News : Google Earth: Indische Anlagen verschleiert

, 32 Kommentare

Google Earth bietet nicht nur interessierten Freizeit-Globetrottern die Möglichkeit, über den virtuellen Globus zu schauen, sondern auch terroristischen Vereinigungen. Davor zumindest habe die indische Regierung Angst, die Google dazu bewegen konnte, sensible Anlagen geringer aufzulösen.

So würden nunmehr indische Verteidigungsanlagen sowie bedeutende Forschungszentren verschleiert, um Terroristen keine Möglichkeit zu bieten, auf diesem Wege Ziele auszuspionieren. Dass diese Bitte nicht ganz unbegründet ist, zeigen mehrere Erkenntnisse aus der Gegenwart und der Vergangenheit: So wurde vor gut anderthalb Jahren ein US-amerikanischer Stealth-Bomber fotografiert und nicht verschleiert, was ihn eindeutig erkennbar über Google Earth zeigte. Mittlerweile ist dieser zwar verschwunden und er hätte auch niemals in der Form gezeigt werden dürfen – es handelte sich damals um ein Versehen – doch demonstriert dies die Möglichkeiten, die Google Earth bietet.

stealth-bomber
stealth-bomber

Möglichkeiten, die vielleicht auch irakische Terroristen nutzen wollen, wurden doch erst Anfang dieses Jahres Aufnahmen von britischen Stellungen im Irak sichergestellt, die sich bei einer Hausstürmung fanden. Auf diesen Aufnahmen, die mit Hilfe von Google Earth erstellt wurden, sind Gebäude und Zelte sowie die Toiletten und Parkplätze bewaffneter Geländefahrzeuge sichtbar. Auf der Rückseite einiger Fotos wurden die genauen Koordinaten der leicht verwundbaren Ziele des Militärcamps vermerkt, das sich in der Nähe der südirakischen Hafenstadt Basra befindet. Zwar konnte bisher nicht bewiesen werden, dass ein direkter Zusammenhang zwischen dem Beschuss der Camps und den Satellitenaufnahmen besteht, es wurde aber erklärt, dass die tagtäglich stattfindenden Angriffe mit Mörsergranaten zunehmend treffsicherer würden. Sie forderten in den letzten sechs Monaten ein Todesopfer und mehrere Verletzte unter den Soldaten.

Der Verdacht auf den direkten Zusammenhang zwischen den Fotos und dem Beschuss lässt einige der Soldaten daran denken, Google zu verklagen, sollten sie durch Mörsergeschosse verletzt werden, die durch Google-Aufnahmen ihr Ziel treffsicher fanden.