12/12 Nvidia nForce 680i SLI im Test : Schlagabtausch mit Intel P965

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Ranking

Kommen wir zur Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse in den einzelnen Kategorien. Wir geben ein Ranking der getesteten Mainboards in den Bereichen „Synthetische Benchmarks“, „Anwendungen“, „Schnittstellen“ und „Spiele“. Bei den Schnittstellen berücksichtigen wir auch schwächer ausgestattete Mainboards und verzichten bei der Aufführung in der Kategorie „Ausstattungsbereinigt“ auf zusätzliche Schnittstellen in den Bereichen Netzwerk und RAID.

Performance-Rating: Synthetisch
Angaben in Prozent
    • EVGA 680i SLI
      99,7
    • Asus P5B-E Plus
      98,0
Performance-Rating: Anwendungen
Angaben in Prozent
    • EVGA 680i SLI
      99,1
    • Asus P5B-E Plus
      98,5
Performance-Rating: Spiele
Angaben in Prozent
    • Asus P5B-E Plus
      99,3
    • EVGA 680i SLI
      99,0
Performance-Rating: Schnittstellen
Angaben in Prozent
    • EVGA 680i SLI
      61,6
    • Asus P5B-E Plus
      53,5
Schnittstellen (Ausstattungsbereinigt)
Angaben in Prozent
    • EVGA 680i SLI
      95,8
    • Asus P5B-E Plus
      94,6

Nachdem sich der interessierte Leser seinen Favoriten in den einzelnen Kategorien aussuchen konnte, geben wir natürlich auch ein Gesamt-Rating ab, in welches die Ergebnisse aus allen Kategorien einfließen. Der Gerechtigkeit halber nutzen wir bei den „Schnittstellen“ die ausstattungsbereingte Version. Darin wird nur die FireWire-, USB-, und RAID-Performance (RAID 0,1) der jeweils primären Schnittstelle bewertet.

Performance-Rating: Gesamt
Angaben in Prozent
    • EVGA 680i SLI
      99,9
    • Asus P5B-E Plus
      99,1

Fazit

Mit dem nForce-680i-SLI-Chipsatz setzt nVidia sich gut in (die Intel-)Szene. Im Vergleich zum P965 von Intel kann der 680i in fast allen Kategorien knapp die Spitze behaupten. Lediglich in der häufig gefragten Spiele-Sektion muss beim Einsatz einer Grafikkarte unter unseren Einstellungen der gute zweite Platz reichen. Mit der exklusiven SLI-Funktion hat man für Enthusiasten allerdings das entscheidende Kaufargument in petto. Nach dem ziemlich verpatzten Start des nForce 590 Intel Edition will nVidia es diesmal besser machen, viel besser sogar. Betrachtet man allein die Leistungen, so liegt man tatsächlich sehr knapp vor dem Konkurrenten Intel.

EVGA 680i SLI
EVGA 680i SLI

Auch ein Blick auf die Ausstattung zeigt Positives für die grüne nVidia-Fraktion. Zwei echte PCIe-x16-Schnittstellen stehen bereit, dazu kommen zwei native GigaBit-LAN-Schnittstellen. Seit der Einführung der Core-2-Duo-Prozessoren gelten Intel-CPUs nach langer Zeit wieder als die Spiele-Prozessoren. Was liegt da näher, als SLI auch auf Intel-Systemen zu nutzen? Intel hat sich bereits vor längerer Zeit für die immernoch rote Alternative CrossFire von ATi entschieden. Ob sich nach der Übernahme von ATi durch AMD daran etwas ändert, liegt im Ungewissen.

Ein weiterer wichtiger Prestige-Punkt sind die Übertaktungsmöglichkeiten. Der nForce 680i entkoppelt dazu die Taktung von RAM und Prozessor komplett voneinander. So kann man auch mit normalen PC6400-RAM ausschließlich den Prozessor übertakten. Was sich in der Theorie vielversprechend anhört und in der Praxis auch einwandfrei funktioniert, verhalf unserem nForce 680i trotzdem nicht zur OC-Krone. Bei 456 MHz war Schluss, trotz automatisch erhöhtem VCore. Da lächelte der P965 nur müde und legte ohne jede Spannungserhöhung und mit gekoppeltem RAM-Takt mal eben die Messlatte auf 495 MHz.

Nun sollte man all' diese Werte nicht auf die Goldwaage legen, stammt das EVGA-Mainboard doch noch aus der Vorserien-Produktion. Auch die angesprochenen Layout-Mängel sollen angeblich noch behoben werden. Sicherlich werden noch weitere Hersteller den nVidia nForce 680i SLI als Basis für ihre Motherboards wählen. Und somit ist auch die Wahrscheinlichkeit für Tests mit Serien-Boards bei uns sehr hoch.

Asus P5B-E Plus
Asus P5B-E Plus

Das von uns getestete EVGA-Mainboard ist inzwischen unter der Bezeichnung 122-CK-NF-68 für etwa 240,- Euro erhältlich. Womit wir beim letzten Vergleich wären, dem Preis. Denn das Asus P5B-E Plus wird für rund 100 Euro weniger gehandelt. Setzt man diese Preise mit den erreichten Leistungen in Relation, steht die EVGA-Hauptplatine in keinem guten Licht da. Neben dem höheren Kaufpreis sind auch die Unterhaltskosten des nForce 680i SLI höher, wie der Blick auf den Strombedarf der Systeme zeigt.

nVidia hat seine Hausaufgaben gemacht, das kann man nicht leugnen. Die Leistung ist auf sehr hohem Niveau und durchaus vergleichbar mit denen der Intel-Schmieden. Allerdings verfügt Intel unumstritten über mehr Erfahrung mit den eigenen Prozessoren und zeigt dies gerade beim Übertakten sehr deutlich. Wer allerdings unbedingt auf eine Dual-Grafikkarten-Lösung von nVidia beharrt, der kommt weiterhin eh nicht an Mainboards mit (teuren) nForce-600-SLI-Chipsätzen vorbei.

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