News : T-Com überträgt ARD und ZDF über IPTV

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Der Start verlief steinig, doch nun kann die Deutsche Telekom einen kleinen Erfolg verbuchen. Man gab heute bekannt, dass eine Einigung mit ARD und ZDF beschlossen wurde. Diese ermögliche es dem Unternehmen, die digitalen Programme der öffentlich-rechtlichen Sender über das eigene IPTV-Angebot zu verbreiten.

Das Programm ist über das VDSL-Netz der Deutschen Telekom in bislang zehn Ballungszentren empfangbar. Ein Teil dieses Angebots ist auch die „T-Com Ehrenlounge“, über die jedes Wochenende die Spieltage der Fußball Bundesliga übertragen werden und die in den vergangenen Wochen mehrmals negativ in die Schlagzeilen geriet.

Durch die Einspeisung der digitalen Angebote von ARD und ZDF in das IPTV-Netz seien nun über 100 Sender empfangbar, so die Telekom in einer Pressemitteilung. Ebenfalls hatte man sich vor Kurzem mit der ProSiebenSat.1-Senderfamilie geeinigt, Gespräche mit der RTL-Gruppe finden zur Zeit statt. Diese Entwicklung verleitete Vorstandsmitglied Walter Raizner zu folgender Aussage: „Die Entwicklung unseres IPTV-Angebots verläuft nach Plan. Das gilt für die Vertragsabschlüsse mit den Sendern wie auch für den technischen Roll-Out.“

Die technische Grundlage für das IPTV-Angebot legte die T-Com mit der Einführung eines VDSL-Angebots, das aktuell Geschwindigkeiten von bis zu 25 MBit pro Sekunde bietet und so das so genannte „Triple Play“ ermöglicht. Dieses Angebot umfasst neben Internet auch Telefon und Fernsehen über einen Internetanschluss. Aktuell können bis zu drei Millionen Haushalte in den Genuss eines solchen Anschlusses kommen; bis zum Jahresende sollen es derer sechs sein.

In den vergangenen Tagen wurde immer wieder von Problemen der T-Com mit den VDSL-Anschlüssen berichtet. Zu guter letzt berichtete die Süddeutsche Zeitung, dass man zum Start der Bundesliga gerade einmal 43 Kunden sein Eigen nennen konnte. Darüber hinaus wurde dort kolportiert, dass sich der Start von VDSL aufgrund technischer Schwierigkeiten auf den Oktober dieses Jahres verzögern könnte.