentauglichkeit getestet. Leider stellen sich bereits jetzt einige gravierende Hürden für den Einsatz als DSL- bzw. Kabelersatz auf.

Da bis jetzt noch keine festen Definitionen für den Hardwarebereich der Technik vorhanden sind, liegen die Einkaufpreise von nötigem Equipment für Anbieter und Kunden jenseits der 100 Euro-Marke. Der Endkundenpreis zum Einrichten eines vollständigen WiMax Anschlusses einer Privatwohnung liegt bei etwa 500 bis 600 Euro – horrend, vergleicht man diese Werte mit den Anschaffungskosten für ein DSL-Modem und -Splitter.

Erschwerend kommt dazu, dass die genutzten Frequenzbereiche von den USA und Europa untereinander abweichen. Des Weiteren sind die preislich momentan noch hoch angesetzten Carrier-Leistungen zu teuer.

WiMax trumpft mit überzeugenden Fakten gegenüber den bisherig eingesetzten WLAN-Standards auf: maximal 109 Mbit/s Übertragungsrate bei 28 MHz Bandbreite, sowie einer theoretischen Reichweite von bis zu 50 Kilometern. Bis 2007 soll die Technik vollständig – auch im Hardwarebereich – definiert sein und so die Kosten erheblich senken. Sollte dies eintreten, könnte WiMax eine ernste Konkurrenz zu bisherigen Breitbandverbindungen wie DSL oder Kabel darstellen.