News : IBM liefert Prozessor für Nintendo Wii aus

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IBM gibt heute bekannt, dass die ersten Mikroprozessoren, die als digitales Herz von Nintendos künftiger Wii Videospielekonsole dienen werden, von der IBM Chipfabrik in East Fishkill, NY, ausgeliefert werden. Der Prozessor trägt den Codenamen „Broadway“ und arbeitet auf Basis der Power-Architektur.

IBM und Nintendo haben in diesem Jahr bereits eine langjährige Chipproduktionsvereinbarung für den Broadway-Prozessor geschlossen. Unter dieser Vereinbarung wird IBM in Millionenstückzahl voll-getestete Broadway-Chips auf Basis der Power-Architektur in 90-Nanometer-Fertigungsverfahren mit Silicon-on-Insulator-(SOI)-Technologie produzieren. Diese basieren auf den Spezifikationen der kundenspezifischen Design-Vereinbarung zwischen Nintendo und IBM. Die SOI-Technologie soll neben einer Erhöhung der Rechenleistung auch eine Reduzierung des Stromverbrauchs um 20 Prozent ermöglicht haben. Der Prozessor wird auf 300-mm-Wafern in der Fabrik in East Fishkill, NY, produziert.

IBM Test Engineer Jim Myers inspiziert eine Charge von Broadway-Prozessoren für Nintendos Wii im IBM Burlington Testcenter (Vermont, USA)
IBM Test Engineer Jim Myers inspiziert eine Charge von Broadway-Prozessoren für Nintendos Wii im IBM Burlington Testcenter (Vermont, USA)

Einen Veröffentlichungstermin für Nintendos kommende Spielekonsole nannte man trotz der nun angelaufenen Lieferungen des Broadway-Prozessors weiterhin nicht. Ron Martino, Director, IBM Technology Collaboration Solutions, ließ sich lediglich zu einem „this holiday season“ hinreißen, was jedoch keine neuen Informationen beinhaltet. Unbestätigten Gerüchten zufolge soll Nintendos Wii jedoch bis spätestens 24.11.2006 in Europa für 149 britische Pfund (rund 219 Euro) in den Handel kommen. Mit einer offiziellen Bekanntgabe des Preises und Veröffentlichungstermins ist nächste Woche zu rechnen.

Nintendo Wii

Die geschäftliche Beziehung zwischen IBM und Nintendo geht bis zum Mai 1999 zurück, als IBM eine Technologievereinbarung für das Design und die Fertigung des Mikroprozessors („Gekko“) für das Nintendo GameCube-System bekanntgab.