nVidia nForce 680i LT SLI im Test : Abgespeckter High-End-Chipsatz

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nVidia nForce 680i LT SLI im Test: Abgespeckter High-End-Chipsatz

Kurz nach der CeBIT gibt es aus dem Hause nVidia ein neues Produkt. Es handelt sich um nVidias nForce-680i-LT-SLI-Chipsatz, eine leicht abgespeckte Version des bereits bekannten nForce-680i-SLI-Chipsatzes für Prozessoren von Intel. Vor allem bei der Ausstattung hat nVidia einige Abstriche gemacht, so fällt unter anderem die zweite LAN-Schnittstelle weg. Das Hauptargument für die Top-Versionen der SLI-Chipsätze bleibt allerdings bestehen – die Anbindung der verwendeten Grafikkarten per PCIe-x16-Schnittstelle.

nVidia hat also ab heute zwei echte x16-Chipsätze im Portfolio und steigert damit den Druck auf die Chipsatz-Konkurrenten AMD und Intel weiter. Durch die zusammengestrichene Ausstattungsliste fällt auch der Preis pro Chipsatz deutlich. Das Preissegment wird von nVidia mit 199 US-Dollar angegeben, im Gegensatz zu 249 US-Dollar oder mehr beim großen Bruder nForce 680i SLI. Betrachtet man die Kommentare zu unseren Artikeln über die bisher erschienenen 680i-Mainboards, wird häufig gerade der sehr hohe Preis bemängelt. Auch die opulente Ausstattung wird oft als unnützer Schnickschnack abgetan. Offenbar hat nVidia auf diese Kritik reagiert und bietet den Mainboard-Herstellern mit dem nForce 680i LT SLI jetzt die Möglichkeit, günstige aber trotzdem leistungsstarke Mainboards zu produzieren. Bisher stand in der günstigen Liga nur der 650i-SLI-Chipsatz zur Verfügung, der allerdings maximal eine doppelte x8-Anbindung erlaubt. Für Hardcore-Spieler ist das allerdings nicht genug, denn wer zwei 8800-Grafikkarten sein Eigen nennt, möchte sie auch mit maximaler Leistung an das Mainboard anbinden können.

Für unseren Test stand uns ein 122-CK-NF67-Vorserien-Mainboard „Designed by nVidia“, hergestellt von EVGA, zur Verfügung. Wegen des Vorserien-Status' sollte man nicht zu genau auf die Messwerte schauen, war der Proband doch nur mit einem Evaluation-BIOS ausgestattet.

Lesezeichen

Sich im Laufe der Zeit angesammelte Artikel, die mit diesem Artikel in Zusammenhang stehen, wollen wir nachfolgend noch einmal in Erinnerung rufen. Da es mitunter vorkommt, dass im heutigen Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Tests und Technikerläuterungen zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas „mehr“ wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.

nForce 680i LT SLI

Im November stellte nVidia seine 600i-Chipsatz-Familie für Intel-Prozessoren vor. Zum Launch wurden drei verschiedene Modelle präsentiert. Mit dem 680i LT SLI ist jetzt ein viertes Modell dazu gekommen. In der Tabelle lassen sich die Ausstattungsmerkmale der verschiedenen Versionen einfach miteinander vergleichen.

nVidia nForce 600i Serie im Überblick
nForce 680i SLI nForce 680i LT SLI nForce 650i SLI nForce 650i Ultra
Segment Enthusiast SLI Hochleistung SLI Leistung SLI Mainstream
CPU Sockel 775
Core 2 Extreme
(Dual & Quad Core)
Core 2 Quad
Core 2 Duo
Celeron D
Pentium 4
Pentium D 9XX
Pentium D 8XX
Sockel 775
Core 2 Extreme
(Dual & Quad Core)
Core 2 Quad
Core 2 Duo
Celeron D
Pentium 4
Pentium D 9XX
Pentium D 8XX
Sockel 775
Core 2 Extreme
(Dual & Quad Core)
Core 2 Quad
Core 2 Duo
Celeron D
Pentium 4
Pentium D 9XX
Pentium D 8XX
Sockel 775
Core 2 Extreme
(Dual & Quad Core)
Core 2 Quad
Core 2 Duo
Celeron D
Pentium 4
Pentium D 9XX
Pentium D 8XX
SLI ja, 2x x16 ja, 2x x16 ja, 1x x16, 2x x8 nein
Dritter PEG-Slot X X X
FSB 1.333 1.333 1.066 1.066
SLI-Ready Memory EPP ja, bis 1.200 MHz ja, bis 800 MHz X X
FirstPacket
DualNet X X X
natives GigaBit LAN ja, 2x ja, 2x ja, 1x ja, 1x
LAN Teaming X X
TCP/IP Beschleunigung X X
MediaShield
SATA/PATA 6/2 6/2 4/4 4/4
SATA 3GB/s
RAID-Modi 0, 1, 0+1, 5 0, 1, 0+1, 5 0, 1, 0+1, 5 0, 1, 0+1, 5
nTune 5.0
PCIe-Lanes/Kanäle 46/9 46/9 18/4 18/3
Aufteilung 16, 16, 8,
1, 1, 1, 1, 1, 1
16, 16, 8,
1, 1, 1, 1, 1, 1
16, 1, 1 oder
8, 8, 1, 1
16, 1, 1
USB 2.0 10 10 8 8
PCI-Plätze 5 5 5 5
Audio HD Audio (Azalia) HD Audio (Azalia) HD Audio (Azalia) HD Audio (Azalia)

Der 680i-LT-SLI-Chipsatz ist also genau in der Lücke zwischen 680i SLI und 650i SLI platziert und bietet Ausstattungsmerkmale aus beiden Welten. Wie bereits erwähnt fehlen einige High-Tech-Features wie der dritte PCIe-x16-Slot. Hier wurde eindeutig der Rotstift angesetzt. Wer ob der RAM-Unterstützung jetzt enttäuscht ist, der kann beruhigt werden. Das BIOS bietet per Overclocking weiterhin RAM-Frequenzen von bis zu 1.400 MHz DDR2-Takt. Dabei kann die Frequenz wieder unabhängig vom Prozessortakt geändert werden.

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