6/6 S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky im Test : Das Prequel mit DirectX-10-Unterstützung

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Fazit

Wer ausreichend Zeit hat und auch bereit ist, diese in die Ermittlung der besten Einstellungen auf dem heimischen Rechner zu investieren, könnte mit „S.T.A.L.K.E.R. - Clear Sky“ ziemlich viel Spaß haben. Denn soviel steht fest: Das Spiel hat einigen Tiefgang und besticht durch die Erzeugung einer ebenso authentischen wie düsteren Post-Sowjet-Atmosphäre. Zwar ist die Handlung, die sich von der „Clear Sky“-Basis bis ins Zentrum der Zone entwickelt, prinzipiell von Anfang an vorhersehbar, doch stellen die zahlreichen Entscheidungen und Optionen auf dem Weg dorthin hervorragende Möglichkeiten dar, das Ende des Spiels zu verändern, was im übrigen auch zu einem erneuten Spielen einlädt und die Wertigkeit deutlich erhöht.

Dies geschieht im Übrigen auch durch die lange Spielzeit: Wer sich allen Aspekten und Aufgaben in der Zone stellt, kann gut und gerne an die 30 Stunden oder gar länger mit „Clear Sky“ verbringen. An dieser Stelle kommt es eben darauf an, wie man die Ausgestaltung der Nebenquests empfindet. Der aktuelle Patch könnte einige der in Version 1.5.03 noch immer vorhandenen Probleme im Scripting behoben haben, sodass der Kritikpunkt bezüglich der fehlerhaften Erfüllung der Nebenaufgaben wegfallen könnte.

S.T.A.L.K.E.R.: Clear Sky im Test

Die technische Umsetzung von „Clear Sky“ gibt leider (quasi als Markenzeichen von GSC Gameworld) erneut einigen Grund zur Beschwerde. So erscheint der häufig angeführte Vorwurf, dass man es in der Grundversion mit einer Art kostenpflichtigen Beta zu tun hat, nicht unbedingt weit her geholt, da das Spiel ein guter Beweis dafür ist, dass es sich in der heutigen Zeit tatsächlich lohnt, mit dem Kauf bis ein paar Wochen nach Veröffentlichung zu warten. Dabei kann man den Entwicklern nicht mal zum Vorwurf machen, dass „Clear Sky“ schlecht aussieht. Doch wie sich gezeigt hat, bedarf es – zumindest aktuell in der für diesen Test verwendeten Version 1.5.03 – einigen Getüftels, um zu einem sowohl visuell als auch leistungsmäßig ordentlichen Spielerlebnis zu gelangen. Dies dürfte für manche Spieler nicht unbedingt abschreckend wirken, doch darf man nicht vergessen, dass die Verantwortlichen für das vorgeblich fertige Produkt auch einen entsprechend Preis verlangt haben, der eigentlich einschließen sollte, dass man dann auch ein tatsächlich fertiges Spiel erhält.

Vielleicht aus diesem Grund brauchte es in unserem Test (abgesehen vom Ausprobieren der idealen Systemeinstellungen) einige Zeit, bis man mit „Clear Sky“ so richtig warm wurde. Gibt man dem Spiel aber eine Chance, so kann man nach ein, zwei Stunden davon ausgehen, dass einen das Zonen-Fieber im positiven Sinne gepackt hat.

Wenn die nahenden weiteren Patches nun noch das eine oder andere inhaltliche Problem lösen und die Performance weiter verbessern, kann also davon ausgegangen werden, dass es sich bei „S.T.A.L.K.E.R. - Clear Sky“ – wahrscheinlich Ende des Monats – um ein gutes Spiel handelt, das ein jeder Freund des Genres bedenkenlos kaufen kann. Wenn.

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