25/25 Asus EN7600GT Silent und EN7900GT TOP im Test : Mehr Takt, mehr Kosten, mehr Leistung

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Fazit

Nach etlichen Benchmarks und anderen Messungen wird deutlich, dass die Asus EN7600GT Silent sowie die EN7900GT TOP durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, da sich die Karten doch in dem ein oder anderen Detail sinnvoll von nVidias Referenzplatinen unterscheiden. Dabei stellt sich jedem potenziellen Käufer die Frage, ob es sich lohnt, geringe Mehrkosten für die beiden Asus-Modelle auszugeben, oder ob man mit den etwas preisgünstigeren Karten im Standarddesign besser beraten ist. Dies lässt sich ganz einfach beantworten: Falls spezielle Wünsche wie eine leise Grafikkarte oder ein leicht schnelleres Modell ohne allzu große Mehrkosten in Erfüllung gehen sollen, sind die Asus-Produkte der Extreme-Serie eine Überlegung wert.

Die EN7600GT Silent bietet bezüglich der Geschwindigkeit keinerlei Performanceplus gegenüber einer herkömmlichen GeForce 7600 GT von nVidia, da es Asus bei dem passiv gekühlten 3D-Beschleuniger bei den Standardtaktraten belässt. Demzufolge kann die 180 Euro teure Grafikkarte ohne Anti-Aliasing sowie dem anisotropen Filter die Radeon X1800 GTO von ATi in Schach halten, während es mit den qualitätsverbessernden Features der Karte aus Kanada gelingt, die Führung zu übernehmen – dafür muss man aber mit einem höheren Geräuschpegel leben können.

Asus N7600GT Silent
Asus N7600GT Silent

Der eigentliche Glanzpunkt der Asus-Adaption ist die Kühllösung, die es wirklich in sich hat. Die komplett passive Kühlung arbeitet sehr effektiv, im Endeffekt gar effektiver als die aktiv gekühlte GeForce 7600 GT! So ist die Karte logischerweise nicht nur lautlos, weswegen sie sich perfekt für den Einsatz in einem Silent-PC, auf welchem auch gespielt wird, eignet. Etwas verbesserungswürdig ist allerdings die Kabelausstattung, bei welcher Asus offenbar den Rotstift angesetzt hat. Hier sind wir von anderen Modellen mehr gewöhnt.

Bei der EN7900GT TOP dreht Asus dagegen etwas an der Taktschraube, womit die GeForce-Karte ein gutes Stück schneller als die Referenzplatine mit der GeForce 7900 GT rendert. Ohne Anti-Aliasing sowie dem anisotropen Filter kann sich die Karte um etwa acht Prozent von dem Referenzdesign absetzen und liegt somit gleichauf mit einer etwas günstigeren Radeon X1800 XT mit 512 MB Speicher. In den hohen Qualitätseinstellungen bleibt der Vorsprung von acht Prozent erhalten, gegen die Radeon X1800 XT sieht die Karte unter – anderem wegen des größeren VRAMs – aber kein Land mehr.

Asus EN7900GT TOP
Asus EN7900GT TOP

Einen zwiespältigen Eindruck hinterlässt auf der EN7900GT TOP das verbaute Kühlsystem. Es arbeitet zwar um einiges ruhiger als die Referenzkarte, dennoch funktioniert auch auf der Asus-Karte die Lüftersteuerung nicht. Unter Windows kann man die Karte gut aus einem geschlossenen Gehäuse heraushören, weswegen sich die 290 Euro teure Grafikkarte, die derzeit aber nur selten lieferbar ist, für einen Silent-Rechner disqualifiziert. Allzu unangenehm fällt der Lüfter jedoch nicht auf.

Zusammengefasst weiß vor allem die Asus EN7600GT Silent zu gefallen. Die Grafikkarte arbeitet in jeder Situation für den Preis mit einer angemessenen 3D-Leistung und dank des lüfterlosen Designs bleibt die Grafikkarte immer ruhig. Die 15 Euro Aufpreis für die Asus-Karte ist unserer Meinung nach eine sinnvolle Investition. Schwerer hat es dagegen die EN7900GT TOP. Die Karte ist zwar durch die Bank schnell, beißt sich gegen die preisgünstigere Radeon X1800 XT aber die Zähne aus. Die ATi-GPU rendert nicht nur schneller, sie bietet zudem eine überlegene anisotrope Filterung. Der Lüfter ist besser als das Modell auf dem Referenzdesign, überzeugen kann der Quirl aber trotzdem nicht. Dazu kommt, dass die EN7900GT TOP derzeit bei kaum einen Online-Shop auf Lager ist. Falls sich dies nicht in kurzer Zeit ändert und Asus nicht den Preis heruntersetzt, wird es die Karte schwer auf dem Markt haben.

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