4/4 Nintendo Wii Fit im Test : Jeder Gang macht schlank

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Fazit

Alles in allem präsentiert Nintendo mit Wii Fit ein ausgereiftes Spiel, das vor allem wegen des Balance Boards als echte Innovation im Videospielebereich verstanden werden kann. Eben dieses Balance Board ist technisch einwandfrei konzipiert und setzt alle Bewegungen des Spielers punktgenau um. In diesem Zusammenhang sollte auch noch einmal erwähnt werden, dass die Bedienung von Wii Fit insgesamt auch in Kombination mit dem Remote-Controller samt Nunchuk sehr gut gelungen ist, was einzig von der mäßigen Menüführung geschmälert wird.

Die spielerische Umsetzung von Wii Fit überzeugt mit ansprechenden Kategorien und Übungen ebenfalls. Dennoch hätte eine etwas größere Vielfalt bei den Inhalten gut getan. Ein Punkt, der indes so gar nicht ins ansonsten durchweg positive Bild passt, stellt der Mehrspieler-Bereich dar. Dieser ist de facto nicht vorhanden, was vielleicht noch zu verschmerzen gewesen wäre. Vor dem Hintergrund der nun mehrfach erwähnten, schwachen Menüführung mit den zu zahlreichen Bestätigungsvorgängen und dem komplizierten Wechseln zwischen den einzelnen Miis während des Spielens entpuppt sich Wii Fit aber als echter „Killer“ von Mehrspielerpartien, was insofern besonders schade ist, als dass allein die Möglichkeit zum schnellen Wechseln zwischen den Spielern beziehungsweise deren Miis hier Abhilfe hätte leisten können, ohne dass ein „echter“ MP-Modus hätte integriert werden müssen.

Wii Fit

Dennoch lässt sich ohne weiteres zu dem Schluss kommen, dass hier ein weiterer kleiner Geniestreich aus dem Hause Nintendo die Marktreife erreicht hat. Fest steht aber auch, dass das Produkt für einen Preis von rund 90 Euro nur für dezidierte „Casual Gamer“ und Wii-Freunde in Frage kommt. Wer Action oder Spieltiefe sucht, wird – wie so häufig bei Wii-Spielen – hier keinesfalls bedient. Der „Standard-Spieler“, wie man ihn bis vor einigen Jahren fast ausschließlich vorfand, sollte also zumindest einmal vorab Probespielen, da er mit Wii Fit ansonsten Gefahr läuft, einen ziemlich teuren Staubfänger zu erwerben.

Letzten Endes stellt sich somit eigentlich nur noch eine Frage, ob man mit Wii Fit tatsächlich abnimmt. Ohne Anspruch auf empirische Fundiertheit muss dies an dieser Stelle zumindest für den Autoren verneint werden. Ausgehend von einem Körpergewicht von 81 kg (Größe: 185 cm) konnte das Zielgewicht von minus 5 kg binnen zwei Monaten bisher nicht erreicht werden. Stattdessen legte die Person, sicher unlängst auch EM-bedingt, um ein Kilo zu. Ob als Wiedergutmachung nun also sechs Kilogramm innerhalb eines Monats zu machen sind? Das Balance Board würde hier wohl unter Berufung auf die generelle Gesundheit protestieren.

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