IBM baut ersten Cell-basierten Supercomputer

Frank Hüber 41 Kommentare

Das US Department of Energy und die zugehörige National Nuclear Security Administration haben IBM, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung bekannt gibt, für den Bau des ersten Cell- und Opteron-basierten Supercomputers ausgewählt.

IBM möchte auf diesem Wege ein System schaffen, das in der Lage ist, die Petaflop-Grenze zu durchbrechen – das entspricht bis zu 1000 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde. Der hybride Supercomputer mit Codenamen Roadrunner wird im Los Alamos National Laboratory installiert werden. In einem neuen Design werden Cell-Chips in Zusammenarbeit mit AMD-basierten Opteron-x86-Prozessoren zum Einsatz gelangen. Entworfen für den Einsatz in einem breiten Spektrum wissenschaftlicher und kommerzieller Anwendungen, wird das neue Supercomputerdesign neue Software umfassen, um die über 16.000 AMD-Opteron-Prozessorkerne und über 16.000 Cell-Prozessoren zu orchestrieren. Eine Peak-Leistung von über 1.6 Petaflops wird erwartet.

Cell-Blade
Cell-Blade

Die Maschine wird praktisch komplett aus kommerziell verfügbarer Hardware zusammengebaut und mit Linux laufen. Dabei kommen IBM „System x 3755“-Server auf AMD-Opteron-Prozessor-Basis zusammen mit IBM BladeCenter H-Systemen und Cell-Technologie zum Einsatz. Das System wird moderne Kühl- und Stromverbrauchsmanagementtechnologien einsetzen und auch einsetzen müssen. Der Supercomputer wird dabei ca. 12.000 Quadratfuß (mehr als 1100 m²) Fläche einnehmen, was der Größe von etwa drei Basketball-Feldern entspricht.