5/19 Mainboards mit i965P im Test : Asus gegen MSI gegen Gigabyte

, 0 Kommentare

ASUS P5B Deluxe

  • Lieferumfang
    • Handbuch
    • Treiber- und Software-CD
    • InterVideo Media Launcher CD
    • 1x Zweifach-USB-Modul
    • 6x SATA-Datenkabel
    • 3x SATA-Stromversorgungskabel
    • 1x UDMA 133/100/66-Datenkabel
    • 1x FDD-Kabel
    • 1x Q-Connector
    • 1x IEEE1394-Port-Modul
    • 1x optionaler Lüfter für Heatpipe-System
    • 1x omnidirektionale WiFi-Antenne
    • 1x Slotblende
optionaler Lüfter
optionaler Lüfter
WiFi-Karte
WiFi-Karte
Q-Conncetor
Q-Conncetor

Das Asus-Mainboard bringt umfangreiches Zubehör mit sich. Neben der in der WiFi-AP-Edition beiliegenden WiFi-Karte samt Antenne finden sich auch Module für weitere USB- und FireWire-Steckplätze in der Verpackung. Zudem erleichtert Asus' Q-Connetor die Installation der Kabel des Frontpanels, indem diese statt direkt auf das Mainboard auf einen beschrifteten Stecker aufgesteckt werden, um dann über diesen mit dem Mainboard verbunden zu werden.

Layout

Das Asus P5B Deluxe ist vorbildlich aufgebaut: Es verfügt über zwei PCIe-x16-, einen PCIe-x1- sowie drei PCI-Steckplätze. Ein PCI- und der PCIe-x1-Steckplatz müssen geopfert werden, kommen zwei Grafikkarten mit Dual-Slot-Kühlsystem zum Einsatz. Das Mainboard verfügt zudem über sieben interne SATA-Schnittstellen, von denen sechs über die ICH8/R angesprochen werden. Der verwendete JMB363-Onboard-Chip von Jmicron steuert den letzten internen SATA-Steckplatz (zu finden neben der WiFi-Karte) sowie einen an der Slotblende befindlichen eSATA-Ausgang an. Festplatten, die an diesen beiden Ausgängen angeschlossen werden, können zudem im RAID0- oder RAID1-Array betrieben werden. Leider wird kein Stromanschluss nach außen geführt, was den Anschluss einer externen SATA-Festplatte verkompliziert. RAID-Funktionalität besitzt auch die verwendete ICH8/R-Southbridge, weshalb die sechs Festplatten, die an diese angeschlossen werden können, ebenfalls in den RAID-Modi 0, 1, 5 und 10 betrieben werden können.

Sehr vorbildlich fällt die Kühlung des Chipsatzes aus. Sowohl die P965-MCH als auch die ICH8/R des Mainboards werden komplett passiv gekühlt. Der Kühlkörper auf der Northbridge ist zudem durch ein Heatpipe-System mit dem passiven Kühlkörper der Spannungswandler verbunden. Dieser wiederum ist so konstruiert, dass auf ihm ein beiliegender optionaler Lüfter installiert werden kann. Dieser wird laut Asus dann nötig, wenn das System komplett passiv oder mit Wasser gekühlt werden soll; er soll unter diesen Umständen wichtige Komponenten aktiv kühlen. Im normalen Betrieb, also einem Aufbau mit aktiver Prozessorkühlung und Gehäuselüftern, rät Asus von dem optionalen Lüfter ab, da er nur den Luftfluss im Gehäuse stören würde. Für den Einbau mehrerer Gehäuselüfter stehen im Übrigen gleich vier 3-Pin-Stromstecker bereit. Hinzu kommt der obligatorische 4-Pin-Steckplatz für den Gehäuselüfter. Im Gegensatz zu einigen ebenfalls in diesem Test vertretenen Konkurrenz-Mainboards können die meisten, wenn nicht sogar alle, Gehäuselüfter direkt an das Mainboard angeschlossen werden, was die direkte Lüftersteuerung vereinfacht.

Ebenfalls erfreulich ist, dass das Asus P5B Deluxe nicht nur Dual-Gigabit-Ethernet bietet, sondern in der WiFi-AP-Edition auch über eine kleine WiFi-Karte verfügt, die nach 802.11b/g-Standard funken kann. Im eklatanten Gegensatz zu diesem umfangreichen Angebot steht einmal mehr das nur einfache Vorhandensein eines IDE-Steckplatzes. Obgleich die ICH8/R keine IDE-Ports per se mehr unterstützt, so hätte getrost ein Zusatzchip verbaut werden können, der nicht nur einen sondern zwei Steckplätze offeriert. Immerhin setzen die meisten der aktuellen CD- und DVD-Laufwerke noch auf den PATA-Standard und nehmen aus diesem Grunde den IDE-Steckplatz für sich ein. Der Einsatz von SATA-Festplatten ist somit ein Muss.

Gesamtansicht beschriftet
Gesamtansicht beschriftet
Komponenten Asus P5B Deluxe
Nr. Funktion Bezeichnung Info
1 Northbridge Intel P965 MCH Chipsatz-Details (PDF)
2 Southbridge Intel ICH8/R Intel Datenblatt
3 SATA-Controller Jmicron JMB363 Datenblatt
4 FireWire-Controller TSB43AB22A Datenblatt
5 Gbit Netzwerk Marvell 88E8001 Kurz-Info
6 Soundchip ADI AD1988B Kurz-Info
7 Super I/O Winbond W83627OHG-A -
Gesamtansicht
Gesamtansicht
Slotblende
Slotblende
Heatpipe-Kühlung
Heatpipe-Kühlung
Heatpipe-Kühlung (2)
Heatpipe-Kühlung (2)
CPU-Spannungsversorgung
CPU-Spannungsversorgung
Onboard-Controller
Onboard-Controller
PCI(e)-Anschlüsse
PCI(e)-Anschlüsse
Sockelbereich
Sockelbereich
Anschlüsse Southbridge
Anschlüsse Southbridge
WiFi-Karte eingesteckt
WiFi-Karte eingesteckt
Schriftzug
Schriftzug
4-Pin-Stromanschluss
4-Pin-Stromanschluss

BIOS

Das BIOS lag zum Testzeitpunkt in der Version 0804 vor.

ACPI-Suspend
Das Asus-Mainboard unterstützt mit S1 und S3 die beiden wichtigsten Stromsparmodi. Beide lassen sich einzeln im BIOS anwählen. Zusätzlich gibt es die Einstellung „Auto“. Aus diesem Modus sowie aus dem S3-Modus lässt sich der Computer per Ein/Aus-Schalter oder PS/2-Hardware, aus dem S1-Modus hingegen auch per Tastendruck und Mausklick mit USB-Peripherie wieder aufwecken.

Lüftersteuerung
Asus setzt wie gewohnt auf die Q-Fan-Lüftersteuerung. Damit können vier von fünf Lüftern gesteuert werden. Allerdings stellt Q-Fan für den CPU- und die drei Chassis-Lüfter nur drei Leistungsstufen zur Wahl: Performance, Optimal und Silent. Der CPU-Lüfter kann hierbei einzeln über diese drei Profile angesprochen werden, die Chassis-Lüfter hingegen werden im Dreierpack über ein Profil gesteuert. Eine spezifische Regelung spezieller Gehäuselüfter ist so also ebenso nicht möglich wie die direkte Änderung der Drehzahl. Auch eine Vorgabe der Temperatur für unterschiedliche Drehzahlen existiert nicht. Asus' Q-Fan-Funktion kann somit im Gegensatz zu mancher Konkurrenz zwar viele Lüfter steuern, bietet dabei im Vergleich aber wenig Optionen zur genauen Konfiguration an.

Crashfree BIOS
Sollten Übertaktungs-Versuche einmal fehlschlagen, kommt die große Stärke der Asus-Platinen zum Vorschein. Wenn der Rechner nicht mehr ordnungsgemäß bootet, reicht es, den Netzschalter am Netzteil auszuschalten, oder den Stecker zu ziehen. Beim nächsten Hochfahren werden automatisch Standardwerte geladen, die es erlauben, das BIOS aufzurufen. Asus nennt diese Funktion „Crashfree BIOS“.

Wer sein BIOS nicht unter Windows flashen möchte, kann dies auch per „Alt-F2“-Tastenkombination beim Booten tun. Nötig ist dazu eine Diskette, CD oder ein USB-Stick mit der aktualisierten BIOS-Version, die geflasht werden soll. Eine Startdiskette oder DOS-Tools sind nicht mehr nötig. Das dabei aufgerufene Tool „EZ Flash 2“ kann auch direkt aus dem BIOS unter dem Reiter Tools aufgerufen werden.

Software

Nach dem automatischen Start der Treiber- und Software-CD wird die vollständige Installation aller benötigten Treiber angeboten. Zusätzlich kann noch ein USB-2.0-Treiber installiert werden, der jedoch beim Service Pack 2 für Windows XP überflüssig wird.

Ein Install-All-Wizard steht ebenfalls für die Hilfsprogramme zur Verfügung, die auf der CD enthalten sind. Neben dem bekannten Asus Update stehen auch wieder der AI Booster, AI NOS und PC Probe II zur Verfügung. Ferner kann auf diesem Wege DirectX 9.0c installiert werden.

Über einen weiteren Reiter "Diskette erstellen" können Installationsdisketten für die Intel ICH8/R sowie den verbauten Jmicron JMB36X erstellt werden, jeweils in einer 32- und einer 64-Bit-Version. Über ein abrufbares Boot-Menü lassen sich diese Disketten auch ohne den Zugriff auf das Betriebssystem erstellen.

Auf der nächsten Seite: Gigabyte GA-965P-DQ6