12/12 Asus Striker Extreme und P5N32-E im Test : Zweimal nForce 680i für die Königsklasse

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Ranking

Kommen wir zur Zusammenfassung der bisherigen Ergebnisse in den einzelnen Kategorien. Wir geben ein Ranking der getesteten Mainboards in den Bereichen „Synthetische Benchmarks“, „Anwendungen“, „Schnittstellen“ und „Spiele“. Bei den Schnittstellen berücksichtigen wir auch schwächer ausgestattete Mainboards und verzichten bei der Aufführung in der Kategorie „Ausstattungsbereinigt“ auf zusätzliche Schnittstellen in den Bereichen Netzwerk und RAID.

Performance-Rating: Synthetisch
Angaben in Prozent
    • EVGA 680i SLI
      99,4
    • Asus Striker Extreme
      99,2
    • Asus P5N32-E SLI
      98,9
    • Asus P5W DH Deluxe
      98,7
    • Asus P5B-E Plus
      97,8
Performance-Rating: Anwendungen
Angaben in Prozent
    • Asus P5W DH Deluxe
      99,3
    • EVGA 680i SLI
      98,9
    • Asus P5B-E Plus
      98,3
    • Asus P5N32-E SLI
      97,7
    • Asus Striker Extreme
      97,7
Performance-Rating: Spiele
Angaben in Prozent
    • Asus P5W DH Deluxe
      99,1
    • Asus P5B-E Plus
      97,8
    • Asus P5N32-E SLI
      97,7
    • EVGA 680i SLI
      97,5
    • Asus Striker Extreme
      97,3
Performance-Rating: Schnittstellen
Angaben in Prozent
    • Asus Striker Extreme
      61,2
    • Asus P5W DH Deluxe
      58,9
    • EVGA 680i SLI
      56,7
    • Asus P5B-E Plus
      56,0
    • Asus P5N32-E SLI
      53,7
Schnittstellen (Ausstattungsbereinigt)
Angaben in Prozent
    • EVGA 680i SLI
      95,8
    • Asus P5B-E Plus
      94,6
    • Asus P5W DH Deluxe
      92,2
    • Asus Striker Extreme
      90,8
    • Asus P5N32-E SLI
      90,0

Nachdem sich der interessierte Leser seinen Favoriten in den einzelnen Kategorien aussuchen konnte, geben wir natürlich auch ein Gesamt-Rating ab, in welches die Ergebnisse aus allen Kategorien einfließen. Der Gerechtigkeit halber nutzen wir bei den „Schnittstellen“ die ausstattungsbereingte Version. Darin wird nur die FireWire-, USB-, und RAID-Performance (RAID 0,1) der jeweils primären Schnittstelle bewertet.

Performance-Rating: Gesamt
Angaben in Prozent
    • EVGA 680i SLI
      99,5
    • Asus P5W DH Deluxe
      98,9
    • Asus P5B-E Plus
      98,7
    • Asus Striker Extreme
      97,7
    • Asus P5N32-E SLI
      97,6

Fazit

Gute Arbeit haben Asus und nVidia da abgeliefert. Sowohl das Striker Extreme als auch das P5N32-E SLI sehen nicht nur schick aus, sie zeigen auch recht gute Leistungswerte. Allerdings fehlt dem BIOS in letzter Instanz der Biss, denn dass im nVidia nForce 680i SLI mehr steckt, zeigte der Test des EVGA-680i-SLI-Mainboards vor einigen Wochen. Da Asus jedoch eine recht fleißige Entwicklungs- und Programmier-Abteilung aufweist, hoffen wir, dass diese kleinen Performance-Probleme in naher Zukunft der Vergangenheit angehören. Es ist allerdings jedes Mal nur das letzte Quäntchen Leistung, das den beiden Zwillingen im Vergleich zu den bisher getesteten Mainboards, insbesondere dem nForce 680i von EVGA, fehlt.

Dass die Werte des P5W-DH Deluxe, welches wir extra nachgetestet haben, in den Benchmarks häufig vorne liegen, sollte hingegen nicht überbewertet werden. Im Gegensatz zu allen anderen Boards hat es einen zu hohen FSB, wie die Screenshots von CPU-Z dokumentieren. Selbst solche geringen Abweichungen können schon zu leichten Vorteilen führen. Wobei das P5W gerade einmal zwei Prozent schneller als das Striker Extreme beim Spiele-Ranking ist.

Asus P5W DH Deluxe CPU-Z CPU
Asus P5W DH Deluxe CPU-Z CPU
Asus P5W DH Deluxe CPU-Z RAM
Asus P5W DH Deluxe CPU-Z RAM

Viele werden die zusätzlichen Ausstattungsmerkmale des Striker Extreme als unnütze Spielereien abtun. Eine sehr aufwendige Heatpipe-Kühlung, das Poster-LCD, die OnBoard-Beleuchtung, der Einsatz von Solid-State-Elkos und anderes. Natürlich haben alle diese Merkmale ihren Preis und das schlägt sich dann auch im zu bezahlenden Obulus beim Händler nieder. Dabei ist das Striker Extreme fast zu schade, um es in einen schnöden Blechmantel zu kleiden und darin zu verstecken. Eben ein echtes Mainboard für Enthusiasten, das neben der zurzeit nur guten Leistung bei unseren spärlichen Versuchen bereits recht ordentliche Übertaktungs-Werte an den Tag brachte.

Und der zweite der zweieiigen Zwillinge namens P5N32-E SLI? Fast namensgleich zum Vorgänger-Mainboard ohne „-E“-Zusatz mit dem nForce-4-Chipsatz, ist es marginal schlechter als sein großes Geschwister. Bei der Ausstattung wurde recht deutlich gekürzt und so finden sich in der ATX-Blende zum Beispiel auffallend wenige Öffnungen für Schnittstellen. Die Heatpipes wurden auf das notwendige Minimum reduziert, PowerOn-Taster und ähnliches wegrationalisiert. Nun könnte es sich natürlich auch um "Resteverwertung" handeln, ähnlich der bei Prozessoren. Soll heißen: Schafft das Mainboard alle Test bei der Herstellung, wird es ein Striker Extreme. Werden bestimmte Grenzwerte unterschritten, mutiert es zum P5N32-E SLI. Asus wollte sich zu dieser Vermutung nicht äußern.

Werfen wir noch kurz einen Blick auf die Preise der beiden Asus-Probanden. Das Striker Extreme für den Enthusiasten-Markt ist ab knapp 290 Euro erhältlich, das kleine Mainstream-Mainboard-Geschwister wird bereits ab rund 188 Euro angeboten. Zum Vergleich: Das mitgetestete Asus P5W DH Deluxe, das ebenfalls dem Enthusiasten-Markt zuzuschreiben ist, kann zurzeit für knapp 180 Euro erworben werden.

Asus P5N32-E SLI
Asus P5N32-E SLI

Somit ist der Einstieg in die SLI-Welt mit Intel-Prozessoren alleine von der Mainboard-Seite sicher nicht der günstigste. Wessen Haushalt beim geplanten Mitziehen in die eben genannte Welt jedoch am „relativ geringen Mehrpreis“ für ein Board mit dem nForce 680i scheitert, der sollte seine Finanzlage generell erst noch einmal in Ruhe überprüfen. Wer sogar drei Grafikkarten zum Einsatz bringen will, dem sollten finanzielle Hindernisse beim Hardware-Einkauf fremd sein und er kann beruhigt zum Vorzeige-Mainboard in Form des Striker Extreme greifen. Beim Übertakten ist zum jetzigen Zeitpunkt Intel noch knapp in Führung, der 680i folgt aber dicht auf.

Wir könnten noch seitenweise Vor- und Nachteile der jeweiligen Chipsätze der beiden großen Hersteller präsentieren, ohne letztendlich eine Lösung für alle zu finden. Zu unterschiedlich sind die Geschmäcker, die Ansprüche und letztendlich auch der Geldbeutel, um eine endgültige Entscheidung treffen zu können. Das Asus Striker Extreme ist sicherlich technisch ein echtes Schmankerl, bietet aber zurzeit noch nicht die entsprechende Leistung. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist beim Asus P5N32-E SLI klar besser, dafür sind deutliche Abstriche bei der Ausstattung zu machen. Trotzdem hoffen wir, dem einen oder anderen Leser die Entscheidung bei der Verwendung des Weihnachtsgelds in Form des Mainboard-Kaufs etwas erleichtert zu haben.

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