Consumer Electronics Show 2008 : Viva Las Vegas!

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Consumer Electronics Show 2008: Viva Las Vegas!

Erstmals war ComputerBase im Januar 2008 auf der Consumer Electronics Show (CES), einer der größten Messen weltweit, wenn es um Elektronik für den Heimgebrauch geht, zugegen. Dass die Messe in Las Vegas, USA, abgehalten wird, erfreut das Redakteursherz – so können die wenigen freien Minuten am Tag mit Eindrücken der glitzernden Stadt ausgeschmückt werden. Und zum Glück gab es ja noch den einen Akklimatisierungstag vor der Messe, an dem es den Jetlag mit Sightseeing zu behandeln galt.

So machten sich in den frühen Morgenstunden am Freitag, den 4. Januar 2008, zwei Redakteure zuerst von unterschiedlichen Flughäfen in Deutschland auf den vergleichsweise kurzen Weg nach London Heathrow, von dem der anschließende Flug nach Las Vegas über Los Angeles starten sollte. Hätte es keine drei Stunden Verspätung des Anschlussfluges in LA gegeben, wäre auch prompt alles reibungslos verlaufen. So galt es den fast fünf Stunden währenden Zwangsstopp zu nutzen, indem kurzerhand der Flughafen LAX ein wenig erkundet wurde. Aber außer dem bekannten, derzeit in ein Gerüst gehüllten Wahrzeichen des Flughafens, das „Theme Building“, wurde nicht viel sehenswertes entdeckt. Letztendlich fand sich ein Platz in der Nähe des Abflug-Gates, an dem die Zeit totgeschlagen wurde, bis der Flug für den letzten 50-minütigen Trip von LA nach Las Vegas startete. Probleme beim verspäteten Check-in im Hotel waren da nur noch eine Nebensächlichkeit.

Am Samstag ging es los die Lage zu sondiern, um ein wenig an Orientierung zu gewinnen – es ging in die Stadt. Wie erwartet war das Las Vegas Convention Center (LVCC), in dem die CES abgehalten wird, mit der Las Vegas Monorail, eine Art kleiner Transrapid, nur zwei Stationen vom Hotel entfernt. Kurzerhand wurden die Formalitäten für die Presse-Akkreditierung geklärt, so dass einem reibungslosen Start am Montag bereits nach einer halben Stunde nichts mehr im Weg stand. Den Rest des Tages galt es, die zwei komplett unterschiedlichen Gesichter der Stadt, eines bei Tag und eines bei Nacht, zu erkunden. Während Las Vegas tagsüber einer „normale Stadt“ mit einer zentralen, ausufernden Einkaufsstraße nahe kommt, ändert sich das Bild mit dem Einbruch der Dunkelheit komplett. An jeder Stelle des „Strip“, so der Name des Las Vegas Boulevards, tönt laute Musik und es gibt abertausende von Lichtern und Bildschirmen – man könnte meinen, die CES findet auf der Straße statt. Wir haben versucht, einige unserer Eindrücke in Bildern festzuhalten.

Las Vegas

Schon am darauffolgenden Sonntag lud Nvidia zu einem „Editor's Day“ ein und gegen Abend fanden bereits die ersten Präsentationen im Rahmen der CES, unter anderem die Eröffnungsrede von Bill Gates, statt. Nvidias Veranstaltung drehte sich in erster Linie um die neuen AMD-Chipsätze, Hybrid-SLI und integrierte Grafikkerne mit DirectX 10. Natürlich wurden im Rahmen der Veranstaltung auch weitere Einzelheiten zu noch kommenden Produkten bekannt gegeben, über die wir aufgrund der unterzeichneten Verschwiegenheitserklärung (NDA) aber erst zu gegebener Zeit in den kommenden Wochen berichten werden.

Montag ging es dann richtig los, die CES öffnete ihre Türen und die auf ComputerBase zur Messe eingerichtete Sonderseite füllte sich schnell mit Meldungen aus der glitzernden IT-Welt. Einige der wichtigsten und interessantesten Meldungen aus den letzten Tagen haben wir darüber hinaus auch hier noch einmal zusammen getragen:

Mit diesem Bericht schließen wir unsere Live-Berichterstattung von der Consumer Electronic Show 2008 aus Las Vegas ab. Das Echo der Hersteller auf der Messe war durchweg positiv, eigentlich alle wollen im kommenden Jahr wieder an der CES teilnehmen. Auf Nachfrage nach einem Besuch der CeBIT im März in Deutschland gab es ein sehr geteiltes Echo. Während viele Firmen natürlich auch in Deutschland vor Ort sein werden, um neue Produkte zu zeigen, gibt es mindestens ebenso viele (vor allem kleinere und mittelständige Unternehmen), die die CeBIT meiden werden. Als Grund kamen unter anderem die hohen Standgebühren, aber auch das Umfeld der Messe zur Sprache.

Der Unterschied im Umfeld zwischen CES und CeBIT war vor Ort nicht zu übersehen. Mit Tüten beladene Endverbraucher gab es quasi keine. Dies liegt am Konzept der CES, das sich vom bisherigen der CeBIT unterscheidet. Die Messe lässt an den meisten Tagen nur Fachbesucher zu, die, einmal akkreditiert, freien Eintritt haben. Lediglich am letzten Tag dürfen Studenten gegen einen Preis von saftigen 100 US-Dollar die Messe besuchen. Die Aussteller zeigten sich immer wieder begeistert von diesen Bedingungen. Viele der Firmen bauen über Nacht ihre Stände nicht ab, lassen alles offen stehen, oder werfen nur schnell eine kleine Abdeckung über die Exponate. In Deutschland, so die Hersteller auf Nachfrage, sei dies unmöglich, da alles mitgenommen wird, was nicht festgenagelt oder am besten gleich angeschweißt wurde – ein Bild, das uns Jahr für Jahr auch schon auf der CeBIT vermittelt wurde. Aber vielleicht schafft die „neue“ CeBIT Anfang März ja ähnliche Bedingungen zu schaffen, so dass der Zuspruch der Hersteller wächst.

In den kommenden Tagen werden wir vielleicht noch das eine oder andere geschossene Bild auf der Messe veröffentlichen, wenn wir die zahlreichen Schnappschüsse der Messe ausgewertet haben. Insgesamt war unser erster Trip zur CES nach Las Vegas ein interessantes, teilweise natürlich auch stressiges, aber immer aufregendes Unterfangen, das nach einer Zugabe schreit. Zum Abschluss noch zwei Bilder, die zeigen, wo man landet, wenn man „zufällig“ den falschen Eingang zur Messe nehmen sollte.

CES und eine „Adult“-Messe, direkt einen Meter zur linken Seite
CES und eine „Adult“-Messe, direkt einen Meter zur linken Seite

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