8/28 Microsoft Xbox 360 im Test : Auf dem Weg zur Marktführerschaft?

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Inbetriebnahme

Klassisch einfach gestaltet sich auch bei der Xbox 360 die Inbetriebnahme der Konsole. Kabel ran und los, könnte auch das Motto der Xbox 360 sein, wäre da nicht der kabellose Controller, der nicht einmal mehr dies erforderlich macht.

Mehr als das Stromkabel der Xbox 360 mit dem Netzteil, dies mit einer Steckdose und die Xbox 360 über das je nach Variante unterschiedliche, mitgelieferte AV-Kabel an einen herkömmlichen Fernseher oder HDTV zu verbinden, ist jedoch nicht notwendig, um sogleich in das Spielgeschehen einzusteigen. Für Xbox Live-Kunden steht vor der Nutzung des Services noch die Verbindung der Konsole mit dem Internet im Raume, was entweder über einen Router (kabelgebunden oder kabellos) oder direkt über eine Breitbandverbindung erfolgen kann. Wählt man den direkten Weg ins Internet, muss die Xbox 360 noch mit den relevanten Benutzerdaten der Internetverbindung gefüttert werden. Jeder, der schon einmal eine DFÜ-Verbindung unter Windows eingerichtet hat, wird auch diesen Punkt problemlos meistern.

Xbox 360 - Die Rückseite
Xbox 360 - Die Rückseite
Xbox 360 - Wireless Controller
Xbox 360 - Wireless Controller
Xbox 360 ohne Faceplate
Xbox 360 ohne Faceplate

Hat man diese ersten, sehr einfachen Schritte gemeistert, kann die Xbox 360 eingeschaltet werden. Dies kann – außer bei der ersten Inbetriebnahme im Zusammenspiel mit dem Wireless Controller – entweder über den Start-Knopf der Konsole oder den Guide-Button des Controllers oder der Fernbedienung erfolgen. Hat man sich für das Pro System mit Wireless Controller entschieden, muss nach dem Start der Xbox 360 sowohl am Controller als auch an der Front der Xbox 360 der Verbindungsknopf gedrückt werden, damit die Xbox 360 mit dem Controller eine Verbindung aufbaut. Von nun an verbindet sich der Controller, sobald man den Guide-Button auf ihm drückt, automatisch mit der Xbox 360 und startet diese auch gegebenenfalls bequem aus der Ferne.

Nach dem Start der Konsole, der erfreulich schnell von Statten geht, muss man ein Benutzerprofil erstellen, welches in Zukunft beim Start automatisch geladen wird. Hierfür ist zwingend ein Speichermedium in Form einer Festplatte oder Memory Unit notwendig. Ist auch dieser Schritt vollzogen, der für Freunde einer Tastatur etwas gewöhnungsbedürftig ist, da man für die Eingabe des Namens und anderer Daten auf die Bildschirmtastatur angewiesen ist, welche sich sowohl mit dem Controller als auch der Fernbedienung handhaben lässt, findet man sich auf der ansprechend gestalteten Benutzeroberfläche der Xbox 360 wieder und kann nach Belieben das Spielgeschehen starten, Videos und Musik wiedergeben, Einstellungen vornehmen oder sich mit Xbox Live verbinden.

Schnittstellen

Die rudimentären Schnittstellen der Xbox 360 erinnern sehr an einen PC. Der Kunde kann dabei von drei USB2.0-Steckplätzen effektiv Gebrauch machen. Ein vierter wird intern für den Anschluss des Funkmoduls für den kabellosen Controller eingesetzt. Zwei der drei USB-Ports befinden sich hinter einer Klappe an der Front und dienen primär für den Anschluss von kabelgebundenen Controllern, MP3-Playern, PDAs, Digitalkameras und USB-Sticks. Der dritte USB-Steckplatz befindet sich auf der Rückseite direkt neben dem Ethernet-Anschluss (RJ45) der Xbox 360 und kann, falls erwünscht, für einen USB-WLAN-Adapter mit bis zu 54 Mbit/s verwendet werden. Versuche unsererseits hier einen herkömmlichen USB-WLAN-Stick von Asus und VIA in Betrieb zu nehmen, schossen fehl, da sie offensichtlich nicht unterstützt werden. Passendes Zubehör findet sich wie so oft direkt im Angebot von Microsoft.

Für all diejenigen, die nicht auf ein Funknetzwerk setzen möchten oder können, stellt Microsoft einen Ethernet-Anschluss zur Verfügung, der direkt mit einem Breitband-Anschluss oder einem bestehenden Netzwerk verbunden werden kann. Neben diesen Netzwerk-Schnittstellen verfügt die Konsole an der Front über zwei Steckplätze für Memory Units. Abseits der Festplatte stellen diese eine zusätzliche Möglichkeit dar, die Profile und Spielstände zu speichern und stets bei sich zu tragen.

Doch was hält der Benutzer in der Hand und wie sehen die viel wichtigeren Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine aus? Fragen, die im Folgenden beantwortet werden sollen.

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