32/34 ATi Radeon HD 3870 im Test : Ein neuer Name alleine reicht nicht

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Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakten. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark06, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von Company of Heroes, F.E.A.R und Prey. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertakten
  • Company of Heroes:
    • PC Radeon HD 3870 – Übertaktet (837/1225)
      78,2
    • PC Radeon HD 3870 – Standard (775/1125)
      74,2
  • F.E.A.R.:
    • PC Radeon HD 3870 – Übertaktet (837/1225)
      66,0
    • PC Radeon HD 3870 – Standard (775/1125)
      61,0
  • Prey:
    • PC Radeon HD 3870 – Übertaktet (837/1225)
      62,8
    • PC Radeon HD 3870 – Standard (775/1125)
      58,2

Mit 775 MHz ist die RV670-GPU auf der Radeon HD 3870 bereits sehr hoch getaktet und trotz des 55-nm-Prozesses scheint eine viel höhere Taktfrequenz somit kaum möglich. Mit einem Plus von etwa 60 MHz auf 837 MHz fällt das Ergebnis nichtsdestotrotz ganz ordentlich aus, auch wenn keine neuen Rekorde gebrochen werden können. Der Speicher ließ sich um exakt 100 MHz auf 1225 MHz übertakten, bevor erste Grafikfehler auftraten. Da der GDDR4-Speicher mit 0,8 ns spezifiziert ist und einen theoretischen Maximaltakt von 1250 MHz schafft, bleiben wir mit unseren Werten leicht unter der theoretisch möglichen Taktrate zurück – aber das PCB spielt hier auch eine Rolle. Die Performance der Radeon HD 3870 konnten wir durch unsere Maßnahmen insgesamt um maximal acht Prozent steigern.

VC-1-Wiedergabe

Noch vor einigen Jahren standen sämtliche PCs vor der damals komplizierten Aufgabe, ein DVD-Video zu decodieren. Nachdem damals zuerst die CPU alleine ackern musste, und diese des Öfteren damit überfordert war, kam es bei den Grafikchipspezialisten in die Mode, ihre 3D-Beschleuniger mit speziellen Funktionen auszustatten, um dem Prozessor die Hauptarbeit des Dekodierens abzunehmen. Ein netter Nebeneffekt war, dass die Grafikkarten mit speziellen Algorithmen arbeiten konnten, der die Bildqualität ohne einen großen Leistungsaufwand verbessern konnte. DVDs sind mittlerweile schon längst keine Herausforderung mehr. Ein moderner PC steht mittlerweile vor deutlich schwereren Aufgaben: Das Decodieren von im VC-1- oder H.264-Codec befindlichen HD-Videos, die auf einer Blu-ray oder einer HD DVD aufgenommen worden sind (HD-Trailer haben zwar dieselben Codecs sowie eine identische Bildqualität, allerdings sind diese nicht verschlüsselt, weswegen die CPU-Auslastung um einiges geringer ausfällt). Wir haben uns als Film für „Children of Men“ auf einer HD DVD (1024p, 24 Bilder pro Sekunde) entschieden, der im VC-1-Codec auf einer HD DVD vorliegt. Wir messen sekündlich die CPU-Auslastung der ersten zweieinhalb Minuten des Films und bilden jede fünfte Sekunde in einem Verlaufsdiagramm ab.

Da die RV670-GPU den so genannten „Unified Video Decoder“ (UVD) integriert hat, ähneln die Ergebnisse der Radeon HD 3870 sehr denen einer Radeon-HD-2600-Karte – und können sich somit sehen lassen. Der Unified Video Decoder beschleunigt den VC-1-Codec vollständig und belastet somit die CPU nicht unnötig. Da die G92-GPU auf der GeForce 8800 GT VC-1 nicht vollständig beschleunigen kann, ist das Ergebnis im Durchschnitt etwas schlechter als das der Radeon HD 3870. 22 Prozent (ATi) gegen 31 Prozent (Nvidia) lautet das Ergebnis. Die R600-GPU muss die Videobeschleunigung noch über die Shadereinheiten durchführen, weswegen die Messwerte deutlich schlechter ausfallen. Bei einer niedrig getakteten Dual-Core- oder gar einer Single-Core-GPU kann es so leicht zu Problemen kommen.

VC-1-Wiedergabe
Angaben in Prozent
  • Maximal:
    • Radeon HD 2900 XT
      93
    • ATi Radeon HD 3870
      48
    • GeForce 8800 GT
      44
  • Durchschnitt:
    • Radeon HD 2900 XT
      54
    • GeForce 8800 GT
      31
    • ATi Radeon HD 3870
      22
  • Minimal:
    • Radeon HD 2900 XT
      16
    • ATi Radeon HD 3870
      9
    • GeForce 8800 GT
      5

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