4/5 9800 GTX AMP! im Test : Zotac übertaktetest Referenzdesign ist nur wenig schneller

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Sonstige Messungen

Lautstärke
Angaben in dB(A)
  • Windows:
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      43,5
    • Zotac GeForce 9800 GTX AMP!
      43,5
    • Nvidia GeForce 8800 Ultra
      46,0
  • Last:
    • Nvidia GeForce 8800 Ultra
      48,5
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      50,0
    • Zotac GeForce 9800 GTX AMP!
      51,0

Das Kühlsystem der Zotac GeForce 9800 GTX AMP! Edition verhält sich wie die Variante auf einer herkömmlichen Grafikkarte des gleichen Typs. Unter Windows ist der 3D-Beschleuniger noch angenehm leise und würde sich dort sogar für den Einsatz in einem Silent-PC eignen (Eine GeForce 8800 Ultra arbeitet im Vergleich dazu hörbar lauter, obwohl der Geräuschpegel ebenfalls nicht störend ist). Unter Last dagegen dreht der Lüfter deutlich auf und erzielt ein Ergebnis von 51 Dezibel. Wirklich störend ist der Lüfter zwar nicht, angenehm ist aber etwas anderes.

Hier fragen wir uns, warum Zotac nicht die Lüftersteuerung im BIOS modifiziert hat, sodass der Radiallüfter unter Last etwas langsamer dreht. Man würde die Lautstärke massiv senken können und trotzdem würden die Temperaturen wohl zu keiner Zeit in einen kritischen Bereich gelangen. Somit hätte man eine Grafikkarte im Portfolio, die sich selbst im Stresstest für einen Silent-PC eignen würde.

Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
  • Windows:
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      165
    • Zotac GeForce 9800 GTX AMP!
      177
    • Nvidia GeForce 8800 Ultra
      214
  • Last:
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      293
    • Zotac GeForce 9800 GTX AMP!
      322
    • Nvidia GeForce 8800 Ultra
      341

Etwas verwirrt schauten wir bei der Kontrolle der Leistungsaufnahme auf unser Messinstrument, aber selbst nach dem dritten Anlauf und einem gründlichen Putzen der Brille wollte sich das Ergebnis nicht ändern. Es scheint, als habe Zotac die Spannungen der GeForce 9800 GTX AMP! Edition erhöht, um die Taktraten stabil erreichen zu können. Anders können wir uns den großen Unterschied zum Referenzdesign nicht erklären. Die reinen Frequenzunterschiede sollte eigentlich nicht der Schuldige sein.

Temperatur
Angaben in °C
  • Windows:
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      51
    • Zotac GeForce 9800 GTX AMP!
      53
    • Nvidia GeForce 8800 Ultra
      63
  • Last – GPU:
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      68
    • Zotac GeForce 9800 GTX AMP!
      70
    • Nvidia GeForce 8800 Ultra
      81
  • Last – Chiprückseite:
    • Nvidia GeForce 9800 GTX
      50
    • Zotac GeForce 9800 GTX AMP!
      50
    • Nvidia GeForce 8800 Ultra
      60

Die GeForce 9800 GTX AMP! Edition von Zotac erreicht bei den Temperaturen in etwa dieselben Werte wie das Referenzdesign von Point of View – angesichts der deutlichen Takt- und Verlustleistungsunterschiede doch eine kleine Überraschung. Eine GeForce 8800 Ultra schafft es dagegen nicht, auf das Niveau der GeForce 9800 GTX zu kommen. Der ältere G80-Chip, der noch im 90-nm-Prozess gefertigt wird, wird von Grund auf heißer. Unter Windows zieht die Zotac-Adaption gleich zwölf Watt mehr aus der Leitung und erreicht so einen Verbrauch von 177 Watt. Unter Last sind es mit den gemessenen 322 Watt gleich 29 Watt mehr, womit man einer GeForce 8800 Ultra gefährlich nahe kommt. Nichtsdestotrotz zieht das ehemalige Flaggschiff immer noch spürbar mehr aus der Stromleitung.

Übertakten
  • Call of Juarez:
    • Zotac 9800 GTX – Übertaktet (820/2000/1250)
      24,1
    • Zotac 9800 GTX – Standard (756/1890/1152)
      22,1
  • Jericho:
    • Zotac 9800 GTX – Übertaktet (820/2000/1250)
      34,6
    • Zotac 9800 GTX – Standard (756/1890/1152)
      32,6
  • Unreal Tournament 3:
    • Zotac 9800 GTX – Übertaktet (820/2000/1250)
      95,1
    • Zotac 9800 GTX – Standard (756/1890/1152)
      87,6

Obwohl Zotac die Taktraten auf der GeForce 9800 GTX AMP! Edition nicht unbedingt zart angehoben hat, ist das Maximum damit noch nicht erreicht. Wir konnten die Frequenz der TMU-Domäne auf 820 MHz erhöhen, während die Shadereinheiten selbst mit 2000 MHz keine Probleme bereiteten. Den Speichertakt konnten wir um genau 100 MHz auf 1250 MHz steigern. Dadurch erzielten wir eine durchschnittliche Leistungssteigerung von etwa sechs bis neun Prozent, was von der Applikation abhängig ist. Vor allem der höhere Speichertakt bringt einen Großteil der zusätzlichen Leistung.

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