8/8 Crysis im Test : Die neue Referenz kommt aus Deutschland

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Fazit

Auch wenn die vorangegangenen Seiten vielleicht etwas anderes implizieren zu scheinen: Crysis ist ein gelungener Egoshooter, der sich vor keinem Mitbewerber im Genre verstecken muss. Auch ist dem Autor dieser Zeilen durchaus bewusst, dass die geäußerte Kritik in vielerlei Punkten vielleicht manchmal etwas zu pingelig ist und man sich auf sehr dünnes Eis wagt, wenn man aus dem insgesamt recht einseitigen Pro-Crysis-Reigen ausschert.

Dennoch: Crysis hat in diesem Test nicht den geschürten, unseren Erwartungen entsprochen. Anzukreiden ist dies jedoch nur zum Teil den Entwicklern oder dem Publisher Electronic Arts, der zwar sicherlich zum Hype beigetragen hat, aber wohl insgesamt auf willige Pressevertreter getroffen ist, die sich vorab im Wochentakt in Lobesreden auf das Spiel überboten.

Crysis

Allgemeiner Crysis-Bilderpool

Mit Crysis wurde tatsächlich die neue Genre-Referenz, vielleicht sogar das Spiel des Jahres erwartet. Während man sich über ersteres streiten kann, ist letzteres unsere Ansicht nach ausgeschlossen. Eine durchschnittliche Handlung, ein gutes Missionsdesign, gute – zu gut sehende – NPCs, eine gelungene technische Umsetzung und ein guter, aber nicht bahnbrechender Multiplayer – das sind Zutaten für einen ordentlichen Egoshooter, der für Genre-Freunde sicherlich Pflicht ist und je nach Auslegung der einzelnen Kernaspekte vielleicht noch zu einer Genre-Krone verargumentiert werden könnte. Geht man die Sache aber etwas kritischer an, so zeigt sich doch, dass sich die im Vorwort erwähnte Regel mit den Vorschusslorbeeren bestätigt hat. Crysis konnte den – zugegeben übertriebenen – Ansprüchen, mit welchen dieser Test angegangen wurde, nicht genügen.

Aus diesem Grund reiht sich der Crytek-Titel nach Meinung des Autors mit Blick auf aktuelle Neuerscheinungen über Timeshift, aber unter dem durchweg gelungenen Call Of Duty 4 ein, auch wenn hierbei natürlich die unterschiedlichen Vorlieben („Kriegs“- / „Future-Shooter“) berücksichtigt werden müssen. Und auch wenn dies bedeutet, dass dieses Fazit manchem Lesereindruck widersprechen könnte.

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