5/43 ATi Radeon X1950 XTX und X1950 CrossFire im Test : Der letzte Direct3D-9-Nachbrenner

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ATi Radeon X1950 CrossFire

In Zeiten von flotten SLI- und gar Quad-SLI-Systemen darf die Konkurrenz in der Multi-GPU-Technologie natürlich auch nicht fehlen. Dementsprechend bieten die Kanadier im High-End-Segment neben den herkömmlichen Karten eine sogenannte Master- oder CrossFire-Karte an, mit welcher es möglich ist, die CrossFire-Technologie zu nutzen. Die Verwendung zweier identischer Karten wird nach den bisherigen Informationen erst ab der R600-Generation bei den schnellen Boliden möglich sein. Damit die Radeon X1950 XTX diesbezüglich nicht im Trockenen steht, haben die Kanadier erneut eine CrossFire-Edition hergestellt. Erfreulicherweise wird diese ebenfalls für 399 Euro verkauft, weswegen ein CrossFire-Gespann nicht teurer als zwei normale Einzelkarten ist – bei der X850-, X1800- und X1900-Serie war die Master-Karte preislich immer um etwa 50 Euro höher angesiedelt als die Standardversion.

ATi Radeon X1950 CrossFire
ATi Radeon X1950 CrossFire

Äußerlich sieht die Radeon X1950 CrossFire der Radeon X1950 XTX auf den ersten Blick zum Verwechseln ähnlich. Erst ein genauere Begutachtung auf das Slotblech macht einen Unterschied sichtbar. Dort ist ein sog. High-Density-Anschluss anstatt eines zweiten DVI-Ports verbaut, über den nicht nur die Signale der Slave-Karte in die Compositing-Engine eingeschleust, sondern zusätzlich die fertigen Bilder zum Monitor ausgegeben werden. Aus diesem Grund wäre der Einsatz eines normalen DVI-Ports nicht möglich, da dieser eine zu geringe Bandbreite bietet. Die Befestigung des CrossFire-Kabels fällt wie gewöhnlich etwas fummelig aus. Denn „einfach nur mal schnell anstecken“, wie es mit dem Monitorkabel an den DVI-Port möglich ist, ist leider nicht ausreichend. Damit das Kabel mit dem Anschluss einen ausreichenden Kontakt hat, müssen vier Schrauben festgezogen werden, die jedoch etwas eigenartig reagieren.

Radeon X1950 CrossFire Rueckseite
Radeon X1950 CrossFire Rueckseite
Radeon X1950 CrossFire Luefter
Radeon X1950 CrossFire Luefter
Radeon X1950 CrossFire Logo
Radeon X1950 CrossFire Logo

Das Lüftersystem ist absolut identisch zu dem auf einer Radeon X1950 XTX und bietet dieselben Vor- aber auch Nachteile. So bleiben die beiden Kühlsysteme unter Windows angenehm leise, während die Radiallüfter unter Last einige Schwierigkeiten haben. So laut wie das X1900-CrossFire-Gespann werden die beiden 3D-Beschleuniger allerdings zu keiner Zeit. Die Taktraten der CrossFire-Edition sind mit 650 MHZ beziehungsweise 1000 MHz identisch zu denen der Radeon X1950 XTX. Dies ist durchaus als positiv zu vermerken, da die Radeon X1900 CrossFire-Edition mit einem langsameren Takt als die Radeon X1900 XTX daherkommt und daher unnötig Performance verschenkt wird.

Radeon X1950 CrossFire Beschriftung
Radeon X1950 CrossFire Beschriftung
Radeon X1950 CrossFire Slotblech
Radeon X1950 CrossFire Slotblech
Radeon X1950 CrossFire CF-Connector
Radeon X1950 CrossFire CF-Connector

Der Aufbau der Compositing-Engine ist seit der Master-Karte der Radeon-X1800-Serie identisch geblieben. Neben einem Dual-Link-DVI-Anschluss aus, welcher Signale bis einschließlich 2560x1600 bei 60 Hz verarbeiten kann, wird weiterhin ein „Xilinx XC3S400“-Chip zum Berechnen der Bilder genutzt. Darüber hinaus sind zwei „Silicon Image Sil178CTG64“-Chips verbaut, die für die Ausgabe zuständig sind.

Radeon X1950 CrossFire ohne Kuehlsystem
Radeon X1950 CrossFire ohne Kuehlsystem
R580+-GPU
R580+-GPU
Compositing-Engine
Compositing-Engine

Darüber hinaus stellen zwei „Sil163BCTG100s“-Bausteine den TMDS-Receiver dar, der die ankommenden Daten der Slave-Karte empfängt sowie dekodiert und zur Compositing-Engine weiterschickt. Neben den physikalischen Elementen ist eine Schwachstelle der CrossFire-Technologie bestehen geblieben. So kann man den TV-Ausgang nur nutzen, wenn der 2D-Modus aktiviert ist. Falls die Grafikkarten im 3D-Modus arbeiten, kann über den TV-Ausgang kein Bild mehr wiedergegeben werden. Dazu müsste man CrossFire per Treiber deaktivieren.

Silicon Image Chips
Silicon Image Chips
Silicon image Chips 2
Silicon image Chips 2
Xilinx-Chip
Xilinx-Chip

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